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Lambris bis Lamēgo (Bd. 6, Sp. 76 bis 77)
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Artikelverweis Lambris (franz., spr. langbrī), s. Meyers Paneel.
 
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Lambro, linker Nebenfluß des Po in der Lombardei, entspringt in den Bergen der Brianza südlich vom Comersee, durchfließt das Affinatal, nimmt die Abflüsse der kleinen Seen Alferio und Pusiano auf, berührt Monza und Melegnano und mündet nach einem Laufe von 120 km bei Corte Sant' Andrea.
 
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Lambros, Spyridon P., griech. Geschichtsforscher, geb. 21. April 1851 auf Korfu, machte 1867 bis 1871 die philosophische Schule der Athener Nationaluniversität durch und studierte 187275 in Berlin und Leipzig, unternahm dann (187577) eine ausgedehnte Bibliothek- und Archivreise, habilitierte sich 1878 für griechische Geschichte in Athen, wurde hier 1887 außerordentlicher, 1890 ordentlicher Professor für alte Geschichte und 188285 im Kultusministerium Generalinspektor des Volksschulwesens. Zweimal (1880 und 1895) wurde er beauftragt, Handschriften auf dem Athos zu verzeichnen (Kataloge erschienen 1888 ff.). Auch wirkt er tatkräftig für das Wiederaufleben altgriechischer Gymnastik (Olympische Spiele 1896 und 1901) und Schauspielkunst, fördert seit Jahren die Besichtigung der historisch oder archäologisch wichtigen Stätten und gehört zu den beliebtesten Fest- und Vortragsrednern seines Vaterlandes. Er veröffentlichte: »De conditorum coloniarum Graecarum indole praemiisque et honoribus« (Dissertation, Leipz. 1873); »Die Schriften des Michael Akominatos von Chonä« (Athen 187980, 2 Bde., griech.); »Collection de romans grecsen langue vulgaire eten vers« (Par. 1880);

[Bd. 6, Sp. 77]


»Rechenschaftsbericht an die griechische Kammer über seine Sendung nach dem Heiligen Berge [Athos]« (griech., Athen 1880; deutsch, Würzb. 1881 u. Bonn 1881; russ., St. Petersb. 1881); »Constantini de natura animalium libri duo« (»Supplementum Aristotelicum«, Berl. 1885); »Die Geschichte von Hellas in Bildern« (Athen 18861902, griech.; bisher 5 Bde.); »A collation of the Athos codex of the Shepherd of Hermas« (Cambridge 1888); »Ecthesis chronica and chronicon Athenarum« (Lond. 1902); »Reden und Artikel« (Athen 1902, griech.). Ferner übersetzte er ins Griechische: von Gregorovius die »Athenais« (Athen 1884) und »Die Geschichte Athens im Mittelalter« (1903), die »Römische Geschichte« von Bertolini (189394, 2 Bde.), die »Griechische Geschichte« von Curtius (18981900, 5 Bde.), die »Introduction historique« von Langlois und Seignobos (1902), die »Paläographie« von Thompson (1903) und ist ständiger Mitarbeiter der angesehensten historischen und literarischen Zeitschriften des In- und Auslandes; seit 1904 gibt er selbst die seine Inedita verwertende Vierteljahrsschrift »Νεὸς 'Ελληνομνμων« heraus.
 
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Lambruschīni (spr. -skīni), Luigi, Kardinal und Staatssekretär Papst Gregors XVI., geb. 16. Mai 1776 in Genua, gest. 12. Mai 1854, trat in den Barnabitenorden, wurde Sekretär des Kardinals Consalvi, der ihn zum Wiener Kongreß mitnahm und beim Abschluß mehrerer Konkordate verwendete, 1819 Erzbischof von Genua und 1827 Nunzius in Paris, wo er Karl X. zu einer reaktionären Politik, auch zum Erlaß der Juliordonnanzen riet. Gregor XVI. ernannte ihn 30. Sept. 1831 zum Kardinal, 1836 zum Staatssekretär des Auswärtigen und zum Minister des öffentlichen Unterrichts; später übernahm er das Sekretariat der päpstlichen Breven, ward Bibliothekar im Vatikan, Großprior des Ordens von St. Johann von Jerusalem und Großkanzler des St. Gregoriusordens. Er vertrat den starrsten Absolutismus und bekämpfte innerhalb der Kirche wie im Kirchenstaat auf das entschiedenste alle freiern Regungen; im kölnischen Bischofsstreit hat er die päpstlichen Staatsschriften gegen Preußen verfaßt. Nach dem Tode Gregors XVI. schlug seine Hoffnung, zum Papst gewählt zu werden, fehl, und unter Pius IX. hat er in der Politik keine bedeutende Rolle mehr gespielt. Seit 1842 war L. Bischof von Sabina, seit 1847 von Porto. Er schrieb unter anderm: »Opere spirituali« (Rom 1836, 3 Bde.; 2. Aufl., Vened. 1838) und »Sull' immacolato concepimento di Maria« (das. 1843).
 
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Lambsheim, Landgemeinde im bayr. Regbez. Pfalz, Bezirksamt Frankenthal, an der Isenach und der Linie Freinsheim-Frankenthal der Pfälzischen Eisenbahn, hat eine evangelische und 2 kath. Kirchen, Synagoge, Wein- und Kirschenbau, Malzfabrikation, Kalk- und Ziegelbrennerei, Geflügelmästerei und (1900) 4095 Einw.
 
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Lambskin (engl. lamb-skin, spr. lämm-ßkĭn, »Lammfell«), lammsellartiges Gewebe, nach Art des Plüsches erzeugt, mit zwei Polbäumen und 8 mm hohen Ruten. Die Florbüschel werden gefilzt, indem man die Ware in einem starken heißen Seifenbad behandelt und dann im kalten Wasser spült.
 
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Lambton (spr. lämmt'n), Stadt in dem britisch-austral. Staat Neusüdwales, an einer Zweiglinie der Nordbahn, mit Kohlengruben und (mit New Lambton [1901]) 4741 Einw.
 
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Lambton (spr. lāmmĭ'n), John George, engl. Staatsmann, s. Meyers Durham (Graf von).
 
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Lamé, Gabriel, Mathematiker und Ingenieur, geb. 22. Juli 1793 in Tours, gest. 1. Mai 1870 in Paris, wurde 1822 Bergingenieur, dann Oberst im russischen Wegebaukorps, 183244 Professor der Physik an der Polytechnischen Schule in Paris, später Lehrer der Wahrscheinlichkeitsrechnung an der dortigen Fakultät der Wissenschaften, 1836 Chefingenieur der Minen und 1864 Mitglied des Längenbureaus. Sehr bekannt sind seine »Leçons sur la théorie de l'élasticité« (Par. 1852, 2. Aufl. 1866) und »Leçons sur les coordonnées curvilignes« (das. 1859). Eine vollständige Liste seiner Schriften findet sich im »Bulletin des sciences mathématiques« von 1870.
 
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Lamech, nach 1. Mos. 4 u. 5 der Mann der Ada und Zillah, von denen erstere ihm den Jabal, den Stammvater der Hirten, und Jubal, den ersten Musiker, die andre den Tubalkain, den Stammvater der Schmiede und Handwerker, und die Naema gebar. In der sogen. Kainitentafel (1. Mos. 4) beschließt er die Reihe der Väter der vorsündflutlichen Menschheit und gilt nach der Sethitentafel (1. Mos. 5) als Vater Noahs. Am Schlusse seines Stammbaumes steht das »Lied Lamechs«, das die Erfindung des Schwertes verherrlicht.
 
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Lamēgo, Stadt im portug. Distrikt Vizeu (Provinz Beira), 492 m ü. M., in malerischer Lage zwischen Hügeln, 5 km südlich vom Douro, Bischofssitz, hat eine gotische Kathedrale mit hohem Turm, eine Wallfahrtskirche (auf einem Berge südlich von der Stadt), ein maurisches Kastell, Weinbau, Handel mit Schinken und (1900) 9179 Einw. In L. wurde 1143 jener berühmte Reichstag abgehalten, der die Erbfolge im Königreich und die Einsetzung von Feudalcortes bestimmte. Daher Cortes von L., in der neuern Geschichte die nach jenen Grundsätzen von Dom Miguel berufenen Cortes.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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