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Lamiarĭen bis Lamĭum (Bd. 6, Sp. 79 bis 80)
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Artikelverweis Lamiarĭen, Gruppe der Meyers Bockkäfer (s. d.).
 
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Lamĭen, s. Lamia.
 
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Lâmi'i, Mahmud ben Osman, türk. Dichter, starb 1530 oder 1531 in seiner Geburtsstadt Brussa. Außer vielen prosaischen Werken, z. T. Übersetzungen der Werke Meyers Dschamis (s. d.), verfaßte er vier große epische Gedichte, deren Stoff er der persischen Sage entnahm: »Wamik und Afra« (bearbeitet von Hammer-Purgstall, Wien 1833), »Wîs und Ramîn«, »Abfâl und Selmân« und das »Ferhâdnaméh« (bearbeitet von Hammer-Purgstall, Stuttg. 1812, 2 Bde.). Kleinere Gedichte von L. hat Pfizmaier u. d. T.: »Verherrlichung der Stadt Bursa« (Wien 1839) in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Vgl. Pertsch, Türkische Handschriften, S. 386 ff. (Berl. 1889), und Gibb, History of Ottoman poetry, Bd. 3, S. 20 ff. und 354 ff. (Lond. 1904).
 
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Lamĭna (lat.), Platte, namentlich von Metall, besonders zum Eingraben von Inschriften.
 
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Lamina, die Blattspreite, s. Meyers Blatt, S. 26.
 
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Laminarĭa Lamour. (Riementang, Blatttang), Algengattung aus der Ordnung der Braunalgen (Phaeophyceae), Meergewächse mit wurzelartigem Haftorgan und gestieltem, lederartigem, blattähnlichem Thallus, auf welchem die einfächerigen Sporangten unregelmäßig verteilt sind. Die 30 Arten sind fast sämtlich in den Meeren der kältern Zone der nördlichen Halbkugel einheimisch und gehören zu den größern Algenformen. L. saccharina Lamaur. (Zuckertang, Zuckerriementang, s. Tafel Meyers »Algen I«, Fig. 19), bis 2 m lang, 322 cm breit, linealisch oder länglich, ganz, mit rundem Stiel, grünlich

[Bd. 6, Sp. 80]


oder olivenbraun, in den nördlichen Meeren, besonders in der Nordsee und Ostsee, ist reich an Mannit, der beim Trocknen als ein weißliches, süß schmeckendes Pulver auswittert und in Norwegen zur Darstellung eines Sirups benutzt wird. In Island, Irland und Schottland wird die Pflanze jung als Salat und Gemüse gegessen. L. digitata Lamour. (handförmiger Riementang, s. Tafel Meyers »Algen I«, Fig. 18), 1,2 bis 3,5 m lang, mit zylindrischem Stiel und handförmig gelapptem, flachem Blatt, das alljährlich durch einen Vegetationspunkt am obern Ende des Stiels erneuert wird, im nördlichen Teil des Atlantischen Ozeans, im Eismeer, in der Nordsee, ebenfalls reich an Mannit, dient in Schottland nebst andern Tangen zur Bereitung des Kelps. Die dicken, steifen Stiele, besonders der Varietät L. Cloustoni Edm. (s. Abbildung, S. 79), benutzt man als Sonden zu chirurgischen Zwecken, besonders zur Erweiterung von Öffnungen, weil die abgedrechselten hornartigen Stiele beim Feuchtwerden ihren Durchmesser durch Aufquellen fast um das Dreifache vergrößern (vgl. Dilatation). L. esculenta Lyngb. (Alaria esculenta Grev., eßbarer Flügeltang, s. Tafel Meyers »Algen I«, Fig. 14), bis 6 m lang, 522 cm breit, mit 1122 cm langem Stiel, der sich als Mittelrippe in den lanzettförmigen, fiederförmig zerschlitzten Thallus fortsetzt, im Atlantischen und Stillen Ozean häufig, wird auf den Färöern als Gemüse gegessen. Die Abbildung von L. Bongardiana P. et R. ist auf Tafel Meyers »Algen I«, Fig. 6, gegeben.
 
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Lamingsche Masse, Mischung aus Eisenvitriol, Kalkhydrat und Sägespänen, enthält infolge gegenseitiger Zersetzung der beiden ersten Bestandteile und der Einwirkung der Luft Eisenhydroxyd und Gips neben überschüssigem Kalkhydrat und dient zum Reinigen des Leuchtgases. Das Eisenhydroxyd hält Schwefelwasserstoff u. Schwefelammonium, der Gips kohlensaures Ammoniak, das Kalkhydrat Kohlensäure und Cyanverbindungen zurück. Nach der Sättigung der Masse mit den Verunreinigungen des rohen Leuchtgases regeneriert man sie durch Einwirkung der Luft; wenn dies aber wiederholt geschehen ist, so haben sich in der Mischung Eisencyan- und Schwefelcyanverbindungen, Ammoniaksalze, Teer und Schwefel in hohem Maß angehäuft, und man verarbeitet die Masse nun auf Ammoniaksalze, Schwefelcyanammonium, Blutlaugensalz, Berlinerblau, Schwefel oder Schweflige Säure und Eisenoxyd, das wieder zur Gasreinigung brauchbar ist; s. Meyers Leuchtgas.
 
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Lamington (spr. lämmingt'n), Lord, s. Meyers Cochrane 3).
 
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La minieren (franz.), plätten, walzen; strecken (s. Meyers Spinnen).
 
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Lamischer Krieg, der Krieg, den nach dem Tod Alexanders d. Gr. der größte Teil der Griechen gegen Mazedonien führte, der Lamische genannt, weil sein Schauplatz zum Teil in der Nähe der Stadt Lamia (s. d.) war. Sobald nämlich 323 v. Chr. Athen die Nachricht vom Tod Alexanders erhalten hatte, beschloß es, die übrigen Hellenen zur Befreiung des Landes von der mazedonischen Herrschaft auszurufen und sich an die Spitze der Bewegung zu stellen. Die Ätolier, Lokrer, Phoker schlossen sich ihnen sofort an, auch als der Anfang des Krieges einen günstigen Verlauf nahm, die Thessalier und andre Völkerschaften; den größern Teil des Peloponnes gewannen Demosthenes und Hyperides. Der mazedonische Reichsverweser Antipatros wurde bei Heraklea besiegt und in Lamia eingeschlossen. Die Belagerung zog sich indes infolge der festen Lage der Stadt und der Tapferkeit der Besatzung in die Länge; Leosthenes, der tüchtige Feldherr der Athener, fand bei einem Ausfall den Tod. Seinem Nachfolger Antiphilos gelang es zwar, den mit einem Heere zum Ersatz herbeiziehenden Satrapen von Kleinphrygien zu schlagen, gleichzeitig aber Antipatros, sich durch geschickte Märsche mit den Veteranen des Krateros zu vereinigen und sich so die Übermacht zu sichern. Bei Krannon, südlich vom Peneios, kam es 5. Aug. 322 zu einer großen Schlacht, die zwar unentschieden blieb, aber den Mut der Griechen brach. Infolge von Zwietracht und Mißtrauen löste sich das Bundesheer auf; die meisten Städte erklärten nach und nach ihre Unterwerfung, die Athener und Ätolier wurden durch den Zug des Antipatros und Krateros nach Mittelgriechenland zu derselben gezwungen.
 
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Lamĭum L. (Taubnessel), Gattung der Labiaten, ein- oder mehrjährige Kräuter mit oft herzförmigen, gekerbten, gezahnten oder mannigfaltig geschnittenen Blättern und vielblütigen, oberwärts oft gedrängten Scheinquirlen in den Blattachseln, mit roten oder gelben, selten weißen Blüten. Etwa 40 Arten in Europa, Nordafrika und dem gemäßigten Asien. Bei uns sind besonders häufig L. purpureum L. (rote Taubnessel) und das größere L. album L. (weiße Taubnessel). Von letzterm wurden die Blüten früher (als Hausmittel noch jetzt) arzneilich benutzt, die jungen Triebe ißt man als Gemüse. Als Unkraut sehr verbreitet ist auch das rotblütige L. amplexicaule L.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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