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Lambertīni bis Lambethkonferenzen (Bd. 6, Sp. 75 bis 76)
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Artikelverweis Lambertīni, Prosper Laurentius, ursprünglicher Name des Papstes Benedikt XIV. (s. d.).
 
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Lambertsche Formel, dient zur Berechnung der mittlern Windrichtung. Man leitet aus den Windbeobachtungen (Richtung, Stärke oder Geschwindigkeit, Häufigkeit und Dauer) nach Art der Zusammensetzung der Kräfte mittels einer von Lambert angegebenen Formel diejenige Richtung ab, nach der sich die über dem Ort befindliche Luftmasse unter der Gesamtwirkung aller Winde verlagern würde. Sind die acht Richtungen N, NE etc. beobachtet worden, so reduziert man sie zunächst auf die Hauptrichtungen E-W und N-S und erhält die beiden zueinander senkrechten Richtungskomponenten A und B; es ist
   A = (E-W)+[(NE+SE)-(SW+NW)] sin 45° u. B = (N-S)+[(NE+NW)-(SE+SW)] cos 45°.
   Nennt man den Winkel zwischen der Resultanten und der Nordrichtung (von N über E und S herumgezählt) α so folgt tang α = A/B. Diese mittlere Richtung hat nur theoretisches Interesse und läßt weder die örtlichen noch die zeitlichen Windverhältnisse erkennen; man verwendet daher die L. F. für klimatische Untersuchungen nicht mehr und ersetzt sie durch Meyers Windrosen (s. d.) oder Tabellen.
 
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Lambertsches Theorēm, bei der parabolischen Bahn eines Himmelskörpers der Satz, daß die Zeit, in der ein Bogen durchlaufen wird, nur von der Sehne des Bogens und der Summe der zugehörigen Radienvektoren abhängig ist. Auf das Lambertsche Theorem gründet sich die berühmte Methode Olbers' zur Berechnung der Kometenbahnen.
 
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Lambertshasel, Lambertsnuß, s. Meyers Haselstrauch.
 
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Lambertskiefer, s. Meyers Kiefer, S. 885.
 
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Lambertville (spr. lämbertwill), Stadt in der Grafschaft Hunterdon des nordamerikan. Staates New Jersey, am Delaware, mit Baumwoll-, Papier-, Zwirnfabriken etc., Eisenbahnwerkstätten u. (1900) 4637 Einw.
 
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Lambesc (spr. langbésk), Stadt im franz. Depart. Rhonemündungen, Arrond. Aix, 210 m ü. M., mit römischen Bauresten, Fabrikation von Olivenöl und Konserven und (1901) 2129 (als Gemeinde 2630) Einw. L. hatte sonst den Titel eines Fürstentums.
 
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Lambesc (spr. langbésk), Karl Eugen, Prinz von, geb. 25. Sept. 1751 in Versailles, gest. 21. Nov. 1825 in Wien, war der letzte Sproß der Herzoge von Elbeuf, einer Seitenlinie des Hauses Meyers Guise (s. d.). 1789 wurde er Großstallmeister von Frankreich und Inhaber des Regiments Royal-Allemand. An deren Spitze drang er 12. Juli 1789 über den Platz Ludwigs XV. in den Garten der Tuilerien ein und säuberte ihn von der Volksmenge. Darauf ging er nach Deutschland und wohnte 1792 im Heer der Verbündeten dem Feldzug in der Champagne bei. Nach dem Rückzug trat er in kaiserliche Dienste, wurde Generalmajor, 1796 Generalfeldmarschall und nahm mit seinem Bruder, dem Prinzen Vaudemont, an allen Feldzügen gegen die französische Republik und das Kaiserreich teil. Bei der Rückkehr der Bourbonen erhielt er die Pairswürde, den Titel eines Herzogs von Elbeuf und hierauf auch den Marschallstab, machte aber von diesen Verleihungen, die in Frankreich allgemeinen Unwillen erregten, nie Gebrauch.
 
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Lambessa (Lambèse), Ort im algerischen Depart. Konstantine, am Fuße des Aurês, 1145 m ü. M., mit großer Korrektionsanstalt für 200 Eingeborne, berühmtem Weinbau und (1901) 1366 Einw., darunter 571 Franzosen. L. steht auf den Ruinen des alten Lambaesis, der militärischen Hauptstadt des römischen Numidien, von der noch die großartigen Trümmer des römischen Prätoriums (jetzt Altertumsmuseum), ferner ein Äskulaptempel, Amphitheater, Triumphpforten, ein Kapitol, Forum u. a. vorhanden sind. Die daselbst gefundenen Inschriften sind reich an historischen Daten, da Lambäsis von Trajan bis 238 n. Chr. das Hauptquartier der dritten Augustischen Legion, dann zivile Hauptstadt der Provinz Numidia war. Im 5. Jahrh. wurde L. von den rebellischen Numidiern verwüstet und blieb unbewohnt, bis es 1844 von Delamare entdeckt wurde. Vgl. auch Artikel »Timgad«; Cagnat, Lambèse (Par. 1893).
 
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Lambeth, Verwaltungsbezirk (metropolitan borough) von London, Westminster gegenüber, aber weit nach S. reichend, mit einem Palast des Erzbischofs von Canterbury (der älteste Teil ist die 1245 im frühgotischen Stil erbaute Kapelle), dem St. Thomashospital (186871 erbaut), der Irrenanstalt Bethlehemhospital (1812 neu erbaut), zahlreichen Kirchen (St. John's im klassischen, St. Thomas im gotischen und Allerheiligenkirche im normannischen Stil), einer Kunstschule, großartigen Töpfereien (Doulton u. a.), chemischen Fabriken, Brauereien, Zementwerken, Sägemühlen, Lichteziehereien etc. und (1901) 301,895 Einw. Dazu gehören auch die Stadtteile

[Bd. 6, Sp. 76]


Kennington, Brixton, North und Norwood. S. die Pläne beim Artikel »London«.
 
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Lambethkonferenzen, durch den Erzbischof von Canterbury periodisch in den bischöflichen Lambethpalast in London einberufene Synoden der anglikanischen Kirche des gesamten britischen Weltreiches. Die erste Lambethkonferenz 1867 hatte zum Anlaß eine Demonstration gegen J. W. Meyers Colenso (s. d.). Gegenstand der Verhandlungen der L., deren bisher letzte 1897 (194 Bischöfe) tagte, waren ferner das Verhältnis zum anglikanischen Meyers Ritualismus (s. d.) und die Anbahnung eines Verständnisses mit der orthodoxen griechischen Kirche. Vgl. R. Th. Davidson, The Lambeth Conferences (Lond. 1889).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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