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Laimen bis Lairesse (Bd. 6, Sp. 60 bis 61)
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Artikelverweis Laimen, soviel wie Lehm.
 
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Lainé (spr. läné), Joseph Henri Joachim, franz. Staatsmann, geb. 11. Nov. 1767 in Bordeaux, gest. 17. Dez. 1835, ward Rechtsanwalt, 1793 Distriktsadministrator von Réole und 1808 Deputierter im Gesetzgebenden Körper, wo er einen damals seltenen Freimut bekundete, ein bedeutendes Rednertalent entwickelte und sich, als er in einem Bericht vom 28. Dez. 1813 von Friede und Freiheit redete, den heftigsten Zorn Napoleons zuzog. Nach der ersten Restauration wurde er durch Ludwig XVIII. zum Präsidenten der Deputiertenkammer berufen. So aufrichtig er der bourbonischen Dynastie ergeben war, ebenso heftig bekämpfte er jetzt die gegen die Verfassung gerichteten Pläne der Ultraroyalisten. Am 15. Sept. 1816 zum Minister des Innern ernannt, setzte

[Bd. 6, Sp. 61]


er die Auflösung der sogen. Chambre introuvable durch. Zugleich legte er der neuen Kammer ein neues Wahlgesetz vor, das am 5. Febr. 1817 angenommen wurde, trat aber im Dezember 1818 mit Richelieu zurück. Seitdem bekämpfte er in der Kammer als feuriger, glänzender Redner die beiden Extreme zugleich. Gegen Ende 1823 erhielt er die Pairswürde und den Titel eines Bikomte.
 
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Laine à carde (spr. lǟn a kard') s. Meyers Schaf.
 
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Laine à peigne (spr. -pänj') s. Meyers Schaf.
 
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Lainez, Jago, Jesuit, s. Meyers Laynez.
 
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Laing (spr. leng), Alexander Gordon, brit. Reisender, geb. 1793 in Edinburg, gest. 26. Sept. 1826, trat in die Armee ein, ging 1811 nach Westindien, 1822 nach Westafrika, wo er mehrmals ins Innere von Senegambien vordrang, unternahm 1825 von Tripolis aus eine Forschungsreise zum Niger und gelangte 18. Aug. 1826 nach Timbuktu, wurde aber bald nach dem Verlassen der Stadt von einem verräterischen Araber ermordet. L. schrieb: »Travels in Timannee, Kooranko and Soolima, countries in Western Africa« (Lond. 1825; deutsch, Jena 1826).
 
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Lainz, Dorf südwestlich von Wien, ein Teil des 13. Wiener Gemeindebezirks. Dabei der von einer Mauer umschlossene ausgedehnte kaiserliche Tiergarten (höchste Erhebung: Hornauskogel, 514 m), mit schöner kaiserlicher Villa. S. den »Übersichtsplan von Wien«.
 
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Laïos, im griech. Mythus König von Theben, Sohn Labdakos, Vater des Ödipus (s. d.).
 
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Laird (schott., spr. lērd), Herr, Gutsherr; s. Meyers Clan.
 
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Laird (spr. lërd), Macgregor, engl. Reisender, geb. 1808 in Greenock, gest. 27. Jan. 1861 in Brighton, widmete sich dem Schiffbau und begleitete Lander auf seiner Nigerfahrt. Nach seiner Rückkehr wirkte er namentlich für Dampfschiffahrt und Dockbauten, aber auch für die Erschließung Afrikas durch Gründung der afrikanischen Dampfschiffskompanie und Aussendung von Handelsexpeditionen den Niger und Binuë hinaus. Er veröffentlichte: »Narrative of an expedition into the interior of Africa by the river Niger« (Lond. 1837, 2 Bde.; 2. Aufl. 1856).
 
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Lairesse (spr. läräß'), Gérard de, niederländ. Maler und Radierer, geb. 1640 in Lüttich, gest. 11. Juni 1711 in Amsterdam, war Schüler seines Vaters Regnier L. und B. Flémalles, ging nach Utrecht, dann nach Amsterdam und arbeitete sich aus dürftigen Verhältnissen zu einem gefeierten Künstler empor. Er strebte nach einem sich an die Antike und an Poussin anlehnenden Schönheitsideal, ohne die niederländischen Formen und Farben aufzugeben. Dadurch erhielten seine Schöpfungen einen manierierten Charakter. Seine Bilder pflegen im Silberton gemalt zu sein; sie sind häufig, und namentlich finden sich in Amsterdam, Schleißheim, Kassel und im Louvre Hauptwerke von ihm. Als Mann von gelehrter Bildung liebte er mythologische und allegorische Motive. Seit 1690 erblindet, sammelte er eine Malergesellschaft um sich, der er seine Ideen diktierte, die dann von seinem Sohn gesammelt, mit einer Menge von Kupferstichen begleitet und nach seinem Tode in zwei Bänden herausgegeben wurden u. d. T.: »Het groot schilderboek« (Amsterd. 1707, 2. Ausg. 1712). Das Werk wurde ins Deutsche (Nürnb. 1728, 3 Bde.; 3. Aufl. 1800), Französische (Par. 1786, 2 Bde.) und Englische übersetzt und übte durch die Einführung in allen öffentlichen Kunstschulen einen großen Einfluß auf die Kunstrichtung des 18. Jahrh. aus.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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