Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Lambäsis bis Lambermont (Bd. 6, Sp. 72 bis 73)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Lambäsis (Lambesis), s. Meyers Lambessa.
 
Artikelverweis 
Lambayeque (spr. -bajēke), Küstendepartement der südamerikan. Republik Peru, 11,952 qkm mit (1896 berechnet) 124,091 Einw., ist großenteils regenlos und wüst, wird aber von fruchtbaren Tälern durchschnitten und hat an den Abhängen der Kordilleren gute Weiden. Die gleichnamige Hauptstadt, 11 km oberhalb der Mündung des Flusses L. in den Stillen Ozean, in fruchtbarer Ebene, hat 7000 Einw. (viele Mulatten und Sambos).
 
Artikelverweis 
Lambda, griech. Buchstabe (Λ, λ), entsprechend dem »L«. Daher Lambdazismus (auch Lallation genannt), die fehlerhafte Aussprache des r, wobei an Stelle dieses Buchstabens ein l gehört wird.
 
Artikelverweis 
Lambdanaht, s. Meyers Schädel.
 
Artikelverweis 
Lambdazismus, s. Meyers Lambda.
 
Artikelverweis 
Lambeaux (spr. langbō), Josef, belg. Bildhauer, geb. 13. Jan. 1852 in Antwerpen, bildete sich auf der dortigen Kunstakademie und ging dann für einige Jahre nach Paris. In drei kleinen Gruppen, die er 1875 in Antwerpen ausstellte, offenbarte er zuerst seine nach höchster Lebendigkeit der Darstellung strebende, realistische Richtung. Nachdem er seinen Wohnsitz in Brüssel genommen, schuf er außer zahlreichen Bildnissen den Entwurf zu einer Kolossalstatue: der Triumph des Lichtes, die zur Erinnerung an den Maler Wiertz auf einem seine Geburtsstadt Dinant überragenden Felsen aufgestellt worden ist, eine sitzende Bronzefigur des Dichters H. Conscience für die Bibliothek in Antwerpen, das Marmorstandbild des Abr. Ortelius, eine der die Gilden des 16. Jahrh. darstellenden Bronzefiguren auf dem kleinen Zaavelplaats in Brüssel und die Bronzestatue des Salvius Brabo mit der abgeschlagenen Hand des Riesen Antigonus für einen Brunnen vor dem Rathaus in Antwerpen (1887). 1889 stellte er einen 70 qm großen Karton: die menschlichen Leidenschaften, aus, der durch die Kühnheit der Komposition und die vortreffliche Behandlung der nackten Körper solchen Beifall fand, daß die belgische Regierung ihm die Ausführung als Marmorrelief übertrug. Von seinen übrigen Werken zeigen das höchste Maß an Virtuosität in der Durchbildung des Nackten die Bronzegruppe: der Kuß, ein im vollen Laufe dahineilendes Mädchen, das von einem Jüngling eingeholt wird (im Museum zu Antwerpen), die Ringkämpfer, der Kampf mit dem Adler, die Gruppe: die Trunkenheit, der Triumph des Weibes und die Verführung. Eine Bronzegruppe der Lucretia wurde im Park von Morimont zu Brüssel aufgestellt.
 
Artikelverweis 
Lambeck, Peter, gewöhnlich Lambecius genannt, deutscher Gelehrter, geb. 13. April 1628 in Hamburg, gest. 3. April 1680 in Wien, ward, nachdem er in Holland, Frankreich und Italien seine Studien vollendet, 1652 Lehrer der Geschichte an dem Gymnasium seiner Vaterstadt, 1660 Rektor desselben und 1662, nach seinem Übertritt zur katholischen Kirche, Aufseher der kaiserlichen Bibliothek in Wien. Seine Hauptwerke sind: »Prodromus historiae literariae« (Hamb. 1659; 2. Aufl. von Fabricius, Leipz. 1710), der erste chronologisch geordnete Abriß der Literaturgeschichte, und die »Commentarii de bibliotheca caesarea Vindobonensi« (Wien 166579, 8 Bde.; 2. Aufl. von Kollar, 176682, 8 Bde.), besonders wichtig durch wertvolle Beiträge zur Kenntnis der altdeutschen Sprache und Literatur. Vgl. Fr. L. Hoffmann, Peter L. (Soest 1864); Karajan, Kaiser Leopold I. und Peter L. (Wien 1868).
 
Artikelverweis 
Lamber (spr. langbǟr), Juliette, franz. Schriftstellerin, geb. 1836 in Verberie (Oise), in erster Ehe

[Bd. 6, Sp. 73]


an einen Arzt, La Messine, in zweiter mit dem Senator Edmond Adam, der 1877 starb, verheiratet, betrat mit den energischen »Idées antiproudhoniennes« 1858 die literarische Laufbahn und hielt in den ersten Jahren der dritten Republik einen politischen Salon, dem namentlich Gambetta Glanz verlieh. 1879 gründete sie die »Nouvelle Revue«, in der die Ideen ihrer politischen Freunde einen Tummelplatz fanden und der Rachegedanke gegen die Sieger von 1870 gepflegt wurde. Von ihren Romanen ist nur »Païenne« (1883) als religionsloses Glaubensbekenntnis von Wert. Interessanter ist dagegen, weil Edmond Adam während der Belagerung von Paris Seinepräfekt war, ihr »Siége de Paris, journal d'une Parisienne« (1871). Unglücklich fiel 1885 ihr Versuch aus, in Petersburg für die Revanche Stimmung zu machen, da der Hof sie nicht empfangen wollte. Sie eroberte nur den General Skobelew, dem sie 1886 eine lobende Monographie widmete. Ihre Lebensgeschichte erzählte sie in »Le roman de mon enfance et de ma jeunesse« (1902) und »Mes premières armes« (1904).
 
Artikelverweis 
Lamberg, altes, im Erzherzogtum Österreich begütertes Adelsgeschlecht, das im 14. Jahrh. in Krain bedeutende Besitzungen erwarb. Wilhelms II. von L. (gest. 1397) drei Söhne: Jakob, Georg und Balthasar, stifteten drei Linien, von denen zwei, die Rotenbühlsche und die krainische, bereits erloschen sind, während die dritte, die Orteneggsche, sich in mehrere Äste teilte, von denen noch fünf teils gräfliche, teils fürstliche Linien blühen. Unter Balthasars Nachkommen ist hervorzuheben Johann Philipp, geb. 26. Nov. 1651, gest. 20. Okt. 1712, diente anfangs im kaiserlichen Heer gegen die Türken, wurde 1675 Domherr in Salzburg, 1676 Reichshofrat, dann Gesandter in Düsseldorf, Dresden, Berlin und Regensburg, 1689 Bischof von Passau und 1700 Kardinal. 1697 und 1702 zu politischen Missionen verwendet, war er auch bei der Kaiserwahl Josephs I. und Karls VI. tätig. Als dieser Zweig 1797 ausstarb, ging die reichsfürstliche Würde auf die verwandte bayrische Linie über und zwar zunächst auf den Fürsten Karl Eugen von L., geb. 1. April 1764, gest. 11. Mai 1831, dessen Sohn Gustav Joachim, geb. 21. Dez. 1812 in Wien, gest. 3. Febr. 1862, Vater des gegenwärtigen Hauptes der fürstlichen Linie, des Fürsten Karl von L., geb. 24. Febr. 1845, österreichischen erblichen Reichsrats, war. Zur Linie Ortenegg-Ottenstein, die 1636 in den Grafenstand und 1667 in den Reichsgrafenstand erhoben wurde, gehörte Franz Philipp, Graf von L., geb. 30. Nov. 1791; er machte 1810 den Feldzug in Italien mit, war 1814 bis 1818 mit der Großen Armee in Frankreich und stieg bis 1842 zum Feldmarschalleutnant und Divisionär in Graz. Infolge seiner Besitzungen in Ungarn Mitglied der Magnatentafel, neigte er sich auf dem letzten Preßburger Landtag sehr zur Opposition, verließ sodann aber die revolutionäre Partei und wurde im September 1848 vom Kaiser zum Generalkommandeur und provisorisch zum Palatin von Ungarn ernannt, aber von dem Reichstag nicht anerkannt und 28. Sept. auf der Brücke zu Pest von dem Pöbel ermordet. Sein ältester Sohn, Franz Emmerich von L., geb. 30. April 1832, diente in der österreichischen Armee, war Erblandstallmeister von Krain, Geheimrat, lebenslängliches Herrenhausmitglied und starb 18. Sept. 1901 in Graz. Gegenwärtiges Haupt der Linie ist dessen jüngster Bruder, Heinrich, geb. 16. Juli 1841, Geheimer Rat und General der Kavallerie i. R.
 
Artikelverweis 
Lämberg, Schloß, s. Meyers Gabel (Stadt).
 
Artikelverweis 
Lambermont (spr. langbärmóng), Auguste, Baron de, belg. Staatsmann, geb. 25. März 1819 in Brabant als Sohn eines Bauern, gest. 6. März 1905 in Brüssel, focht als Jüngling in Spanien gegen die Karlisten, trat 1838 als Subalternbeamter in das belgische Ministerium des Äußern ein, wo er rasch avancierte, ward 1863 wegen seiner Verdienste auf der internationalen Konferenz zur Ablösung des Scheldezolles in den Freiherrenstand erhoben und erhielt 1885, wo er Belgien auf der Berliner Kongokonferenz vertrat, den Ehrentitel eines Staatsministers. 188990 war er Vorsitzender der Brüsseler Antisklavereikonferenz. L. galt lange Zeit als der eigentliche Leiter der auswärtigen Politik Belgiens.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer