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Lakediven bis Lakmōn (Bd. 6, Sp. 62)
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Artikelverweis Lakediven, s. Meyers Lakkadiven.
 
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Laken, leinener, halbleinener oder baumwollener Stoff zu Bettüchern.
 
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Lakenbad, s. Meyers Wasserkur.
 
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Lake-school (engl., spr. lēk-skūl, Seeschule), ursprünglich spöttischer Name für die englischen Romantiker Wordsworth, Coleridge und Southey (die Lakisten), aufgebracht aus politischer Gegnerschaft von der »Edinburgh Review«, weil Wordsworth und Southey an den Seen von Cumberland und Westmoreland wohnten.
 
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Lakhama, Volksstamm in Westafrika, s. Meyers Gurunsi.
 
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Lakhnau (Lucknow), zweite Hauptstadt (abwechselnd mit Allahabad) der britisch-ind. Provinz Nordwestprovinzen und Audh, insbes. des letztern (s. Meyers Audh) sowie der Division L. (31,156 qkm mit [1901] 5,977,086 Einw.), unter 26°52´ nördl. Br., an der Gumti mit vier Brücken; Knotenpunkt für die Bahnen nach Agra, Dehli und Benares, hat eine mittlere Temperatur von 26° und mit der 3 km außerhalb der Stadt einquartierten Garnison (1901) 264,049 Einw. (154,167 Hindu, 101,556 Mohammedaner, 3614 Christen). Die Stadt, die sich 8 km am Fluß hinstreckt, besteht aus der Altstadt, meist Lehmhäuser und Hütten in engen, schmutzigen Gassen, und der Neustadt am Flusse mit vielen prächtigen Gebäuden, darunter zwei schöne Moscheen, dem Mausoleum (Imambara) Azuf ud Daulas, 178084 aus weißem Marmor erbaut, jetzt Arsenal der britischen Truppen, vier andern prächtigen Grabdenkmälern, der Moti Mahall (»Perlenpalast«) mit berühmter Sammlung orientalischer Handschriften und einer großen Anzahl andrer Prachtbauten in häufig sehr unschönem, persisch-indischem Stil. Schöne Gärten liegen in verschiedenen Stadtteilen, am linken Ufer die ehemalige Menagerie mit dem Schauplatz für Tierkämpfe, im Südosten der Palast Constantin (erbaut von dem Franzosen Martine, der vom Gemeinen zum General aufstieg u. hier begraben liegt) u. a. Seit dem großen Aufstand 1857, in dem hier 2000 Engländer getötet wurden, hat man breite Straßen durch die Stadt gezogen, von denen drei zu dem starken Fort führen; die Residenz liegt auf einem malerischen Hügel. Bemerkenswert sind die von Martine gegründete Erziehungsanstalt Martinière, ein College und eine Anzahl Missionsschulen. L. gilt noch immer als Hauptsitz hindostanischer Musik und Dichtkunst, auch stehen die Theater bei den Eingebornen hoch. Die gelehrte Welt vereinigt sich in der Dschalsah-Tahzib-Gesellschaft. Die Industrie verfertigt Gold- und Silberbrokat, Glas- und Tonwaren, seine Gewebe etc.; der Handel vertreibt vornehmlich Weizen, Baumwolle, Zucker, Ölsamen, Tabak. Die Stadt gelangte erst zu Bedeutung, als Saadat Chan, der Gründer des Königreichs Audh, hier 1732 seine Residenz aufschlug, und erreichte ihren höchsten Glanz unter Azuf ud Daula. In dem großen Sepoyaufstand wurde die Stadt im November 1857 von den Engländern nach hartem Kampf geräumt, aber im März 1858 von Campbell und Outram wiedergenommen. Vgl. Lady Inglis, The siege of Lucknow, Tagebuch (Lond. 1892); McLeod Innes, Lucknow and Oude on the mutiny (das. 1895).
 
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Lakhnauti, Ruinenstadt in Indien, s. Meyers Gaur.
 
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Lakisten, s. Meyers Lake-school.
 
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Lakkadiven (Lakscha Dwipa, »die hunderttausend Inseln«), eine Gruppe von 14 Koralleninseln im Arabischen Meer (s. Karte »Ostindien«), zwischen 10 und 14° nördl. Br., 300 km westlich von der Malabarküste der britisch-indischen Präsidentschaft Madras, zu der die L. administrativ gehören, 1927 qkm mit 10,274 Einw. (4971 männliche, 5303 weibliche), sämtlich Mohammedaner bis auf 9 Hindu und 2 Buddhisten. Die Gruppe zerfällt in einen nördlichen Teil, der zum Distrikt Südkanara gehört und vier bewohnte Inseln (Amini, Tschitlak, Kordamum, Kiltan) und eine unbewohnte umfaßt, und in einen südlichen mit ebenfalls vier bewohnten Inseln (Ancutta, Kavaratti, Androth, Kalpeni) und einem unbewohnten Felsen nebst der eigentlich den Malediven zugehörigen Insel Minikoi, dem Distrikt Malabar unterstellt. Die L. sind niedere Koralleninseln mit gefährlichen Riffen, daher selten besucht. Das Klima ist im allgemeinen gesund, doch sind verheerende Zyklone wiederholt aufgetreten; die Pflanzenwelt ist sehr dürftig, doch gedeihen Kokospalmen vortrefflich. Schildkröten, Fische und Ratten sind sehr zahlreich, die letztern zum großen Schaden der Kokospflanzungen. Die Einwohner sind mohammedanische Mopla und sprechen das Malayalam, auf Minikoi aber Maledivisch; sie sind kühne Schiffer und führen jährlich für 15,000 Pfd. Sterl. Kokosfaser, dann Kopra, Schildpatt, Kaurimuscheln u. a. nach Indien aus. Von Vasco da Gama 1499 entdeckt, kamen die L. mit Maisur an die Britisch-Ostindische Kompanie, standen aber bis 1877 unter eignen Häuptlingen. Durch neue Forschungen, namentlich von St. Gardiner, sind die physisch-geographischen Verhältnisse der L. wesentlich aufgeklärt worden. Vgl. Stanley Gardiner, Fauna and geography of the Maldive and Laccadive Archipelagoes (Cambridge 190104, 2 Bde.).
 
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Lakkolith (Batholith, griech.), große brot- oder kuchenförmige, zwischen andre Gesteine eingeschobene Eruptivmassen; s. Meyers Gesteine, S. 744.
 
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Lakmōn, ein zu 2196 m ansteigendes Gebirge in Epirus mit den Quellen des Inachos und Aratthos, heute Peristeri auf der griechisch-türkischen Grenze.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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