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Lagerhaft bis Lagermetall (Bd. 6, Sp. 49)
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Artikelverweis Lagerhaft, von Gesteinen und Erzen, soviel wie in Form von Lagern auftretend (vgl. Lager, S. 45).
 
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Lagerhalter, s. Meyers Lagergeschäft.
 
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Lagerhaus (Speicher), ein Gebäude zur Aufbewahrung von größern Warenmengen verschiedener Eigentümer, insbes. eine Anstalt, deren Eigentümer (häufig eine Aktiengesellschaft) die Aufbewahrung für Dritte gegen Entgelt übernimmt. Stehen Lagerhäuser in Verbindung mit besondern, die Entladung erleichternden Hafeneinrichtungen, so wird dafür (in England) die Bezeichnung Dock gebraucht. In Deutschland hat der staatlich ermächtigte Eigentümer eines Lagerhauses die Befugnis, indossable Meyers Lagerscheine (s. d.) auf Grund des Handelsgesetzbuches, § 363, auszustellen. In Österreich gelten nach dem Lagerhausgesetz vom 28. April 1889 als öffentliche Lagerhäuser jene Unternehmungen, die auf Grund einer besondern, vom Handelsministerium erteilten Konzession die Aufbewahrung von Waren für fremde Rechnung geschäftsmäßig betreiben und indossable Lagerscheine auszustellen berechtigt sind. Sie können nach Maßgabe der Konzession öffentliche Freilager errichten, die unverzollte ausländische Waren im Zollgebiet so lange aufbewahren, bis sie ihrer Bestimmung, d. h. der Einfuhrverzollung, Weiterversendung oder Wiederausfuhr, zugeführt werden, ferner aus dem Zollgebiet ausgeführte Waren unter Wahrung ihrer Nationalität und steuerpflichtige Waren bis zur Versteuerung, bez. der Anlegung der Verzehrungssteuer in Städten aufzubewahren. In gewissen Fällen können sie die eingelagerten Waren gemäß § 3234 des Lagerhausgesetzes nach Art. 311 des österreichischen Handelsgesetzbuches verkaufen lassen, auch ohne daß der Einlagerer in Verzug ist. Die Ausstellung des Gebührentarifs ist den öffentlichen Lagerhäusern freigegeben, er bedarf jedoch zu seiner Gültigkeit der Publikation. Begünstigungen (Refaktionen, Rabatte etc.) sind nur bei allgemeiner Gültigkeit statthaft. Den Lagerhausunternehmern ist es untersagt, mit Waren, die nach ihrer Gattung zur Aufnahme in die Lagerhäuser geeignet wären, für eigne oder fremde Rechnung Handel zu treiben. S. Meyers Lagerscheine und Meyers Zollniederlagen. Vgl. Goldberg, Das deutsche Lagerhausgeschäft u. Lagerhausrecht (2. Aufl., Leipz. 1902).
 
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Lagerheim, Alfred von, schwed. Staatsmann, geb. 4. Okt. 1843 in Kopenhagen, studierte in Upsala und ward 1862 Attaché in Paris, 1870 Legationssekretär in Petersburg, 1871 Chef der politischen Abteilung im Stockholmer Auswärtigen Amt, 1886 Gesandter in Berlin. Als Nachfolger des Grafen L. Douglas seit Ende 1899 Minister des Auswärtigen, gehörte L. zu den gemäßigt liberalen Mitgliedern des Kabinetts Boström und nahm in den unionellen Streitfragen, so namentlich in der Konsulatsfrage, einen vermittelnden Standpunkt ein. Infolge der Verschärfung des Unionskonflikts trat er 7. Dez. 1904 zurück und ward Anfang 1905 zum Generaldirektor des Kommerzkollegiums ernannt.
 
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Lagerhöhe, s. Laffete, S. 36.
 
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Lagerholz, in der Waldwirtschaft Stämme, die vor Alter umgefallen sind.
 
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Lagerhütten, s. Meyers Hütten.
 
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Lagerkörper, Maschinenteil, s. Meyers Lager, S. 45 f.
 
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Lagerkosten, s. Meyers Lagergeschäft.
 
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Lagerlöf, Selma, schwed. Schriftstellerin, geb. 20. Nov. 1858 auf dem alten, abgelegenen Gut Mårbacka in Wärmland, wo sie ihre Jugend verbrachte, bis sie mit 22 Jahren in Stockholm in ein Lehrerinnenseminar eintrat. 188595 war sie als Lehrerin in Landskrona tätig. 1891 erschien ihr erstes Werk: »Gösta Berlings Saga« (6. Aufl. 1904), die Epopöe ihrer Heimat, zusammengeflochten aus Märchen, Geschichten und Kindheitserinnerungen. Diese phantasiereiche Schöpfung war nach der realistischen Problemliteratur der 1880er Jahre von großer Wirkung: die über alle Wirklichkeit des Lebens hinwegtäuschende Romantik eroberte alle Herzen. Mit gleicher Freude wurde der folgende Novellenband: »Unsichtbare Bande« (1894, 3. Aufl. 1904), entgegengenommen, der wahre Perlen idyllischer Schilderung enthält. 1895 unternahm L. mit Sophie Meyers Elkan (s. d.) eine Reise nach Deutschland, der Schweiz, Italien, Belgien und verbringt seitdem ihre meiste Zeit auf Reisen, die sie bis nach Ägypten und Palästina geführt haben. Ergebnisse dieser Reisen sind unter anderm die Geschichten aus Sizilien: »Wunder des Antichrist« (1897, 3. Aufl. 1904), in Romanform ein Lobgesang auf den Süden, und die große Bauernschilderung »Jerusalem« (1901 und 1902, 2 Bde.; 4. Aufl. 1903), in der L. mit genialem Instinkt das Sektenwesen als das Charakteristische im Bauernleben des Nordens darstellt. Verfällt sie in den vorher genannten Werken, in »Königinnen in Kungahälla« (1899), der »Herrenhofssage« (1899, 3. Aufl. 1903), den »Christuslegenden« (1904) und »Herrn Arnes Schatz« (1905) manchmal in Weitschweifigkeit und romanhafte Ausschmückung, so ist sie hier durchweg großzügig, ruhig, sicher. Alle ihre Bücher sind deutsch erschienen (besonders im Langenschen Verlag in München); die meisten wurden auch in andre Sprachen übersetzt. Vgl. Levertin, Selma L. (deutsch, Berl. 1904).
 
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Lagermetall, Legierungen zur Herstellung von Lagern für Wellen u. dgl. an Maschinen, dann auch ähnliche Legierungen zu andern Zwecken. Lagermetalle müssen große Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen den Druck schwerer Walzen besitzen und möglichst geringen Reibungswiderstand gegen die Drehung der Zapfen darbieten, damit sie sich wenig erwärmen und abnutzen. Wird auf erstere Eigenschaft der größte Wert gelegt, so benutzt man Legierungen, die 7394 Proz. Kupfer, bisweilen neben Zinn und Zink auch

[Bd. 6, Sp. 50]


etwas Blei enthalten. Die Härte der Legierungen wächst mit steigendem Zinngehalt; auch das Zink vermehrt die Härte, gibt aber zu gleicher Zeit größere Festigkeit und vermindert den Reibungswiderstand. 1 Proz. Eisen, dem Zinn beigemischt, macht die Legierung hart und fest und für kleinere Gegenstände besonders geeignet. Da diese Legierungen meist gegossen werden, so dürfen sie nicht zu strengflüssig sein, müssen die Form gut ausfüllen und eine schöne Politur annehmen. Auch Phosphorbronze wird mit Vorteil angewendet; sehr gut bewährt sich ein Zusatz von Mangan zu Rotguß (vgl. Manganlegierungen). Handelt es sich um möglichst geringen Reibungswiderstand, so benutzt man Weißguß (Weißmetall) mit sehr wenig Kupfer. Derartige Legierungen sind billig, leicht zu ergänzen, aber weniger fest, weicher und leichter schmelzbar, so daß sie beim Warmlaufen schnell verderben. Sie nutzen die Achsenschenkel nicht merklich ab und sind bei richtiger Zusammensetzung sehr dauerhaft; den geringsten Reibungswiderstand leistet eine Legierung mit etwa 90 Proz. Zinn, bei größerm Zinngehalt wird das L. zu weich. Starkes Vorwalten von Antimon (bis 30 Proz.) erhöht den Reibungswiderstand bedeutend, während 11 Proz. Kupfer nicht schädlich wirken. Antimon und Zink scheinen sich ohne Nachteil vertreten zu können. Zu dieser Gruppe von L. gehört auch das Antifriktionsmetall. Vgl. Großmann, Die Schmiermittel und Lagermetalle (Wiesb. 1885). Beispiele von der Zusammensetzung verschiedener Lagermetalle gibt die folgende Tabelle.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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