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Lachamulen bis Lachendorf (Bd. 6, Sp. 14 bis 15)
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Artikelverweis Lachamulen, Volksstamm, wahrscheinlich jüd. Abkunft, im russisch-kaukasischen Gouv. Kutaïs, der, 400 Seelen stark, in 50 Gehöften zerstreut wohnt und

[Bd. 6, Sp. 15]


vornehmlich Handel in Swanetien treibt. Obgleich die L. der griechisch-katholischen Kirche angehören und die Sprache der Swanetier angenommen haben, gelten sie doch bei letztern für unrein.
 
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La Chaussée (spr. schōssé'), Pierre Claude Nivelle de, franz. Schauspieldichter, geb. 1692 in Paris, gest. daselbst 14. März 1754, trat erst in seinem 40. Jahr mit einem kleinern Gedicht an die Öffentlichkeit, wandte sich dann dem Theater zu und wurde der Begründer der sogen. comédie larmoyante. Hierher gehören besonders die Stücke: »La fausse antipathie« (1734); »Le préjugé à la mode« (1735), gegen das damals weitverbreitete Vorurteil gerichtet, ein Mann von Stand könne für seine Frau keine Liebe zeigen; »L'école des amis« (1737); »Mélanide« (1741); »L'école des mères« (1745); »La gouvernante« (1747) u. a. L., der nur in Versen schreibt und die Regeln des klassischen Dramas streng befolgt, verlegt seine Handlung in die bürgerlichen Kreise; dabei entbehren seine Situationen jeder Komik, und der Ton seiner moralisierenden, sententiösen Dialoge ist bis zur Abgeschmacktheit langweilig. Seit 1736 war er Mitglied der Akademie. Seine »Œuvres complètes« erschienen Paris 1762, 5 Bde.; seine »Œuvres choisies« das. 1813, 2 Bde., und 1825; »Contes et poésies« gab Lacroix heraus (das. 1880). Vgl. Uthoff, N. de La Chaussées Leben und Werke (Heilbr. 1883); Lanson, Nivelle de L. et la comédie larmoyante (2. Aufl., Par. 1903).
 
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La Chaux-de-Fonds, s. Chaux-de-Fonds.
 
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Lachbaum, ein Baum mit eingehauenem Zeichen (früher Lache genannt); besonders Grenzbaum.
 
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Lâche (franz., spr. lāsch', lasch), schlaff, träge, feig, niederträchtig; Lâcheté, Feigheit etc.
 
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Lachen (Risus), eigentümliche Modifikation der Atembewegungen, bei der die Ausatmung in mehreren schnell hintereinander folgenden Stößen unter mehr oder weniger starkem Schall ausgeführt wird, während die Einatmung meist in einem kontinuierlichen, etwas beschleunigten und tiefen Zuge geschieht. Diese Bewegung ist stets mit einer Zusammenziehung der mimischen Gesichtsmuskeln verbunden, die im wesentlichen auf eine Verbreiterung der Mundspalte und Hebung der Mundwinkel hinausläuft. Überschreitet das erwähnte Muskelspiel ein bestimmtes Maß, so entsteht anstatt des Lachens ein Grinsen; findet es dagegen in geringerm Grade statt, so bezeichnet man es als Lächeln, bei dem übrigens die tönende Ausatmung meistens fehlt. Das L. ist gewöhnlich ein unwillkürlicher Akt, der entweder durch gewisse Vorstellungen hervorgerufen wird, oder dadurch zustande kommt, daß ihn ein durch die Empfindungsnerven der Haut (beim Kitzeln der Fußsohle, der Achselhöhle) dem Gehirn überlieferter Reiz reflektorisch auslöst. Wie alle Reflexbewegungen (s. d.) hat auch die des Lachens die Eigentümlichkeit, daß sie am vollkommensten stattfindet, wenn unsre Aufmerksamkeit von unserm Körper abgewendet ist, wogegen man das L. durch Selbstbeherrschung bis zu einem gewissen Grade zurückzuhalten vermag. Bei reizbaren Personen, die an sich schon zur Maßlosigkeit motorischer und sensorischer Reaktionen hinneigen, kann die Reflexbewegung des Lachens leicht zu einer Art von Krampf ausarten. Dies ist der sogen. Lachkrampf (Krampflachen), an dem nicht selten hysterische Frauen und Mädchen leiden. Vgl. Darwin, Der Ausdruck der Gemütsbewegungen (deutsch von Carus, 4. Aufl., Stuttg. 1884); Hecker, Die Physiologie und Psychologie des Lachens (Berl. 1873).
 
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Lachen, Marktflecken im schweizer. Kanton Schwyz, Hauptort des Bezirks March, am Südufer des obern Züricher Sees (Delta der Wäggitaler Aa) und an der Eisenbahn Zürich-Glarus-Linthal, hat eine kath. Kirche, ein Rathaus, ein eidgenössisches Zeughaus, Seidenweberei, 2 mechanische Schreinereien, Stickerei, Gerberei und (1900) 1962 meist kath. Einwohner. Anbau des zum Schabziegerkäse verwendeten Ziegerkrautes (Trigonella coerulea).
 
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Lachenal (spr. laschĕnáll), Adrien, schweizer. Staatsmann, geb. 19. Mai 1849 in Genf, wirkte hier als Advokat, vertrat 188184 den Kanton Genf im Ständerat, später im Nationalrat, dessen Präsident er 189192 war. Im Dezember 1892 wurde er in den Bundesrat gewählt, 1895 Vizepräsident und 1896 Präsident desselben. 1903 wurde er Präsident des Ständerats, dem er seit 1900 angehörte, nachdem er 1899 von seinem Amt als Mitglied des Bundesrats zurückgetreten war.
 
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Lachenalĭa Jacq., Gattung der Liliazeen, Zwiebelgewächse mit zwei oder mehr dicken, länglichen, auch linealischen oder fast stielrunden, oft gefleckten und mit Pusteln versehenen Blättern, sitzenden oder gestielten, röhrigen oder fast glockenförmigen Blüten und von der bleibenden Blütenhülle eingeschlossenen Kapseln. Drei Arten in Südafrika, die als Zierpflanzen kultiviert werden.
 
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Lachender Hans, Vogel, s. Meyers Baumliest.
 
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Lachendorf, Dorf, s. Meyers Celle.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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