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Ladelinie bis Ladenkassen (Bd. 6, Sp. 26 bis 27)
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Artikelverweis Ladelinie, s. Meyers Tiefladelinie.
 
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Ladeluken, s. Meyers Luk.
 
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Lademaß der Eisenbahnen, Vorrichtung zur Verhütung zu weit in die Breite oder Höhe ausgedehnter Beladung offener Eisenbahnwagen, besteht in der Regel aus zwei an Pfosten zu beiden Seiten des Gleises mit Gelenken (wie Torflügel) befestigten Lehren, welche die äußerste Umgrenzung der zulässigen Beladung, das sogen. Ladeprofil, darstellen. Beim Hindurchschieben des zu prüfenden Wagens stoßen zu weit überstehende Punkte der Ladung an eine oder beide Hälften des Lademaßes an und drehen sie zur Seite. Statt der drehbaren Lehren werden auch an Ketten aufgehängte Kugeln benutzt, die durch Anstreifen zu großer Ladebreiten in Bewegung geraten. Bei Festsetzung des Ladeprofils ist unter anderm auch darauf Rücksicht zu nehmen, daß sehr lange Fahrzeuge oder Ladungen, wie Langholz, lange Eisenträger oder Kessel u. dgl., mit ihren Enden in scharfen Krümmungen weiter von der Mitte abstehen als in der Geraden.
 
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Lademasten, s. Meyers Ladebäume.
 
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Laden, namentlich bei Pferden, die zahnlosen Teile der Unter- und Oberkiefer zwischen den Backen- und Schneidezähnen (die bei Tieren im Gegensatz zum Menschen durch einen weiten Zwischenraum voneinander getrennt sind). In den L. liegt die Mundschleimhaut direkt auf dem scharfrandigen Kieferknochen und ein leiser Druck auf sie ruft hier schon Empfindung, ein stärkerer Schmerz hervor. Deshalb ist es möglich, das Pferd zu lenken und zu zügeln, indem das an den Zügeln befestigte Mundstück auf die Schleimhaut der L. (des Unterkiefers) wirkt. Kann dagegen das Pferd das Mundstück zwischen seine Zähne nehmen, so ist die Zügelwirkung aufgehoben. Manche Pferde haben auch eine wenig empfindliche Ladenschleimhaut und sind daher schwerer zu zügeln (Hartmäuligkeit). Anderseits kann durch ungeeignetes Zügelmundstück oder heftiges (manchmal unvermeidliches) Zügeln die Ladenschleimhaut verletzt oder schwer gequetscht und selbst der Knochen in Mitleidenschaft gezogen werden (Ladenkrankheit). Behandlung durch Schonung und weiches Futter, event. Reinigung mit 5proz. Borsäurelösung.
 
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Laden, s. Meyers Leichenbretter.
 
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Ladenberg, 1) Philipp von, preuß. Staatsmann, geb. 15. Ang. 1769 in Magdeburg, gest. 11. Febr. 1847, studierte die Rechte, war seit 1795 Kriegs- und Domänenrat in Ansbach, wurde 1806 Direktor der Kammern in Bialystok, 1807 in Marienwerder und 1809 Regierungsdirektor in Potsdam. 1810 Direktor der Sektion für direkte und indirekte Abgaben im Finanzministerium geworden, übernahm L. 1817 die neuorganisierte Generalkontrolle der Finanzen und, unterdessen geadelt, 1820 das Schatzministerium. 1823 ward er Präsident der Oberrechnungskammer, 1835 Chef der Domänen-, Forst- und Jagdverwaltung und 1837 Staatsminister, nahm aber 1842 seine Entlassung und lebte seitdem in Berlin. Die zur Feier seines Jubiläums von den preußischen Forstbeamten gegründete Ladenbergsche Stiftung ist zur Unterstützung der Söhne unbemittelter Forstbeamten bei ihren Studien bestimmt.
   2) Adelbert von, preuß. Staatsmann, Sohn des vorigen, geb. 18. Febr. 1798 in Ansbach, gest. 15. Febr. 1855, trat 1815 als Freiwilliger in das Gardedragonerregiment, verließ 1816 als Leutnant den Militärdienst, studierte die Rechte und Kameralwissenschaft, trat 1818 in den preußischen Staatsdienst, wurde 1824 Regierungsrat in Köln, 1829 Oberregierungsrat in Königsberg, dann in Merseburg,

[Bd. 6, Sp. 27]


1834 Regierungspräsident in Trier, 1839 unter Altenstein Direktor im Ministerium des Unterrichts und zugleich Mitglied des Staatsrats. Nach Altensteins Tod verwaltete er dessen Ministerium vom 14. Mai bis 22. Okt. 1840, dirigierte dann die Abteilung für die evangelisch-geistlichen, die Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten im Eichhornschen Ministerium und ward 1841 außerordentlicher Regierungsbevollmächtigter bei der Universität Berlin. Als Eichhorn 1848 sein Amt niederlegte, verwaltete L. das Ministerium auch unter Schwerin und Rodbertus und errichtete den evangelischen Oberkirchenrat. Durch den Olmützer Vertrag im Dezember 1850 zum Rücktritt bewogen, ward er Wirklicher Geheimer Rat und Chef der Oberrechnungskammer. L. schrieb anonym: »Übersicht der französischen und preußischen Hypothekenverfassung« (Köln 1829) und »Preußens gerichtliches Verfahren in Zivil- und Kriminalsachen« (3. Aufl., das. 1842).
 
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Ladenbergĭa Klotzsch, Gattung der Rubiazeen, Bäume mit gewöhnlich großen, krautigen, oft lederartigen, kahlen oder behaarten Blättern, abfälligen Nebenblättern, weißlichen, wohlriechenden Blüten in oft sehr reichblütigen, meist endständigen Rispen und oft sehr großen, oblongen, keuligen oder zylindrischen Kapseln. Etwa 30 Arten, hauptsächlich auf den Anden Südamerikas. L. magnifolia Klotzsch ist in Neugranada und Peru weit verbreitet. Von L. pedunculata K. Seh. (Remijia pedunculata Tr.), einem Bäumchen, das von Neugranada bis Peru in ca. 1000 m Höhe gefunden wird, kommt die Rinde als China cuprea in den Handel; sie liefert ca. 2 Proz. Chininsulfat. L. hexandra Klotzsch, ein Baum von 610 m Höhe, mit großen, breit elliptischen, behaarten Blättern und 8 cm langen Früchten, liefert die Quina do Rio.
 
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Ladenburg (das Lupodunum der Römer), Stadt im bad. Kreis und Amt Mannheim, am Neckar und an der preußisch-hess. Staatsbahnlinie Frankfurt a. M.-Heidelberg, 111 m ü. M., hat eine evangelische und 2 kath. Kirchen, Synagoge, Realschule, landwirtschaftliche Winterschule, Waisenhaus, Kreiserziehungsanstalt, Bezirksforstei, 5 Zigarrenfabriken, eine chemische und eine Gasmotorenfabrik, ein Eisenwerk, Hopfen- und Tabakbau und (1900) 3456 meist kath. Einwohner. Hier 15. Juni 1849 siegreiches Gefecht der badischen Insurgenten unter Mieroslawski gegen die Reichstruppen (Mecklenburger und Hessen). Vgl. Siewert, Lopodunum-Ladenburg 981898 (Karlsr. 1900).
 
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Ladenburg, Albert, Chemiker, geb. 2. Juli 1842 in Mannheim, studierte in Heidelberg, Berlin, Gent und Paris, habilitierte sich 1868 in Heidelberg, wurde dort 1872 außerordentlicher und 1873 ordentlicher Professor in Kiel, 1889 in Breslau. Er arbeitete über organische Siliciumverbindungen, Pyridinabkömmlinge, Synthese der Alkaloide und Konstitution des Benzols. Er schrieb: »Vorträge über die Entwickelungsgeschichte der Chemie in den letzten 100 Jahren« (Braunschw. 1869, 3. Aufl. 1902); »Theorie der aromatischen Verbindungen« (das. 1876); auch gab er ein »Handwörterbuch der Chemie« (Bresl. 18831895, 13 Bde.) heraus. Viel besprochen wurde sein Vortrag auf der 75. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte: »Über den Einfluß der Naturwissenschaften auf die Weltanschauung« (Leipz. 1903).
 
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Ladenkassen, s. Meyers Kassen.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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