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Lady travers bis La Farīna (Bd. 6, Sp. 34 bis 35)
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Artikelverweis Lady travers, quergefurchter Trikotstoff mit Untergewebe für Damenmäntel.
 
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Laeffelt (spr. lāf-), belg. Weiler, s. Meyers Lafeld.
 
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Laeiszmast (spr. lāiß-), s. Meyers Mast.
 
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Laeken (fläm. Laken, spr. lāken), Vorort im N. von Brüssel, an der Staatsbahnlinie Brüssel-Ostende etc. und der Nebenbahn Brüssel-Humbeek, mit königlichem Lustschloß (1782 erbaut, seit dem Brand vom 1. Jan. 1890 wiederhergestellt), nebst prachtvollem Gewächshaus, sehenswertem Park und der Gruft der königlichen Familie neben der unvollendeten gotischen Marienkirche; L. hat eine Staats-Knabenmittelschule und (1904) 31,121 Einw. Auf einem benachbarten Hügel steht seit 1880 das kolossale Denkmal Leopolds I., ein gotischer Bau mit Standbild des Königs, von W. Geefs. Vgl. Cosyn, L. ancien et moderne (Brüss. 1905).
 
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Laënnec (spr. la-enneck), Réné Théophile Hyacinthe, Mediziner, geb. 17. Febr. 1781 in Quimper, gest. 13. Aug. 1826 zu Kerlouanec in der Bretagne, studierte in Nantes, befand sich 1799 bei der Westarmee als Wundarzt, studierte dann noch unter Corvisart in Paris und wurde 1806 Arzt am Hospital Beaujon, 1816 am Hospital Necker in Paris. Hier sammelte er seine Beobachtungen mit dem von ihm erfundenen Stethoskop bei Lungen- und Herzkrankheiten, die er 1819 und 1826 in seinem »Traité de l'auscultation médiate« (Par. 1819, 2 Bde.; 4. Aufl. von Andral, 1836, 3 Bde.; deutsch von Meißner, Leipz. 1832, 2 Bde.) bekannt machte. 1823 ward er Professor am Collège de France und im folgenden Jahr Professor der medizinischen Klinik. L. hat neben Auenbrugger, dem Entdecker der Perkussion, den Grund zu der exakten physikalischen Diagnostik der Krankheiten der Brustorgane gelegt und dadurch die Fortschritte der neuern Medizin auf diesem Gebiet angebahnt. 1868 wurde ihm in seinem Geburtsort ein Standbild errichtet. Vgl. Saintignon, L., sa vie et sou œuvre (Par. 1904).
 
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Laer (spr. lār), 1) Dorf im preuß. Regbez. Münster, Kreis Steinfurt, an der Linie Ibbenbüren-Hövelhof der Teutoburger Wald-Eisenbahn, hat eine kath. Kirche, Synagoge, Leinweberei, Strumpfwirkerei und (1900) 2160 Einw. 2) (Lär) Dorf im preuß. Regbez. Arnsberg, Landkreis Bochum, an der Staatsbahnlinie Steele-Witten, hat Steinkohlenbergbau, Bierbrauerei, Spiritusbrennerei und (1900) 6102 Einw.
 
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Laer (spr. lār), Pieter van, Maler, s. Meyers Laar.
 
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Laërtes, im griech. Mythus Gemahl der Antikleia und Vater des Meyers Odysseus (s. d.), dessen Heimkehr er noch erlebte.
 
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Laet (spr. lāt), Johan Jakob de (mit dem Pseudonym Johan Alfried), fläm. Schriftsteller, geb. 13. Dez. 1815 in Antwerpen, gest. daselbst 22. April 1891, studierte in Löwen Medizin und machte 1839 sein Doktorexamen, gab aber die Praxis bald wieder auf, um in Brüssel ein flämisches Blatt: »Vlaemsch België«, zu gründen, in dem er für die Sprache und Rechte der Flamen eintrat. Als es 1845 einging, gründete er mit Vleeschhouwer in Antwerpen den »Roskam«, ein satirisches, gegen die Franzosenfreunde gerichtetes Blatt, übernahm 1849 die Redaktion des »Journal d'Anvers« und 1851 die der »Emancipation« in Brüssel, ward aber plötzlich des journalistischen und politischen Treibens überdrüssig und trat an die Spitze einer großen Bäckerei in Brüssel, später in Antwerpen, die er seitdem leitete. Auch als Mitglied der belgischen Abgeordnetenkammer ist L. seit 1863 als einer der eifrigsten Verfechter der flämischen Sache aufgetreten. Von seinen frühern belletristischen Schriften sind namentlich der auch wiederholt ins Deutsche übersetzte Roman »Het huis van Wesenbeke« (Antwerp. 1842), die Dorfgeschichte »Het lot« (das. 1846; deutsch: »Der Spieler«, Hannover 1847) und seine »Gedichten« (Antwerp. 1848, 2. Aufl. 1883) zu nennen. Im Auftrag der königlichen Akademie der bildenden Künste verfaßte er einen kritischen »Catalogue du Musée d'Anvers« (1849). Sein Leben beschrieb Aug. Snieders (Gent 1892).
 
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La Fare (spr. fār'), Charles Auguste, Marquis de, franz. Dichter, geb. 1644 im Schloß Valgorge im Vivarais, gest. 1712 in Paris, zeichnete sich in den Feldzügen von 1667 und 1674 aus, wurde Turennes Freund, mußte aber infolge seiner zahlreichen

[Bd. 6, Sp. 35]


Liebesabenteuer den Dienst aufgeben und führte seitdem ein nur dem Genuß geweihtes Leben, dessen Freuden er mit glänzendem Esprit und in eleganten Versen besang. Seine Werke werden meist, mit denen Meyers Chaulieus (s. d.) zusammen gedruckt.
 
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La Farīna, Giuseppe, ital. Historiker, geb. 20. Juli 1815 in Messina, gest. 5. Sept. 1863 in Turin, studierte die Rechte und wurde Advokat, widmete sich aber bald der italienischen Geschichte und Literatur. Politisch verdächtig geworden, mußte er 1837 fliehen, kehrte aber schon 1838 zurück und veröffentlichte: »Rimembranze della Toscana e di Roma.« Vier von ihm gegründete Zeitschriften wurden nacheinander unterdrückt; die Teilnahme an einer Verschwörung in Palermo trug ihm Verhaftung und, nachdem er freigelassen war, so strenge Polizeiaufsicht ein, daß er 1841 nach Toskana auswanderte, wo er an seinem historischen Hauptwerk, der »Storia d'Italia narrata al popolo italiano« (1846 ff., 10 Bde.), arbeitete. Als die sizilische Revolution von 1848 ausbrach, kehrte er in die Heimat zurück, wurde ins Parlament gewählt, mit wichtigen diplomatischen Missionen von der revolutionären Regierung beauftragt und verwaltete einige Zeit das Unterrichts- und Kriegsministerium. Nach der Unterdrückung des Aufstandes floh er über Marseille nach Turin, wo er die Società Nazionale gründete, die für die Einigung Italiens unter der savoyischen Dynastie wirkte. Am Kriege von 1859 nahm er als Führer einer Freiwilligenschar teil und vermittelte bei den Vorbereitungen des Unternehmens gegen Sizilien 1860 zwischen Cavour und Garibaldi. 1860 wurde er in das Turiner Parlament gewählt und bald darauf zum Staatsrat ernannt. Er schrieb noch »Studi del secolo decimo terzo« (1837); »Italia nei suoi monumenti, nelle sue rimembranze, ne' suoi costumi« (1841); »La Svizzera« (1841, 2 Bde.); »Storia d'Italia dal 1815 al 1850« (1860); »Storia documentata della rivoluzione siciliana del 18481849« (1853, 2 Bde.); »Sulle presenti condizioni d'Italia« (1860) u. a. Seine »Scritti politici« (Mail. 1870, 2 Bde.) und sein »Epistolario« (das. 1869, 2 Bde.) wurden von Franchi herausgegeben.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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