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Lais bis Laiton (Bd. 6, Sp. 61 bis 62)
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Artikelverweis Lais (franz., spr. lä), s. Meyers Lai.
 
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Laïs, Ort in Palästina, s. Meyers Dan.
 
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Laïs, Name zweier wegen ihrer Schönheit bewunderten griechischen Hetären, von denen die ältere, aus Korinth, zur Zeit des Peloponnesischen Krieges lebte und die Vornehmsten und Reichsten des Staates, sogar Philosophen, wie Aristippos und den Kyniker Diogenes, bezaubert haben soll. Die jüngere L., Tochter der Timandra, der Genossin des Alkibiades, geb. 422 v. Chr. in Hykkara auf Sizilien, kam in einem Alter von sieben Jahren nach Korinth, der Sage nach als Kriegsgefangene, und soll von dem Maler Apelles zur Hetäre ausgebildet, aber in Thessalien von neidischen und eifersüchtigen Frauen in einem Heiligtum der Aphrodite gesteinigt worden sein. Bei beiden ist das wirklich Historische von dem Anekdotenhaften nicht zu scheiden. Vgl. Jacobs, L., die Ältere und die Jüngere (in den »Vermischten Schriften«, Bd. 4, Leipz. 1830). Als ideale Schönheit stellte sie Wieland im »Aristipp« dar.
 
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Laïschew, Kreisstadt im russ. Gouv. Kasan, an der Kama, mit (1897) 5439 Einw., wichtig als Landungsplatz für die nach Nishnij Nowgorod gehenden Erzeugnisse Sibiriens. L. wurde 1557 angelegt.
 
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Laïsierung, die Versetzung eines Klerikers in den Laienstand; vgl. Laien.
 
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Laisse (spr. lässe), die einreimige Strophe von beliebiger Verszahl im altfranzösischen Volksepos, dann auch für Gedichte andern Inhalts verwendet.
 
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Laisser-passer (franz., auch laissez-passer, spr. lässē-passë), Passierschein, namentlich zu Kriegszeiten.
 
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Laissez aller (franz., spr. lässē allë, oder auch laissez faire, laissez passer, »laß gehen«, nämlich die Welt, wie sie eben geht), eine Formel, für deren Urheber der Physiokrat Gournay gilt, die sich aber schon früher findet. Zuerst soll sie in einer Versammlung von Kaufleuten, die Colbert zwecks Beratung von Mitteln zur Förderung des Handels zusammenberufen hatte, gebraucht worden sein, indem ein Vertreter, Legendre, auf die Frage nach solchen Mitteln die Antwort gegeben haben soll: Laissez nous faire. Die Formel laissez faire kommt zuerst 1751 in einer Abhandlung des Marquis d'Argenson im »Journal économique« vor. Der Sinn dieses Wortes geht dahin, daß bei freier Konkurrenz ohne staatliche Einmischung dem Interesse der Gesamtheit am vollständigsten gedient werde. Ihre Zurückführung auf einen Physiokraten ist insofern berechtigt, als das Physiokratische System (s. d.) in entschiedener Weise die Forderung nach Beseitigung der damaligen Beschränkungen in Handel und Gewerbe und nach Gewährung voller Verkehrsfreiheit aufstellte. Vgl. A. Oncken, Die Maxime Laissez faire et laissez passer, ihr Ursprung etc. (Bern 1886) und Geschichte der Nationalökonomie, Bd. 1 (Leipz. 1902).
 
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Laissez faire, s. Meyers Laissez aller.
 
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Laistner, Ludwig, Schriftsteller, geb. 3. Nov. 1845 in Eßlingen, gest. 22. März 1896 in Stuttgart, studierte in Tübingen Theologie und war über zwei Jahre im Pfarramt tätig, worauf er in München eine Hauslehrerstelle übernahm. Nachdem er später seine Entlassung aus dem Kirchendienst erhalten, behielt er seinen Wohnsitz in München bei, wo er sich seit 1880 ausschließlich literarischer Tätigkeit widmete; 1891 siedelte er nach Stuttgart über. Er schrieb: »Das Recht in der Strafe« (Münch. 1872); »Barbarossas Brautwerber«, episches Gedicht (Stuttg. 1875); »Nebelsagen« (zur deutschen Mythologie, das. 1879); »Golias«, Übersetzung lateinischer Vagantenlieder des Mittelalters (das. 1879); »Novellen aus alter Zeit«

[Bd. 6, Sp. 62]


(Berl. 1882); »Der Archetypus der Nibelungen« (Münch. 1887); »Das Rätsel der Sphinx. Grundzüge einer Mythengeschichte« (Berl. 1889, 2 Bde.); »Germanische Völkernamen« (Stuttg. 1892). Mit Paul Heyse gab er den »Neuen deutschen Novellenschatz« (188488, 24 Bde.) heraus.
 
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Laiton (franz., spr. lätóng), Messing; vgl. Lattun.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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