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Ladestellen bis Ladīnisch (Bd. 6, Sp. 28 bis 31)
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Artikelverweis Ladestellen, im Eisenbahnwesen Haltestellen ohne Personenverkehr.
 
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Ladestock, konischer oder zylindrischer Stab zum Hinabstoßen der Ladung in den Lauf der Vorderlader; für Kriegswaffen aus Stahl, für andre meist aus Holz; ersterer wurde 1730 vom »alten Dessauer« in der preußischen Armee eingeführt. Hinterlader haben einen Entladestock.
 
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Ladesysteme, jetzt Munitionsarbeitsräume genannt, Gruppen artilleristischer Hohlräume in Festungswerken zur Herstellung des täglichen Munitionsbedarfs für eine Anzahl Geschütze. Sie bestehen aus Geschoßladestelle, Verbrauchsgeschoß- und Verbrauchspulvermagazin und stehen durch Hebevorrichtungen mit der Munitionsfördertraverse (s. Meyers Traverse) auf dem Wall in Verbindung.
 
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Lade- und Entladevorrichtungen, insbes. für Massengüter (Kohle, Erz, Sand, Feldfrüchte etc.), dienen zur Überführung des zu transportierenden Gutes vom Lager in das Transportmittel (Eisenbahnwagen, Schiffe), bez. aus dem Transportmittel zum Lager, bei gemischten Transporten auch von einem Transportmittel zum andern. Erfolgt die Verladung nicht durch Greiser (s. Meyers Elevator und Meyers Bagger) oder pneumatisch (s. Meyers Elevator), so bedient man sich der Schwerkraft mittels Verladetasche und Kohlenkipper

[Bd. 6, Sp. 29]


(s. Tafel Meyers »Aufbereitungsmaschinen II«, S. III) oder mittels Selbstentladewagen, die je nach der Entlademöglichkeit Seitenentleerer oder Bodenentleerer sind. Die einfachsten Seitenentleerer sind Muldenkippwagen, Kastenkippwagen und Wagen mit durch Hebezeuge abkippbaren Kasten, wie namentlich in Frankreich und Spanien im Gebrauch. Figur 1 zeigt eine neuere Konstruktion eines selbsttätigen Seitenentleerers (Patent Arthur Koppel). Der Boden besteht aus einer oder mehreren eisernen Klappen dd, die an den festen Kastenwänden in scharnierartig ausgebildeten Daumenverschlüssen hängen. Eine weitere Unterstützung ist in der Mittellinie der Klappen durch um eine durchgehende Welle c drehbare Stützhebelpaare vorgesehen. Auf der Welle c sitzt ein Schneckenrad s, das durch die mittels Handrad betätigte Schnecke s' betrieben wird. Nach Entriegelung einer Daumenwelle wird mittels einiger Umdrehungen des Handrades h das Stützhebelpaar so weit eingeknickt, daß die Bodenklappe, indem die andre Daumenwelle als Scharnier wirkt, sich in der Richtung der schragen Seitenwand und des Schüttbleches einstellt. Die Entladung kann also ohne weiteres nach der einen oder andern Seite des Wagens erfolgen. Das Schließen des Wagens geschieht durch ein entgegengesetztes Andrehen des Handrades h, bis die Stützhebel in die gestreckte Lage zurückkehren, worauf der Boden mittels der entriegelten Daumenwelle wieder verriegelt wird. Figur 2 zeigt einen dreiachsigen Wagen vorbeschriebener Konstruktion von 30 Ton. Tragkraft bei 37 cbm Inhalt und 12 T. Eigenlast zum Verkehr auf Vollbahnen. Der Wagen besitzt zwei gleichzeitig nach der einen oder andern Seite sich öffnende Bodenklappen und völlig normales Gestell und Laufzeug. Während Seitenentleerer in Gruben seitlich zum Gleis entleeren, bedingen Bodenentleerer Sturzgerüste, die für brüchiges Material (Kohle) mit Rutschtrichtern zu versehen sind. Gegenüber den aus Amerika stammenden Trichterwagen (Hopperwagen) mit Bodenklappe verdienen die englischen Wagen von Sheffield u. Twinberrow mit entlastetem Bewegungsmechanismus der horizontalen Schiebetüren im Boden den Vorzug (Fig. 3). Die Bodenklappen ll' laufen bei einem Trichter seitlich quer und bei mehreren Trichtern längs auf nahezu reibungslos gebüchsten Rollen rr'. Diese Rollen laufen auf den horizontalen Schenkeln der Winkelschienen ww', die endlose Gallsche Kette k wird mittels Lagerreibungsböcken der Rollen rr' seitens der einen Schiebeplatte oben und seitens der andern unten

[Bd. 6, Sp. 30]


gefaßt. Bei Rotation der Kette um die Kettenräder vv' gegen den Drehungssinn des Uhrzeigers werden die Schiebeplatten auseinander geschoben, so daß die Entladung erfolgt. Bei entgegengesetzter Drehung der Kette erfolgt der Verschluß. Das Kettenrad v sitzt auf einer Welle mit einem Schneckenrad, auf das die durch das Spill p gedrehte Schnecke s wirkt. Figur 4 (S. 29) zeigt einen vierachsigen Doppeltrichterwagen von 40 Ton. Tragkraft bei 50 cbm Inhalt und nicht ganz 16 T. Eigenlast.
   Ist das zu verladende Massengut von einem großen Lager zu sammeln oder das zu entladende Gut über ein großes Lager zu verteilen, so werden parallel zum Transportmittel (Wagen, Schiffe) bewegliche Hochbahnen verwendet, auf denen kleine Spezialfahrzeuge verkehren, die automatisch oder von einer Zentralstelle bewegt und beladen, bez. entladen werden. Der Amerikaner Hunt läßt den Lagerplatz mittels großer Portalkrane (Hochbahnkrane) überfahren, auf deren schwach geneigter Hochbahn der aus einem mittels Elevator bedienten Füllrumpf oder auf sonstige Weise beladene Wagen selbsttätig und zwar mit steigender großer Geschwindigkeit hinabrollt. Vor der Entladestelle faßt der Wagen ein Querjoch, schiebt es vor sich her und hebt hierdurch bis nahezu zur Auszehrung seiner lebendigen Kraft ein Gegengewicht, daß mit dem Querjoch durch Seil verbunden ist. An der erwünschten Entladestelle stößt der kleine, als Selbstentlader konstruierte Wagen an einen verschiebbaren Frosch, öffnet sich und entleert sich selbsttätig, so daß der leere Wagen durch die Wirkung des Gegengewichts zur Beladestelle zurückgeschoben wird.
   Für Leistungen bis etwa 50 Ton. stündlich wird der sehr einfache Hochbahnkran von Temperley, London, mit Vorteil verwendet. Nach Fig. 5 läuft die Katze auf dem Unterflansch eines zwecks selbsttätigen Rücklaufs etwa 1:6 geneigten -Trägers. Für Heben und Fahren wird nur ein durch eine beliebige Winde betätigtes Seil benutzt, das die Last in loser Rolle trägt. Solange die Last hochgehoben wird, ist die Katze an der Laufbahn festgeriegelt. Die Hakenrolle tritt beim Heben in das glockenförmige, zur Führung dienende Gehäuse ein und stößt mit vorspringendem Zapfen gegen den Sperrhaken k, so daß dieser in die Höhe geht, die Verriegelung b löst und sich gleichzeitig so weit dreht, daß er die Hakenrolle abfängt, die sich nach Entriegelung der Katze sofort senken würde. Sobald die Last in der Katze hängt, hat das Seil nur den Fahrwiderstand zu überwinden, der in Rücksicht auf die Steigung von 1:6 etwa die Hälfte des Lastzuges beträgt. Um die Last an beliebiger Stelle zu senken, hat man die Katze über eine entsprechende Kerbung a der Lamelle am Unterflansch des Trägers etwas hinauszufahren und dann das Seil nachzulassen, so daß sich die Katze beim Rücklauf selbsttätig einriegelt und die Lastrolle freigibt. Die wieder aufgezogene und in die Katze eingehängte Rolle läuft mit ersterer unter der Windenbremse zur Beladestelle zurück, über die Arretierkerbe ein wenig hinaus, verriegelt sich bei nochmaligem Nachlassen und senkt sich unter der Bremse. Als Transportgefäße dienen Kübel, die so balanciert sind, daß sie

[Bd. 6, Sp. 31]


im gefüllten Zustande Neigung zum Kippen haben. Ihre Verriegelung wird ausgelöst, sobald nach vollendeter Senkbewegung die Last wieder angehoben wird, und zwar dadurch, daß die umgekehrte Drehung der losen Rolle einen Sperrhaken h zum Eingreifen bringt. Figur 6 zeigt einen fahrbaren Schiffsentlader, dessen wasserseitiger Ausleger ausgezogen werden kann. Bei großer Ausladung (1215 m) wird der fahrbare Träger seitlich durch Spannseile und in der Vertikalebene durch Profileisen versteift.
   Figur 7 stellt eine Gesamtanlage zur Erzentladung aus Seeschiffen auf einen Stapelplatz und in Seitenentleerer oder Flußschiffe zwecks Abtransport zu den Hüttenwerken sowie die Kohlenverladung in Fluß- und Kanalschiffe aus Bodenentleerern unter Zuhilfenahme von Taschen in der Kaimauer dar. Der verschiebbare Hochbahnkran besorgt je nach Natur des Erzes mittels Kübeln oder Selbstgreifern sämtliche Erzbewegungen, während die Kohlenverladung des Hochbahnkrans nicht bedarf. Der Hochbahnkran bestreicht auch das Fluß- oder Kanalschiff, weil Erze auch mittels dieser Schiffe landeinwärts befördert werden sollen. Die Leistungsfähigkeit des Hochbahnkrans ist 100 Ton. Erz stündlich. Es empfiehlt sich, 23 dieser Hochbahnkrane an derselben Verladestelle anzuordnen, so daß täglich 23000 Ton. Erz oder Kohle verladen werden können. Die Kohlentaschen sind senkrecht zur Kairichtung mit zahlreichen Parallelgleisen überbaut, die ihrerseits von dem in der Achse der übrigen Gleise liegenden Ankunftsgleis mittels Drehscheiben abzweigen. Die Bodenentleerer werden durch Spill und Seil nach Drehung auf der Drehscheibe über die Kohlentasche gezogen. Vgl. Stone, Mechanical shipment of coal (Kalkutta 1904).
 
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Ladewasserlinie, s. Meyers Tiefladelinie.
 
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Ladezeit, die im Seefrachtgeschäft (s. Meyers Befrachtungsvertrag) dem Befrachter eingeräumte Frist, binnen der die Befrachtung zu erfolgen hat (vgl. Liegetage, Frachtgeschäft; s. auch Binnenschiffahrtsgesetz, § 27 ff.).
 
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Ladezungen (Piers), s. Meyers Hafen, S. 603.
 
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Lädieren (lat.), beschädigen, verletzen.
 
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Ladies' life preserver (engl., spr. lēdis lais prisörwer), eine in England als Meyers Flammenschutzmittel (s. d.) benutzte Lösung von wolframsaurem Natron.
 
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Ladikîe (Latakia, das phönik. Ramitha, das seleukidische Laodicea ad mare), Hauptstadt eines Liwa im asiatisch-türkischen Wilajet Beirût, am Mittelmeer, mit schlechtem Hafen, Ruinen aus der Römerzeit, mehreren europäischen Konsulaten und 20,000 Einw., davon 3000 Christen. Die Ausfuhr besteht in Getreide, Eiern, Wolle und starkem Tabak (Latakia); auch Seidenraupenzucht und Schwammfischerei werden betrieben.
 
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Ladīnisch, das Romanische im Engadin, auch das Rätoromanische überhaupt; s. Meyers Romanische Sprachen.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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