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La garde meurt et ne se rend pas bis Lagengneis (Bd. 6, Sp. 43 bis 44)
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Artikelverweis La garde meurt et ne se rend pas (franz., »die Garde stirbt und ergibt sich nicht«), ein Ruf, der in der Schlacht von Waterloo seitens der Franzosen gefallen sein soll; s. Meyers Cambronne.
 
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Lagarĭa, im Altertum phokäische Kolonie in Lukanien, nördlich von Thurii, durch Wein berühmt.
 
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Lagarīna, Val (Lägertal), s. Meyers Etsch.
 
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Lagd (Wander-, Heidelagd), s. Meyers Bienenzucht.
 
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Lage, in der Fechtkunst soviel wie Auslage; s. Meyers Fechtkunst, S. 371. In der Musik ist L. ein auf die Handhaltung und Fingersetzung bei den Streichinstrumenten bezüglicher Ausdruck: die erste L. (Position) hat dann statt, wenn der erste Finger (Zeigefinger) den nächsten Ton über der leeren Saite greift; bei der zweiten L. (zweiten Position, halben Applikatur, mezza manica) und dritten L. (ganzen Applikatur) rückt derselbe um eine, resp. zwei Stufen nach der Höhe, was eine entsprechende Verrückung der Hand bedingt (s. Meyers Demanchieren), u. s. s. In der Harmonielehre spricht man von erster, zweiter, dritter L. des Dur- und Mollakkords, je nachdem der Grundton (1. Lage), die Terz (2.) oder die Quinte (3.) Baßton ist; als enge und weite L. unterscheidet man ferner die Zusammendrängung der Töne eines Akkords in dieselbe Oktave (enge L.) oder ihre Auseinanderrückung in verschiedenen Oktaven. Auf Kriegsschiffen alle Kanonen, die nach derselben Schiffsseite feuern, daher »dem Feinde die volle L. geben«.
 
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Lage (Laage), Stadt im Fürstentum Lippe, an der Werre, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Herford-Altenbeken, L.-Hameln und L.-Bielefeld, hat 2 evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, Amtsgericht, Zucker-, Zündschnur-, Stuhl- und Möbelfabrikation, Weberei und (1900) 5306 Einw.
 
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Lageabweichung eines Eingeweides, d. h. vorübergehend oder dauernd abnorme Lage eines normalen Organs im Körper, die angeboren sein kann, meist aber erst während des Lebens durch schädliche Einflüsse entsteht. Die angeborne L. tritt zuweilen unter der Form von Mißbildungen auf, soz. B. die sogen. Ektopie des Herzens, wobei letzteres durch eine Spalte in der vordern Brustwand frei nach außen tritt, etc. Zuweilen kommt eine L. auch bei scheinbar normal gebauten und vollkommen gefunden Individuen vor. So sind manchmal die Organe, die normal in der linken Körperhälfte liegen, nach rechts verlegt und umgekehrt (situs inversus). Die Herzspitze liegt dann unter der rechten Brustwarze, die Leber in dem linken, die Milz in dem rechten Hypochondrium. Diese L. vermag im Leben nur der in der Kunst des Beklopfens und Behorchens des Körpers geübte Arzt zu erkennen, während der betreffende Mensch selbst gewöhnlich nichts davon weiß, da sie ohne Einfluß auf sein Befinden ist. Während des Lebens entstehende L. wird oft die Quelle mannigfacher Leiden und Gegenstand ärztlicher Behandlung, wie die Unterleibsbrüche, Darmverschlingung etc. Andre Lageabweichungen bedingen seltener krankhafte Zustände, wie die wandernde Milz oder die Wanderniere und die Wanderleber. Diese Organe sind nicht losgelöst aus ihren organischen Verbindungen, sondern es haben sich nur infolge krankhafter Einflüsse ihre Aufhängebänder oder die im Körper sie sonst an ihrer Stelle festhaltenden bindegewebigen Häute und Stränge mehr oder weniger gelockert, so daß die Organe eine gewisse abnorme Beweglichkeit erlangen, die aber weniger durch die wechselnde Lage als durch die dadurch bedingten Zerrungen an den mit sympathischen Nervenfasern versehenen Mesenterien etc. zu tiefern Störungen Anlaß geben. Über die Ursachen der Lageabweichungen und über die Bedingungen, unter denen sie auftreten, ist man vielfach im unklaren; wenigstens gilt dies von den angebornen Lageabweichungen. Bei den erworbenen Lageabweichungen vermag die ärztliche Kunst Hilfe zu gewähren, in manchen Fällen allerdings nur durch operative Behandlung. Glénard hat als

[Bd. 6, Sp. 44]


eine besondere Krankheit die Enteroptose (»Fall der Eingeweide«) aufgestellt, bei der besonders infolge von Erschlaffung der Bauchdecken (daher besonders häufig bei Frauen, die öfter geboren hatten) ein Herabsinken der Baucheingeweide stattfindet, wodurch Verstopfung und ähnliche Beschwerden entstehen. Über L. der Gebärmutter s. Meyers Gebärmutterkrankheiten.
 
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Lägel (Legel, Lögel), kleines rundes Holzgefäß für Heringe etc., in Berglandschaften mit länglich ovalem Boden zum Fortschaffen auf Saumtieren; als Weinmaß in der Ostschweiz = rund 45 Lit.; in der Steiermark bis 1875 für Stahl etc. = 125 Wiener Pfund oder 70 kg und so auch in Stettin, für inländischen Stahl aber = 46,77 kg gerechnet.
 
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Lagēna (lat.), Anlage der spätern Schnecke im Ohr der niedern Wirbeltiere, s. Meyers Gehör, S. 484.
 
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Lagenarĭa, s. Meyers Kürbis.
 
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Lagengneis, Gestein, s. Meyers Gneis.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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