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Lambertville bis Lambrecht (Bd. 6, Sp. 75 bis 76)
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Artikelverweis Lambertville (spr. lämbertwill), Stadt in der Grafschaft Hunterdon des nordamerikan. Staates New Jersey, am Delaware, mit Baumwoll-, Papier-, Zwirnfabriken etc., Eisenbahnwerkstätten u. (1900) 4637 Einw.
 
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Lambesc (spr. langbésk), Stadt im franz. Depart. Rhonemündungen, Arrond. Aix, 210 m ü. M., mit römischen Bauresten, Fabrikation von Olivenöl und Konserven und (1901) 2129 (als Gemeinde 2630) Einw. L. hatte sonst den Titel eines Fürstentums.
 
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Lambesc (spr. langbésk), Karl Eugen, Prinz von, geb. 25. Sept. 1751 in Versailles, gest. 21. Nov. 1825 in Wien, war der letzte Sproß der Herzoge von Elbeuf, einer Seitenlinie des Hauses Meyers Guise (s. d.). 1789 wurde er Großstallmeister von Frankreich und Inhaber des Regiments Royal-Allemand. An deren Spitze drang er 12. Juli 1789 über den Platz Ludwigs XV. in den Garten der Tuilerien ein und säuberte ihn von der Volksmenge. Darauf ging er nach Deutschland und wohnte 1792 im Heer der Verbündeten dem Feldzug in der Champagne bei. Nach dem Rückzug trat er in kaiserliche Dienste, wurde Generalmajor, 1796 Generalfeldmarschall und nahm mit seinem Bruder, dem Prinzen Vaudemont, an allen Feldzügen gegen die französische Republik und das Kaiserreich teil. Bei der Rückkehr der Bourbonen erhielt er die Pairswürde, den Titel eines Herzogs von Elbeuf und hierauf auch den Marschallstab, machte aber von diesen Verleihungen, die in Frankreich allgemeinen Unwillen erregten, nie Gebrauch.
 
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Lambessa (Lambèse), Ort im algerischen Depart. Konstantine, am Fuße des Aurês, 1145 m ü. M., mit großer Korrektionsanstalt für 200 Eingeborne, berühmtem Weinbau und (1901) 1366 Einw., darunter 571 Franzosen. L. steht auf den Ruinen des alten Lambaesis, der militärischen Hauptstadt des römischen Numidien, von der noch die großartigen Trümmer des römischen Prätoriums (jetzt Altertumsmuseum), ferner ein Äskulaptempel, Amphitheater, Triumphpforten, ein Kapitol, Forum u. a. vorhanden sind. Die daselbst gefundenen Inschriften sind reich an historischen Daten, da Lambäsis von Trajan bis 238 n. Chr. das Hauptquartier der dritten Augustischen Legion, dann zivile Hauptstadt der Provinz Numidia war. Im 5. Jahrh. wurde L. von den rebellischen Numidiern verwüstet und blieb unbewohnt, bis es 1844 von Delamare entdeckt wurde. Vgl. auch Artikel »Timgad«; Cagnat, Lambèse (Par. 1893).
 
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Lambeth, Verwaltungsbezirk (metropolitan borough) von London, Westminster gegenüber, aber weit nach S. reichend, mit einem Palast des Erzbischofs von Canterbury (der älteste Teil ist die 1245 im frühgotischen Stil erbaute Kapelle), dem St. Thomashospital (186871 erbaut), der Irrenanstalt Bethlehemhospital (1812 neu erbaut), zahlreichen Kirchen (St. John's im klassischen, St. Thomas im gotischen und Allerheiligenkirche im normannischen Stil), einer Kunstschule, großartigen Töpfereien (Doulton u. a.), chemischen Fabriken, Brauereien, Zementwerken, Sägemühlen, Lichteziehereien etc. und (1901) 301,895 Einw. Dazu gehören auch die Stadtteile

[Bd. 6, Sp. 76]


Kennington, Brixton, North und Norwood. S. die Pläne beim Artikel »London«.
 
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Lambethkonferenzen, durch den Erzbischof von Canterbury periodisch in den bischöflichen Lambethpalast in London einberufene Synoden der anglikanischen Kirche des gesamten britischen Weltreiches. Die erste Lambethkonferenz 1867 hatte zum Anlaß eine Demonstration gegen J. W. Meyers Colenso (s. d.). Gegenstand der Verhandlungen der L., deren bisher letzte 1897 (194 Bischöfe) tagte, waren ferner das Verhältnis zum anglikanischen Meyers Ritualismus (s. d.) und die Anbahnung eines Verständnisses mit der orthodoxen griechischen Kirche. Vgl. R. Th. Davidson, The Lambeth Conferences (Lond. 1889).
 
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Lambézellec (spr. langbéselléck), Flecken im franz. Depart. Finistère, Arrond. Brest, nördlicher Vorort von Brest, an der Lokalbahn Brest-Portfall, mit einer modernen Kirche, Gemüsebau, Eisengießerei, Kerzen- und Seifenfabrikation und (1901) 2486 (als Gemeinde 19,187) Einw.
 
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Lambik, belg. Bierart, s. Meyers Bier, S. 846.
 
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Lambin (spr. langbäng), Denis, latinisiert Dionysius Lambinus, Philolog, geb. 1520 in Montreuil-sur-Mer in der Picardie, gest. Ende September 1572 in Paris, studierte in Amiens, begleitete den Kardinal von Tournon nach Italien, durchforschte hierbei dessen vorzüglichste Bibliotheken und wurde 1561 am Collège de France in Paris Professor der Beredsamkeit, bald auch der lateinischen und griechischen Literatur. Lambins trefflich kommentierte Ausgaben des Horaz (Leiden 1561, 2 Bde.; zuletzt Kobl. 182930), Lukrez (Par. 1563 u. ö.), Cicero (das. 1566, 4 Bde.; die Anmerkungen besonders herausgegeben von Klein, Kobl. 1829) und Plautus (Par. 1576 u. ö.) sind noch immer geschätzt. Vgl. »Petri Lazeri de Dionysio Lambino narratio«, abgedruckt in Orellis »Onomasticon Tullianum«, Bd. 1 (Zür. 1836).
 
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Lamboy (spr. langbŭá), Wilhelm, Graf, kaiserl. Feldmarschall, aus einem ritterlichen Geschlecht des Hochstifts Lüttich gebürtig, trat unter Buquoy in kaiserliche Dienste, ward 1621 Oberst und zeichnete sich bei Lützen (16. Nov. 1632) aus. Von Wallenstein reich belohnt und zum Generalwachtmeister befördert, gelobte er diesem 19. Febr. 1634 noch Treue, fiel aber vier Tage später von ihm ab und erhielt dessen Herrschaft Arnau nebst der Reichsfreiherrenwürde vom Kaiser zur Belohnung. Er kämpfte hierauf in Süddeutschland, belagerte 1636 sechs Monate lang vergeblich Hanau, dessen Bürgerschaft noch heute das Lamboyfest feiert, wandte sich dann nach den Niederlanden, erfocht 6. Juli 1641 den glänzenden Sieg von Marfée (bei Sedan) über die Franzosen, ward aber 17. Jan. 1642 von Guébriant bei Kempen geschlagen und geriet in französische Gefangenschaft, aus der er sich erst 1643 durch ein Lösegeld befreite. Seit 1647 Befehlshaber der kaiserlichen Truppen im westfälischen Kreis, kämpfte er mit wechselndem Glück, ward zum Feldmarschall befördert und 1649 in den Reichsgrafenstand erhoben. Den Rest seines Lebens verbrachte er auf seinen Gütern in Böhmen, zwang seine protestantischen Untertanen zum Katholizismus und starb 12. Dez. 1659 auf seinem Schloß Dimokur. Sein Geschlecht erlosch schon 1683.
 
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Lambrecht, Stadt im bayr. Regbez. Pfalz, Bezirksamt Neustadt a. H., an der Linie Neunkirchen-Worms der Pfälzischen Eisenbahn, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, eine höhere Webschule, Forstamt, bedeutende Tuch- und Buckskinfabrikation, Watte-, Papier-, Gries-, Teigwaren- und Farbapparatefabriken, Färberei, Karbonisieranstalten und (1900) 3629 meist evang. Einwohner. L. ist im Anschluß an ein 1553 aufgehobenes Benediktinerkloster entstanden und wurde 1888 zur Stadt erhoben.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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