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Ladó bis Ladungsflasche (Bd. 6, Sp. 32 bis 33)
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Artikelverweis Ladó, früher Hauptort des ägypt. Äquatoria, am Weißen Nil (5° nördl. Br.), von Gordon statt Gondokoro erbaut, von Emin 1885 mit Wadelai vertauscht; jetzt in dem von England erpachteten Gebiet des Kongostaates gelegen.
 
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Ladŏgasee, der größte Landsee Europas, liegt zwischen den russ. Gouvernements St. Petersburg, Olonez und Finnland, ist 208 km lang, 126 km breit und hat einen Flächenraum von 18,129 qkm (329,25 QM.). Er ist sehr fischreich, hat viele Busen, Vorgebirge, Sandbänke, Klippen und im nordwestlichen Teil zahlreiche Inseln, unter denen die wichtigsten Walaam (mit einem berühmten Kloster) und Konewez sind. Die Tiefe ist verschieden, im südlichen Teil 80 bis 100 m, während im nördlichen Teil Stellen von 223 m Tiefe vorkommen. Im Oktober fängt der L. an zuzufrieren und taut erst gegen Mitte Mai wieder auf, wobei er die Ufer in weitem Umkreis überschwemmt. Der L. nimmt über 70 Flüsse auf; die bedeutendsten davon sind im W. der Wuoxen, der Ausfluß des Saimasees, im O. die Tuloma, der Swir, der Abfluß des Onegasees, und die Pascha, im S. der Sjas, die Lawa und der Wolchow, der aus dem Ilmensee kommt. Sein einziger Abfluß ist die Newa. Um die gefährliche Schiffahrt auf dem L. zu umgehen, wurde schon unter Peter d. Gr. 171932 am südlichen Ufer zwischen den Städten Schlüsselburg an der Newa und Nowaja Ladoga am Wolchow der Ladogakanal (jetzt Kanal Peters d. Gr. genannt) erbaut, dem sich dann zwischen Wolchow und Sjas der Kanal Katharinas II. und zwischen Sjas und Swir der Kanal Alexanders I. anschlossen. Dieses

[Bd. 6, Sp. 33]


ältere Kanalsystem hat eine Länge von etwa 168 km. In den 60er Jahren des 19. Jahrh. wurde zwischen dem alten und dem Ladogauser ein zweites Kanalsystem angelegt, das entsprechend den obigen aus den Kanälen Alexanders II., Alexanders III. und der Kaiserin Maria Fedorowna besteht und 162 km Länge hat. Zwischen den Orten Konewez, Walaam, Pitkaranta und St. Petersburg besteht regelmäßige Dampferverbindung.
 
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Ladōn, 1) linker südlicher Zufluß des Peneios in der Landschaft Elis. 2) Rechter nördlicher Zufluß des Alpheios in Arkadien, heute Ruphias.
 
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Ladon, im griech. Mythus der hundertköpfige, schlaflose Drache, der die Äpfel der Hesperiden bewachte, Sohn des Phorkys und der Keto oder des Typhon und der Echidna, ward von Meyers Herakles (s. d.) getötet.
 
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Ladritscher Brücke, Brücke über den Eisack in Tirol bei Franzensfeste, denkwürdig durch den Sieg der Tiroler unter Haspinger über die Franzosen und Bayern unter Lefebvre (4. Aug. 1809).
 
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Ladronen, Inselgruppe, s. Marianen.
 
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Ladung, die zu einem Schuß erforderliche Pulvermenge; die bei Hohlgeschossen zum Sprengen nötige Pulvermenge heißt Sprengladung. In der Schiffahrt nennt man L. die Güterfracht eines Schiffes; ein Schiff hat volle L., wenn es bis zu seinem größtzulässigen Tiefgang belastet ist (vgl. Tiefladelinie); ein Schiff »liegt in L.«, solange es noch L. annimmt; die L. »löschen« heißt das Schiff entfrachten. Beim Einbringen der L. muß sie durch Holzplanken und Reisigbündel (Garnierung) vor einsickerndem Seewasser geschützt und so untergebracht (verstaut) werden, daß die einzelnen Stücke ihre Lage nicht ändern können. In Seehäfen besorgt das Laden uno Löschen das Gewerbe der Stauer und Schauerleute (vgl. Stauer).
 
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Ladung (Vorladung, Zitation, Ajournement), die an eine Person gerichtete Aufforderung zum Erscheinen vor einer Behörde. Eine L. kann schriftlich oder mündlich, unter Androhung von Strafen oder sonstigen Rechtsnachteilen oder ohne solche Androhung erfolgen. Wenn der Geladene alsbald zwangsweise der Behörde vorgeführt wurde, sprach man früher von einer Realzitation. Die gerichtlichen Ladungen wurden manchmal in monitorische und arktatorische eingeteilt, je nachdem in der L. eine Handlung freigestellt oder aufgegeben wurde. Die arktatorischen Ladungen zerfielen in peremtorische und indikatorische, je nachdem der Ungehorsame in der L. mit einem Rechtsnachteil bedroht wurde oder nicht. In bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten (s. d., Bd. 3) wird unterschieden zwischen der gerichtlichen L. und der L. durch eine Partei. Nach der deutschen Zivilprozeßordnung (§ 214) erfolgt die L. zu einem Termin grundsätzlich durch die Partei, die über die Hauptsache oder über einen Zwischenstreit mündlich verhandeln will. Ist mit der L. zugleich eine Klageschrift oder ein andrer Schriftsatz zuzustellen, so ist die L. in den Schriftsatz aufzunehmen. Im Anwaltsprozeß vor dem Landgericht muß die L., sofern sie nicht einem Rechtsanwalt zugestellt wird, die Aufforderung an die Partei zur Bestellung eines solchen enthalten. Die L. geschieht durch Zustellung der Ladungsschrift. Den Termin, in dem verhandelt werden soll, bestimmt das Gericht; deshalb ist die Ladungsschrift zuvor dem Gerichtsschreiber zu übergeben, der binnen 24 Stunden die Terminsbestimmung zu erwirken hat. Eine gerichtliche L. ergeht nur bei einem Meyers Aufgebotsverfahren (s. d.), im Konkurs, bei der L. von Zeugen und Sachverständigen sowie in den Fällen, in denen ein Termin durch nicht verkündete Entscheidung von Amts wegen angesetzt oder verlegt worden ist. Die L. ergeht durchweg schriftlich; sie ist eine private oder eine öffentliche. Die letztere, die sogenannte Ediktalladung, erfolgt durch Aushang an der Gerichtstafel und durch Einrückung in öffentliche Blätter. Im Strafverfahren erfolgen die Ladungen regelmäßig durch Vermittelung der Staatsanwaltschaft; doch können Amtsrichter und Untersuchungsrichter unmittelbar Vorladungen ergehen lassen. Die L. erfolgt nach der deutschen Strafprozeßordnung immer unter Hinweis auf die gesetzlichen Folgen des Ausbleibens und, was die L. des auf freiem Fuße befindlichen Angeklagten anbetrifft, schriftlich mit der Verwarnung, daß im Falle seines unentschuldigten Ausbleibens seine Verhaftung oder Vorführung erfolgen werde. Ist der Angeklagte verhaftet, so wird seine Vorladung durch Bekanntgabe des Termins zur Hauptverhandlung bewirkt. Handelt es sich um einen Fall, in dem auch in Abwesenheit des Angeklagten verhandelt werden kann (§ 321 s. der Strafprozeßordnung), so darf jene Androhung an den nicht verhafteten Angeklagten unterbleiben. Der Angeklagte muß aber in der L. ausdrücklich auf die Zulässigkeit des Verfahrens in seiner Abwesenheit aufmerksam gemacht werden. Ist der Aufenthalt eines Beschuldigten unbekannt, oder hält er sich im Ausland auf, und ist seine Gestellung vor das zuständige Gericht nicht ausführbar oder nicht angemessen, so kann auch gegen den Abwesenden eine Hauptverhandlung stattfinden (§ 318 ff.), wenn die Tat, um die es sich handelt, nur mit Geldstrafe oder Einziehung bedroht ist. In solchen Fällen ist aber eine öffentliche L. erforderlich, die an die Gerichtstafel anzuheften und in das für amtliche Bekanntmachungen des betreffenden Bezirks bestimmte Blatt, ferner nach Ermessen des Gerichts auch in ein andres Blatt dreimal einzurücken ist. Zwischen dem Tage der letzten Bekanntmachung und dem Tage der Hauptverhandlung muß eine Frist von mindestens einem Monat liegen. Endlich ist eine öffentliche L. auch Abwesenden gegenüber, die sich der Wehrpflicht entzogen haben, zulässig (Strafprozeßordnung, § 470 ff.). Zeugen und Sachverständige kann der Angeklagte zur Hauptverhandlung auch unmittelbar selbst laden lassen. In Privatklagesachen steht dies Recht dem Ankläger wie dem Angeklagten zu.
 
Artikelverweis 
Ladungsdeck, s. Meyers Deck.
 
Artikelverweis 
Ladungsempfangschein, soviel wie Meyers Ladeschein (s. d.).
 
Artikelverweis 
Ladungsflasche, soviel wie Leidener Flasche.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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