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Lalang bis Lallemantĭaöl (Bd. 6, Sp. 64 bis 65)
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Artikelverweis Lalang (malaiisch, abgekürzt aus Alang-Alang), ein hohes schilfähnliches Gras (Imperata arundinacea, s. Imperata), das in Niederländisch-Indien die nicht von Urwald bedeckten und nicht bebauten Savannen (Alangfelder) bedeckt; auch soviel wie Savannen.
 
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Lalanze (spr. lalōs'), Adolphe, franz. Radierer und Zeichner, geb. 8. Okt. 1838 in Rive-de-Gier (Dep. Loire), bildete sich in Paris bei Gaucherel in der Führung der Radiernadel aus und begann seine Tätigkeit mit Originalradierungen und mit Illustrationen zu »Gullivers Reisen«, »Paul und Virginie«, zum »Don Quixote« und zu den Werken Molières, A. de Mussets u. a. Daneben hat er auch Radierungen nach Gemälden andrer Künstler (Meissonier, Makart, Béraud, Latour) ausgeführt. Ein Hauptwerk von ihm ist die Radierung nach Makarts Einzug Karls V. in Antwerpen. Auch hat er etwa 200 Bildnisse von Dichtern und Schriftstellern seiner Zeit und der Vergangenheit nach eignen Zeichnungen radiert.
 
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Lalenbuch (von »Lale«, Narr), altes deutsches Volksbuch, in dem allerlei Stichelschwänke und lächerliche Geschichten, mit denen man einzelne Orte Deutschlands (wie Schöppenstedt, Buxtehude, Krähwinkel, Schilda, Polkwitz, Tripstrill etc.) zu necken pflegte, von einem Autor, der sich unter mancherlei Pseudonymen versteckte, unter reichlicher Benutzung alter Schwanksammlungen geschickt zusammengestellt sind. Das Buch erschien in erster Ausgabe 1597 unter dem Titel: »Wunderseltzame Geschichten und Thaten der Lalen von Laleburg, gedruckt zu Laleburg, zusammengetragen durch M. Aleph Beth Gimel«, sodann in dem folgenden Jahr in etwas veränderter Fassung unter dem Titel »Die Schildbürger« (abgedruckt in Hagens »Narrenbuch« sowie in Simrocks »Volksbüchern« und in Einzelausgaben). Daraus ging später »Der Grillenvertreiber« hervor, der zuerst in zwei Büchern (Frankfurt 1603) erschien und 1605 um ein weiteres Buch vermehrt wurde. Der Verfasser ist wahrscheinlich Hans Friedrich von Schönberg, Hauptmann der Festung Wittenberg. Vgl. E. Jeep, Hans Friedrich von Schönberg, der Verfasser des Schildbürgerbuches und des Grillenvertreibers (Wolfenbüttel 1890).
 
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Lalenkönig, s. Neidkopf.
 
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Lalibala, s. Meyers Afrikanische Altertümer, S. 156.
 
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Lalin, Bezirkshauptort in der span. Provinz Pontavedra, in gebirgiger Gegend, hat als Gemeinde (1897) 16,441 Einw.
 
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Lälĭus, plebejisches röm. Geschlecht. Die namhaftesten Angehörigen desselben waren:
   1) Gajus, ein Freund des ältern Scipio Africanus, an dessen Feldzügen er von Jugend an teilnahm. Er begleitete ihn 211 v. Chr. nach Spanien (bis 206) und führte 203 selbständig Krieg gegen Syphax, den König der Masäsylier und Verbündeten der Karthager, den er besiegte, gefangen nahm und auf des Scipio Geheiß nach Rom brachte. Als Quästor kehrte er von da 202 nach Afrika zurück und trug in der Schlacht bei Zama als Befehlshaber der römischen Reiterei wesentlich zum Siege bei. 197 war er plebejischer Ädil, 196 Prätor und 190 zugleich mit L. Scipio Konsul.
   2) Gajus, Sohn des vorigen, Freund des Scipio Ämilianus, war im dritten Punischen Kriege 147 und 146 v. Chr. Legat des Scipio und leistete demselben bei der Eroberung von Karthago wesentliche Dienste. 145 führte er als Prätor mit Glück den Krieg gegen Viriathus; 140 war er Konsul. Allgemein wurde er

[Bd. 6, Sp. 65]


wegen seiner besonders durch das Studium der griechischen Literatur gewonnenen Bildung gerühmt, und von vielen wurde ihm sogar ein wesentlicher Anteil an den Komödien des ihm befreundeten Terenz zugeschrieben. In seiner politischen Tätigkeit zeichnete er sich namentlich durch ruhige Besonnenheit aus, die ihm den Beinamen Sapiens (»der Weise«) eingetragen hat. Diese Vorzüge haben ihm namentlich die Verehrung Ciceros gewonnen, der ihn in mehreren seiner Dialoge auftreten läßt und ihn in dem seinen Namen tragenden über die Freundschaft zum Hauptredner gemacht hat.
 
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Lalla Rookh (spr. ruk), Titel einer berühmten Dichtung von Thomas Meyers Moore (s. d.).
 
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Lallation, s. Meyers Lambda.
 
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L'Allemand (spr. lall'mang), 1) Fritz, Maler, geb. 24. Mai 1812 in Hanau, gest. 20. Sept. 1866 in Wien, bildete sich in Wien und malte meist Szenen aus Österreichs Kämpfen seit 1848. Seine Bilder, von denen das Treffen bei Znaim 10. Juli 1809 (im Hofmuseum zu Wien), die Erstürmung der Wiener Sternbarrikade 1848 und die Gefechte von Översee und Oberselk 1864 hervorzuheben sind, fanden an dem Kaiser einen besondern Gönner.
   2) Siegmund, Maler, Neffe des vorigen, geb. 8. Aug. 1840 in Wien, empfing dea ersten Unterricht von seinem Oheim und später von Chr. Ruben. Unter seinen ersten Bildern, die Episoden aus dem Kriege von 1859 in Oberitalien behandelten, gefielen besonders die französischen Offiziere auf dem Schlachtfeld von Magenta, gefallenen österreichischen Jägern Ehre bezeigend. Dann beteiligte er sich an den Illustrationen zu den von Quirin v. Leitner herausgegebenen »Gedenkblättern aus der Geschichte des österreichischen Heers«. 1864 malte er eine Episode aus der Schlacht bei Kolin, die der Kaiser von Österreich ankaufte. Darauf folgten: das Gefecht bei Översee, die Erstürmung des Königsbergs, der Siegestag von Custoza, die Schlacht bei Caldiero (für den Erzherzog Albrecht), Einzug der Dampierre-Kürassiere in die Hofburg, und das Pendant: Ankunft des Dragonerregiments Graf Sternberg in Wien. Später malte er vorzugsweise monumentale Reiterbildnisse, sein und scharf charakterisierte Bildnisse von Fürsten und Offizieren, von denen die des Generals Laudon (im Hofmuseum zu Wien), des Kaisers Franz Joseph, des Erzherzogs Rainer (im österreichischen Museum für Kunst und Industrie), des Generals Uchatius und des Generals Graf Neipperg die hervorragendsten sind. Seit 1883 ist L. Professor an der Wiener Kunstakademie.
 
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Lallemantĭaöl, fettes Öl aus den Samen einer bis 0,7 m hohen Labiate, Lallemantia iberia, die in Vorderasien heimisch ist und dort und in Südosteuropa kultiviert wird. Die Samen enthalten 2933 Proz. fettes Öl vom spez. Gew. 0,9636 bei 20°, das bei -34° erstarrt und sehr schnell trocknet. Man benutzt es in Persien, Syrien, Kurdistan als Speiseöl und zur Beleuchtung.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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