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Lacepedeinseln bis La Chaussée (Bd. 6, Sp. 14 bis 15)
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Artikelverweis Lacepedeinseln (spr. lëßpīd-), kleine Inselgruppe an der Nordwestküste Australiens, unter 17° südl. Br. und 122° östl. L., mit bedeutenden Guanolagern.
 
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Lacerieren, s. Meyers Lazerieren.
 
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Lacérna (lat.), bei den Römern ein leichter Überwurf mit Kapuze, der mit einer Spange zusammengeheftet und gelegentlich über der Toga getragen wurde. In der Kaiserzeit wurde sie allgemeine Tracht in der Öffentlichkeit.
 
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Lacérta (lat.), die Eidechse; auch Name eines Sternbildes (s. Meyers Eidechse).
 
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Lacertidae, Familie der Meyers Eidechsen (s. d.).
 
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Lacessieren, s. Meyers Lazessieren.
 
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Lacet (franz., spr. -ßä), Schnürband, Schnürsenkel.
 
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Lachaise (spr. -schǟs'), François d'Aix, genannt le Père L., Beichtvater Ludwigs XIV. von Frankreich, geb. 25. Aug. 1624 auf dem Schloß Aix in Forez aus guter Familie, gest. 20. Jan. 1709, vollendete seine Studien im Jesuitenkollegium zu Lyon, wurde an dieser Anstalt Professor der Physik und der schönen Wissenschaften und war Provinzial seines Ordens, als ihn Ludwig XIV. 1675 nach dem Tode des Paters Ferrier zum Beichtvater wählte. Freundlich, einschmeichelnd, fein gebildet, dabei persönlich uneigennützig, wußte er sich einen herrschenden Einfluß auf den König zu verschaffen und namentlich die Verteilung der kirchlichen Pfründen ganz in seine Hand zu bekommen. Er befestigte seine Stellung durch Begünstigung der ihm ergebenen Maintenon und nahm das ultramontane Interesse bei der Erklärung der Geistlichkeit über die Freiheiten der gallikanischen Kirche, bei der Zurücknahme des Edikts von Nantes und bei den quietistischen Streitigkeiten mit Erfolg wahr. Ludwig XIV. hatte ihm im Osten von Paris ein Landhaus bauen lassen, das den Namen Montlouis führte, und dessen weite Gärten 1804 zu dem unter dem Namen Père-Lachaise bekannten Begräbnisplatz (s. Meyers Paris) umgewandelt wurden. Vgl. Chantelauze, Le Père de L., confesseur de Louis XIV (Lyon 1859).
 
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Lachambeaudie (spr. -schangbōdĭ'), Pierre, franz. Fabeldichter, geb. 15. Dez. 1807 in Sarlat (Dordogne) als Sohn eines armen Landmanns, gest. 6. Juli 1872 in Brunoy bei Paris, ward Buchhalter in einem Handelshaus zu Lyon, erhielt dann eine Anstellung an der Eisenbahn und redigierte zu gleicher Zeit die »Echos de la Loire«, bis nach einem ziemlich unsteten, armseligen und durch geistige Verirrungen getrübten Leben seine 1839 erschienenen »Fables populaires« (7. Aufl. 1849) durch ihren glänzenden Erfolg ihm nicht bloß eine gesicherte Existenz, sondern auch einen geachteten Namen verschafften. Eine größere Anzahl Fabeln von L. hat Ludwig Pfau (2. Ausg., Dresd. 1863) ins Deutsche übertragen.
 
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Lachamulen, Volksstamm, wahrscheinlich jüd. Abkunft, im russisch-kaukasischen Gouv. Kutaïs, der, 400 Seelen stark, in 50 Gehöften zerstreut wohnt und

[Bd. 6, Sp. 15]


vornehmlich Handel in Swanetien treibt. Obgleich die L. der griechisch-katholischen Kirche angehören und die Sprache der Swanetier angenommen haben, gelten sie doch bei letztern für unrein.
 
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La Chaussée (spr. schōssé'), Pierre Claude Nivelle de, franz. Schauspieldichter, geb. 1692 in Paris, gest. daselbst 14. März 1754, trat erst in seinem 40. Jahr mit einem kleinern Gedicht an die Öffentlichkeit, wandte sich dann dem Theater zu und wurde der Begründer der sogen. comédie larmoyante. Hierher gehören besonders die Stücke: »La fausse antipathie« (1734); »Le préjugé à la mode« (1735), gegen das damals weitverbreitete Vorurteil gerichtet, ein Mann von Stand könne für seine Frau keine Liebe zeigen; »L'école des amis« (1737); »Mélanide« (1741); »L'école des mères« (1745); »La gouvernante« (1747) u. a. L., der nur in Versen schreibt und die Regeln des klassischen Dramas streng befolgt, verlegt seine Handlung in die bürgerlichen Kreise; dabei entbehren seine Situationen jeder Komik, und der Ton seiner moralisierenden, sententiösen Dialoge ist bis zur Abgeschmacktheit langweilig. Seit 1736 war er Mitglied der Akademie. Seine »Œuvres complètes« erschienen Paris 1762, 5 Bde.; seine »Œuvres choisies« das. 1813, 2 Bde., und 1825; »Contes et poésies« gab Lacroix heraus (das. 1880). Vgl. Uthoff, N. de La Chaussées Leben und Werke (Heilbr. 1883); Lanson, Nivelle de L. et la comédie larmoyante (2. Aufl., Par. 1903).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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