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Lachendorf bis Lachmann (Bd. 6, Sp. 15 bis 16)
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Artikelverweis Lachendorf, Dorf, s. Meyers Celle.
 
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Lachen-Speyerdorf, Landgemeinde im bayr. Regbez. Rheinpfalz, Bezirksamt Neustadt a. H., hat 2 evang. Kirchen und (1900) 2266 Einw.
 
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Laches, Sohn des Melanopos, athen. Feldherr, wurde 427 v. Chr. nebst Charöades mit einer Flotte nach Sizilien gesandt, um Leontinoi und die mit ihm verbündeten übrigen chalkidisch-ionischen Staaten gegen Syrakus zu unterstützen. Als Charöades 426 fiel, übernahm L. den Oberbefehl über die Flotte allein und zwang Mylä und Messana zur Übergabe, wurde aber 425 trotz seiner energischen Kriegführung im Oberbefehl durch Pythodoros ersetzt und nach seiner Rückkehr wegen Unterschleifes von Kleon, wenn auch ohne Erfolg, angeklagt. Nach dessen Tode wieder zu Einfluß gelangt, trat er mit Nikias eifrig für den Frieden ein, der im J. 421 zustande kam, wurde aber ein Opfer eben der Politik, die er vorher bekämpft hatte; denn 418 wurde er an der Spitze der athenischen Truppen den Argeiern zu Hilfe gesandt und fiel wie sein Mitfeldherr Nikostratos in der Schlacht von Mantineia. Nach L. ist der Platonische Dialog über die Tapferkeit benannt.
 
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Lachĕsis, Schlange, s. Meyers Rautenschlange.
 
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Lachĕsis, eine der Parzen oder Meyers Moiren (s. d.).
 
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Lachèzsche Kurve, Kurve, die der Franzose Lachèz (spr. laschä) für die ansteigenden Sitzreihen der Hörsäle etc. derart angegeben hat, daß die in der folgenden Reihe Sitzenden über die Scheitel der in der vorhergehenden Reihe Sitzenden hinweg den Vortragenden sehen können. Mit der wachsenden Entfernung entsteht dabei eine immer stärkere Überhöhung der Sitzreihen, woraus sich Schwierigkeiten für die Treppenanlagen ergeben. Vgl. Lachèz, Acoustique et optique des salles de réunions (Par. 1879).
 
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Lachgas (Lustgas), soviel wie Stickstoffoxydul.
 
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Lachine (spr. laschīn), Stadt in der Grafschaft Jacques Cartier der kanad. Provinz Quebec, 13 km südwestlich von Montreal, links am St. Lorenzstrom, der hier starke Stromschnellen (Sault Saint Louis u. a.) bildet, die in dem 14 km langen und 4,8 m tiefen

[Bd. 6, Sp. 16]


Kanal von L. umgangen werden, mit (1901) 5561 Einwohnern.
 
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Lachkrampf, s. Meyers Lachen.
 
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Lachlan, Fluß, s. Meyers Murrumbidschi.
 
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Lachmann, Karl, berühmter Philolog, geb. 4. März 1793 in Braunschweig, gest. 13. März 1851 in Berlin, wurde auf dem Catharineum seiner Vaterstadt vorgebildet, widmete sich seit 1809 in Leipzig klassischen, dann in Göttingen unter Benecke auch germanistischen Studien, habilitierte sich 1815 in Göttingen, trat aber bald darauf als freiwilliger Jäger ein, wurde 1816 Kollaborator am Friedrichswerderschen Gymnasium in Berlin und Privatdozent an der dortigen Universität, übernahm noch im Sommer d. J. die Stelle eines Oberlehrers am Friedrichs-Gymnasium in Königsberg und 1818 eine außerordentliche Professur an der Universität daselbst, wurde 1825 außerordentlicher, 1827 ordentlicher Professor in Berlin und 1830 Mitglied der Akademie der Wissenschaften. L. ist der Begründer der modernen philologischen Textkritik, indem er sie von subjektivem Belieben auf feste Normen zurückführte, nicht bloß auf dem Gebiete der klassischen, sondern auch der altdeutschen Literatur. In ersterer Beziehung sind vor allem hervorzuheben seine »Betrachtungen über Homers Ilias« (Abhandlungen der Berliner Akademie 1837, 1841 u. 1843; gesammelt mit Zusätzen von Haupt, Berl. 1847; 3. Aufl. 1874), in denen die Ilias in einzelne Lieder zerlegt wird, und seine bahnbrechende Ausgabe des Lucretius (das. 1850; 1. Bd.: Text, 4. Aufl. 1871; 2. Bd.: Kommentar, 4. Aufl. 1882), sodann die Ausgaben des Properz (Leipz. 1816; neue Ausg., Berl. 1829), Tibull (das. 1829), Catull (das. 1829, 3. Aufl. 1874), des Neuen Testaments (kleinere Ausg., das. 1831; 3. Aufl. 1846; größere mit Buttmann, das. 184250, 2 Bde.), des Genesios (Bonn 1834), Terentianus Maurus (Berl. 1836), Gajus (Bonn 1841 u. Berl. 1842), Babrios (das. 1845), Avianus (das. 1845), der römischen Feldmesser (mit Blume, Th. Mommsen, Rudorff, das. 184852, 2 Bde.), des Lucilius (aus seinem Nachlaß hrsg. von Vahlen, das. 1876) und die Abhandlungen: »Observationes criticae« (Götting. 1815), »De choricis systematis tragicorum graecorum« (Berl. 1819), »De mensura tragoediarum« (das. 1822) u. a.; auch gab er die »Philologischen Abhandlungen« seines Freundes Klenze heraus (das. 1839). Von seinen germanistischen Schriften nennen wir an erster Stelle seine bahnbrechenden Arbeiten über das Nibelungenlied, deren Ergebnisse freilich durch die neuere Forschung erhebliche Einschränkungen erfahren haben (s. Meyers Nibelungenlied): die Abhandlung »Über die ursprüngliche Gestalt des Gedichts;Der Nibelunge Not'« (Götting. 1816) sowie die Ausgabe von »Der Nibelunge Not und die Klage« (Berl. 1826, 5. Ausg. 1878; 11. Abdruck des Textes, 1892; Anmerkungen und Lesarten dazu, 1837) neben der auch die zum Jubiläum der Erfindung der Buchdruckerkunst veranstaltete Prachtausgabe: »Zwanzig alte Lieder von den Nibelungen« (das. 1840), die nur die von L. für echt erklärten Lieder enthält, zu erwähnen ist. Außerdem gab er heraus: »Auswahl aus den hochdeutschen Dichtern des 13. Jahrhunderts« (Berl. 1820), »Specimina linguae francicae« (das. 1825), Walther von der Vogelweide (das. 1827; 6. Aufl. von Müllenhoff, 1891), Hartmanns »Iwein« (mit Benecke, das. 1827; 4. Aufl. 1877), Wolfram von Eschenbach (das. 1833, 5. Aufl. 1891), Hartmanns »Gregor« (das. 1838); Ulrich von Lichtenstein (mit Th. v. Karajan, das. 1841) und veröffentlichte Abhandlungen: »Über die Leiche der deutschen Dichter des 12. und 13. Jahrhunderts« (1829), »Über althochdeutsche Betonung und Verskunst« (1831), wodurch er der eigentliche Begründer der deutschen Metrik wurde; »Über das Hildebrandslied« (1833), »Über Singen und Sagen« (1833), »Über den Eingang des Parzival« (1835) u. a. Auch verdanken wir ihm eine Übersetzung von Shakespeares Sonetten (Berl. 1820) und »Macbeth« (das. 1829) sowie eine kritische Ausgabe der »Sämtlichen Schriften« Meyers Lessings (s. d.). Ein. von L. unvollendet hinterlassene Ausgabe älterer Minnesinger brachte Moritz Haupt zum Abschluß (»Des Minnesangs Frühling«, Leipz. 1857; 4. Aufl. von Fr. Vogt, 1888). Seine »Kleinern Schriften« wurden von Müllenhoff und Vahlen (Berl. 1876, 2 Bde.) herausgegeben. Seine Briefe an Moritz Haupt hat Vahlen veröffentlicht (Berl. 1891), andre Briefe K. Weinhold in den »Mitteilungen über K. L.« (Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften, Berl. 1894). Vgl. M. Hertz, Karl L. (Berl. 1851); J. Grimm, Rede auf L. (das. 1851, abgedruckt in den »Kleinen Schriften«, Bd. 1); Fr. Leo, Rede zur Säkularfeier K. Lachmanns (Götting. 1893).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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