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Ladezeit bis Ladmirault (Bd. 6, Sp. 31 bis 32)
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Artikelverweis Ladezeit, die im Seefrachtgeschäft (s. Meyers Befrachtungsvertrag) dem Befrachter eingeräumte Frist, binnen der die Befrachtung zu erfolgen hat (vgl. Liegetage, Frachtgeschäft; s. auch Binnenschiffahrtsgesetz, § 27 ff.).
 
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Ladezungen (Piers), s. Meyers Hafen, S. 603.
 
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Lädieren (lat.), beschädigen, verletzen.
 
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Ladies' life preserver (engl., spr. lēdis lais prisörwer), eine in England als Meyers Flammenschutzmittel (s. d.) benutzte Lösung von wolframsaurem Natron.
 
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Ladikîe (Latakia, das phönik. Ramitha, das seleukidische Laodicea ad mare), Hauptstadt eines Liwa im asiatisch-türkischen Wilajet Beirût, am Mittelmeer, mit schlechtem Hafen, Ruinen aus der Römerzeit, mehreren europäischen Konsulaten und 20,000 Einw., davon 3000 Christen. Die Ausfuhr besteht in Getreide, Eiern, Wolle und starkem Tabak (Latakia); auch Seidenraupenzucht und Schwammfischerei werden betrieben.
 
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Ladīnisch, das Romanische im Engadin, auch das Rätoromanische überhaupt; s. Meyers Romanische Sprachen.
 
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Ladīno, die von den Juden auf der Pyrenäischen Halbinsel gebildete, sodann nach Südfrankreich, Hamburg, London, Amsterdam, namentlich aber nach Nordafrika u. Konstantinopel verpflanzte Mischsprache.
 
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Ladīnos, in Mexiko und den mittelamerikanischen Staaten Mischlinge von Weißen und Indianerinnen.
 
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Ladis, Dorf in Tirol, Bezirksh. Landeck, 1190 m ü. M., im Oberinntal gelegen, mit einer Schwefelquelle und (1900) 274 Einw. Darüber das Bad Obladis, 1386 m ü. M., am Fuße des Schönjöchl (2493 m), mit einem schon im 13. Jahrh. bekannten Sauerbrunnen, Kurhaus und schöner Aussicht auf die Ferner des Kaunser Tales (Ötztaler Alpen). Vgl. White, Obladis (Innsbr. 1882).

[Bd. 6, Sp. 32]



 
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Ladislāus (ungar. Laszlo), 1) L. L. I., der Heilige, König von Ungarn, Sohn Bélas I., erhielt nebst seinen Brüdern Geisa (Géza) und Lambert von König Salomon einen Teil Ungarns als Herzogtum, kämpfte glücklich gegen die Kumanen am Hügel Cserhalom, schlug und stürzte 1074 mit Geisa Salomon und wurde nach Geisas Tod (1077) als König von Ungarn anerkannt. Nachdem er die Aufforderung Gregors VII., ihn als Lehnsherrn anzuerkennen, zurückgewiesen hatte, schlug er einen Versuch Salomons, die Krone wiederzugewinnen, zurück und hielt ihn eine Zeitlang gefangen. 1091 unterwarf er die Kroaten und setzte seinen Neffen Almos über sie, gründete in Agram ein Bistum und ordnete in Ungarn die kirchlichen Verhältnisse; die Überreste des Heidentums rottete er sorgsam aus, bekehrte die angesiedelten Kumanen und erließ strenge Gesetze. Er starb 29. Juli 1095 und wurde in Großwardein begraben, wo ihm später eine Reiterstatue errichtet wurde. Er war einer der gefeiertsten und populärsten Könige aus dem Arpadengeschlecht. Wegen seiner Verdienste um das Christentum wurde er 1192 unter die Heiligen erhoben.
   2) L. II., Sohn Bélas II., des Blinden, und der Helene (Ilona) von Serbien, wurde gegen seines Bruders Géza II. Sohn und Nachfolger Stephan III. 1162 von dem oströmischen Kaiser Manuel als Gegenkönig ausgerufen, starb aber schon im Januar 1163, vielleicht an Gift.
   3) L. III., geb. 1199 als Sohn König Emerichs (11961204) und der Konstanze von Aragonien, wurde von seinem Oheim und Vormund Andreas II. verdrängt und starb als Flüchtling am Hofe Leopolds VI. in Wien 7. Mai 1205.
   4) L. IV., Cumanicus (der Kumanier), Sohn des ungar. Königs Stephan V., geb. um 1262, regierte von 127290. Zunächst stand er unter der Vormundschaft seiner Mutter, der kumanischem Blut entsprossenen Königin Elisabeth, und ihrer Günstlinge. Einer von diesen, Joachim Pektári, schloß mit Rudolf von Habsburg Waffenbrüderschaft, und 1278 nahmen dann die Ungarn siegreichen Anteil an der Niederwerfung Ottokars von Böhmen bei Dürnkrut. Späterhin geriet L. immer mehr in Abhängigkeit der von ihm begünstigten Kumanen, mit denen er seine Tage verbrachte. Im Lande griff infolgedessen völlige Anarchie um sich. Schließlich wurde L. 1290 auf Anstiften seiner verlassenen Geliebten von drei Kumanen in seinem Zelte bei Körösszeg ermordet.
   5) L. V., auch Posthumus (der »Nachgeborne«). König von Ungarn und Böhmen, der nachgeborne Sohn des Kaisers und Königs Albrecht II. und der Elisabeth, der Tochter Kaiser Siegmunds, geb. 27. Febr. 1440. Das Erbe seines Vaters suchte ihm sein Oheim und Vormund, Friedrich III., an dessen Hof zu Wiener-Neustadt L. aufwuchs, vorzuenthalten. Erst als Johannes Hunyadi im Bunde mit den österreichischen und böhmischen Ständen L. 1452 befreite, konnte L. sein Erbe antreten. Doch geriet er bald in Abhängigkeit seines Oheims, Ulrichs von Cilli, und kümmerte sich wenig um seine Pflichten. An dem glorreichen Entsatz von Belgrad (1456) durch Joh. Hunyadi hatte er keinen Anteil. Als er aber dann, um die Ermordung Ulrichs zu rächen, Ladislaus Hunyadi in Ofen enthaupten ließ, mußte er aus Ungarn eilends nach Prag flüchten, wohin ihm auch Matth. Hunyadi als Gefangener folgen mußte. Im Begriff, sich mit einer französischen Prinzessin zu vermählen, starb er plötzlich (man glaubte durch Vergiftung) 23. Nov. 1457.
   6) L., König von Neapel, Sohn Karls des Kleinen von Durazzo, geb. 1375, gest. 6. Aug. 1414, folgte seinem in Ungarn 1386 ermordeten Vater in Neapel unter Vormundschaft seiner Mutter Margarete und gewann mit Unterstützung des Papstes Bonifatius IX., der ihn 1390 krönen ließ, die Oberhand über die Partei des Gegenkönigs Ludwigs II. aus dem jüngern Hause Anjou. Er machte 1403 einen erfolglosen Versuch, die ungarische Krone zu gewinnen, bemächtigte sich, die aus dem großen Schisma hervorgegangenen Wirren benutzend, der Herrschaft über einen Teil des Kirchenstaates, schloß zwar nach seiner Niederlage bei Rocca Secca Frieden mit Papst Johann XXIII. 25. Juni 1412, erneuerte aber 1413 den Krieg und nahm im Juni Rom ein.
   7) und 8) L. I. Jagello, 144044, und L. II. von Böhmen und Ungarn, 14901516, s. Meyers Wladislaw.
 
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Ladmirault (spr. lamirō), Louis René Paul de, franz General, geb. 17. Febr. 1808 in Montmorillon bei Vienne, gest. 3. Febr. 1898 in Paris, ging 1831 als Leutnant nach Algerien, wo er 22 Jahre diente und sich durch militärische Tüchtigkeit und Tapferkeit zum Divisionsgeneral aufschwang. 1859 befehligte er in Italien eine Division des 1. Korps und wurde beim Sturm auf Solferino schwer verwundet. 1870 erhielt er das Kommando des 4. Korps, mit dem er an den Schlachten vor Metz teilnahm; namentlich 18. Aug. verteidigte er die Stellung von Amanvillers mit Tapferkeit und Erfolg gegen die Angriffe des preußischen 9. Korps. Aus der deutschen Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, nahm er an dem Kampf gegen die Kommune teil und war darauf bis 1878 Gouverneur von Paris und Mitglied des obersten Kriegsrats. 187691 gehörte er dem Senat an, dessen Vizepräsident er wiederholt war. Er schrieb: »Bases d'un projet pour le recrutement de l'armée de terre« (Par. 1871).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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