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Lagos bis La Grange-Chancel (Bd. 6, Sp. 52 bis 53)
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Artikelverweis Lagos, befestigte Stadt im portug. Distrikt Faro (Algarve), in schöner Lage am Westufer einer Bai des Atlantischen Ozeans, hat mehrere Kirchen, eine Wasserleitung, eine große, über einen Meeresarm führende Steinbrücke, einen versandeten Hafen, Wein- und Südfrüchtebau, Thunfisch- und Sardinenfang und (1900) 8268 Einw. L. ist das römische Lacobriga.
 
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Lagos (Lagus), der Vater des Ptolemäos I. (daher Ptolemäos Lagi genannt), ersten Königs von Ägypten aus der Dynastie der Lagiden oder Meyers Ptolemäer (s. d.).
 
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Lagos de Moreno, Departementshauptstadt im mexikan. Staat Jalisco, an der mexikanischen Zentralbahn, mit höherer Schule, Baumwoll- und Wollfabriken, Eisenbahnwerkstätte und (1900) 15,999 Einw.
 
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Lagosta (slaw. Lastovo), dalmat. Insel, zur Bezirksh. Curzola gehörig, südlich von der Insel Curzola, 41,5 qkm groß, fällt steil zum Meer ab, ist bis 421 m hoch und im O. und W. von Felsriffen (Skoglien) umgeben. Die Insel enthält eine große Tropfsteinhöhle und trägt an der Bucht Porto Rosso der Südküste

[Bd. 6, Sp. 53]


einen Leuchtturm. Nahe der Nordküste liegt der Hauptort L. mit (1900) 1384 serbokroat. Einwohnern, die Fischerei (Sardellen und Hummern), Öl- und Weinbau betreiben. S. Karte »Bosnien«.
 
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Lagostomidae (Hasenmäuse), eine Familie der Meyers Nagetiere (s. d.).
 
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Lagostŏmus, s. Meyers Viscacha.
 
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La Goulette, Stadt, s. Meyers Goletta.
 
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Lagow, Stadt und Luftkurort im preuß. Regbez. Frankfurt, Kreis Oststernberg, zwischen dem Lagow- und Zetschsee, hat eine evang. Kirche, ein Schloß mit hohem Bergfried (die frühere Oberburg), Oberförsterei und (1900) 617 Einw. Südlich der 179 m hohe Spiegelberg und dabei das Gut L., 13501810 eine Komturei des Herrenmeistertums Sonnenburg. 1599 brannte die Stadt gänzlich nieder.
 
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Lagrange (spr. -grēndsch), Hauptort der Grafschaft Troup des nordamerikan. Staates Georgia, hat Baumwollhandel, 2 höhere Töchterschulen und (1900) 4274 Einw.
 
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Lagrange (spr. -grāngsch'), Joseph Louis, Mathematiker, geb. 25. Jan. 1736 in Turin, gest. 10. April 1813 in Paris, studierte Philosophie, dann Mathematik und wurde, kaum 19 Jahre alt, Professor der Mathematik an der Artillerieschule in Turin. Friedrich d. Gr. berief ihn 1766 als Direktor der Akademie an Eulers Stelle nach Berlin, wo er sich hauptsächlich mit analytischer Mechanik beschäftigte und für seinen »Essai d'une nouvelle méthode pour résoudre le problème des trois corps« 1772 wie schon früher für eine Arbeit über die Theorie des Mondes den Preis der Pariser Akademie gewann. 1787 ging er nach Paris, wurde Akademiker und Mitglied der Belohnungskommission für nützliche Erfindungen und wirkte seit 1792 einige Zeit als Vorsteher der Münze. Nach der Revolution wurde er Professor an der neuerrichteten Normalschule sowie an der Polytechnischen Schule in Paris und erstes Mitglied des Instituts und des Längenbureaus. Von Napoleon I. wurde er zum Mitgliede des Senats ernannt. Seine Leiche wurde im Panthéon beigesetzt. L. knüpft vielfach an Euler an, überragt aber diesen durch die Allgemeinheit seiner Methoden. So hat er der Variationsrechnung die noch heute übliche Form gegeben, indem er durch Einführung einer zweckmäßigen Bezeichnung Eulers spezielle Methoden zu einem in jedem Fall anwendbaren Kalkül umgestaltet. Ähnliches hat er für die Mechanik geleistet in seiner »Mécanique analytique« (Par. 1788; 3. Aufl. 1853 bis 1855, 2 Bde.; deutsch von Servus, Berl. 1887). Sein Versuch, die höhere Analysis streng zu begründen in der »Théorie des fonctions analytiques, contenant les principes du calcul différentiel« (Par. 1797, 3. Aufl. 1847; deutsch von Grüson, Berl. 1798 bis 1799), ist trotz mancher Mängel von großem Einfluß gewesen. Außerdem hat er für die Astronomie (Störungstheorie), Zahlentheorie, Theorie der algebraischen Gleichungen, Reihentheorie etc. Außerordentliches geleistet. Seine gesammelten Werke haben Serret und Darboux im Auftrage des Unterrichtsministeriums herausgegeben (Par. 186792, 14 Bde.).
 
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La Grange-Chancel (spr. lă grangsch'-schangßäll), Joseph de, franz. dramatischer Dichter, geb. 1. Jan. 1677 in Razac-sur-l'Isle bei Périgueux, gest. daselbst 26. Dez. 1758, verdankte seinem frühzeitig entwickelten poetischen Talent (schon mit 14 Jahren dichtete er die Tragödie »Jugurtha«) die Protektion des Hofes und Racines, rechtfertigte jedoch später die großen Erwartungen seiner Gönner nicht. Seine beste Tragödie: »Amasis« (1701), steht sowohl in Charakterzeichnung als besonders im Stil weit hinter Voltaires »Mérope« zurück. Poetischer waren seine »Philippiques«, heftige, gegen den Regenten gerichtete Satiren. Wegen der ersten drei eingekerkert, floh er nach Spanien und Holland, wo er eine vierte und fünfte schrieb. Nach dem Tode des Regenten kehrte er zurück. Seine »Philippiques« erschienen öfter (zuletzt hrsg. von Labessade 1875); eine »Philippique inconnue« wurde 1886 in Reims veröffentlicht, »Poésies inédites« Paris 1878; die »Œuvres complètes« erschienen 1758 in 5 Bänden, »Œuvres choisies« 1811 und 1830.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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