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Lablab bis Laborieren (Bd. 6, Sp. 7 bis 9)
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Artikelverweis Lablab Savi, früher Gattung der Leguminosen, deren einzige Art, L. vulgaris Savi, jetzt zur Gattung Dolichos (s. d.) gestellt wird (D. Lablab L., Helm-, Reisbohne, ägyptische Fasel).
 
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Lablache (spr. -blásch'), Luigi, Opernsänger (Bassist), geb. 6. Dez. 1794 in Neapel, gest. daselbst 23. Jan. 1858, begann seine Laufbahn als Baßbuffo in Neapel und Marseille, wurde aber in der Folge (in Palermo, Mailand, Venedig, Wien und seit 1830 in Paris) einer der hervorragendsten Repräsentanten seriöser Baßpartien der italienischen Oper, besonders in den Werken Rossinis und Bellinis. 1853 zog er sich auf sein Landhaus zu Maisons Lafitte bei Paris zurück, und schließlich, als seine Gesundheit wankend wurde, auf eine Villa bei Neapel. Er gab in Paris eine »Mêthode de chant« heraus.
 
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Labmagen (Abomasus), die vierte Abteilung des Magens der Meyers Wiederkäuer (s. d.).
 
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Labö, Dorf im preuß. Regbez. Schleswig, Kreis Plön, an der Ostseite des Kieler Busens, hat ein Strandamt, einen kleinen Hafen, ein Seebad und (1900) 1350 Einw. Dabei das Fort Stosch, der Festung Friedrichsort gegenüber. S. Karte »Kieler Hafen«.
 
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La Boétie (spr. -tī'), Etienne de, franz. Schriftsteller, geb. 1. Nov. 1530 in Sarlat, gest. 18. Aug. 1563 in Germignan, studierte die Rechte und wurde 1553 Parlamentsrat in Bordeaux, wo er 1557 mit Montaigne Freundschaft schloß. Dieser gab 15701571 die Werke seines früh verstorbenen Freundes heraus. Unter ihnen ist das bekannteste der »Discours de la servitude volontaire, ou le Contre un«, eine stark antikisierende, aber rhetorisch hohle Deklamation gegen die Monarchie. Die »Œuvres complètes de L.« gab Bonnefon heraus (Par. 1892).
 
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Laborant (lat., »Arbeiter«), einer, der sich mit chemischen Versuchen und mit der Darstellung chemischer Produkte beschäftigt; auch soviel wie Alchimist.
 
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Laboratorĭum (lat.), das zur Ausführung chemischer Arbeiten bestimmte und mit den nötigen Vorrichtungen versehene Lokal. In der alchimistischen Zeit, in welcher der Adept seine Arbeiten mit tiefstem Geheimnis zu umhüllen suchte, war das L. ein abgeschlossener Raum mit großer Feuerstätte, ausgestattet mit wunderlich gestalteten Gläsern und Apparaten, von denen man sich besondere Leistungen versprach. Mit der Begründung der wissenschaftlichen Chemie wurde das L. nüchterner und geeigneter zur Aufnahme physikalischer Instrumente, wie Wagen, Barometer, Thermometer, Luftpumpen etc., zur Ausführung exakterer Arbeiten, die zu ihrem Gelingen größte Akkuratesse und Sauberkeit voraussetzten. Durch Einführung des Leuchtgases an Stelle der Holzkohlen und des Spiritus, durch die Vorrichtungen zur leichten Ableitung von Gasen und Dämpfen und durch vielseitige Benutzung einer Wasserleitung gewann das L. den Charakter, den es gegenwärtig besitzt.

[Bd. 6, Sp. 8]


Neben den Privatlaboratorien, in denen die Chemiker ihre wissenschaftlichen Arbeiten ausführen, benutzt man gegenwärtig Unterrichtslaboratorien, gewöhnlich verbunden mit Hörsälen für Experimentalchemie, die hinreichende Gelegenheit zur bequemen und sichern Anstellung von Experimenten ohne Belästigung der Zuhörer durch Gase und Dämpfe bieten müssen. In den Unterrichtslaboratorien hat man Arbeitssäle für qualitative und quantitative Analyse sowie für synthetische Arbeiten, besondere Räume für Arbeiten mit Schwefelwasserstoff (Stinkzimmer), Glühoperationen, Destillationen, Elementaranalysen, mikroskopische, spektroskopische, photometrische, elektrolytische Untersuchungen, kalorimetrische, pyrochemische, photochemische Arbeiten etc., nach Norden gelegene Zimmer für Gasanalysen, Zimmer für die Wage, für Aufbewahrung physikalischer Instrumente, Bibliothek- und Lesezimmer etc. In andern Räumen befinden sich die Anlagen für Heizung und Lüftung, eine Akkumulatorenbatterie, ein elektrischer Ofen, Vakuumpumpe, Zentrifuge, eine Lindesche Maschine, ein Brutraum etc. Jeder Praktikant besitzt einen eignen Tisch (s. Abbildung), ausgestattet mit Gas- und Wasserleitung, Wasserluftpumpe und Reagenzien. Arbeiten, bei denen sich übelriechende oder schädliche Gase entwickeln, werden in gut ventilierten, durch Glasscheiben abgeschlossenen Wandschränken vorgenommen. Die Räume zur Ausführung wissenschaftlicher Untersuchungen sind mit allen Hilfsmitteln versehen, um die Arbeit zu erleichtern und alle mechanischen zeitraubenden Operationen auf ein Minimum zu reduzieren. Besondere Einrichtungen fordern die agrikulturchemischen, pharmazeutischen, chemisch-technischen und die Laboratorien, die der Kontrolle des Handels mit Lebensmitteln gewidmet sind, ferner die Laboratorien der Gerichtschemiker, die Handelslaboratorien, in denen Untersuchungen für Handel und Gewerbe ausgeführt werden, die Laboratorien der landwirtschaftlichen Versuchsstationen, der physiologischen Chemiker, der Fabriken und Hüttenwerke. Der Raum, der in den Apotheken L. genannt wird, ist weniger der chemischen Untersuchung als der Darstellung pharmazeutischer Präparate gewidmet und enthält gewöhnlich einen Dampfkessel zum Erhitzen von Abdampfgefäßen mit Dampf, zum Betrieb eines Destillationsapparates, zum Heizen eines Trockenschrankes etc., ferner Windöfen, Wagen etc. Von modernen Laboratorien wurden beschrieben: das chemische L. der Universität Heidelberg von Lang (Karlsr. 1858), Greifswald: Müller (Berl. 1864), Berlin: Cremer (das. 1868), Fischer u. Guth (das. 1901), Leipzig: Kolbe (Leipz. 1872), Wien: Ferstel (Wien 1874), München: Bäeyer u. Geul (Münch. 1880), Zürich (Polytechnikum): Bluntschli u. Lunge (Zürich 1889), Göttingen: Breymann u. Kirstein (Hannov. 1890) u. a. Militärisch ist L. eine Anstalt zur Herstellung von Munitionsgegenständen aller Art. Für gewisse schwierigere Arbeiten bestehen in manchen Staaten Zentrallaboratorien mit ausgedehntem Maschinenbetrieb. Kriegslaboratorien, neuerdings Munitionsarbeitsräume genannt, gegen die feindliche Feuerwirkung geschützt angelegt, treten in belagerten Festungen in Tätigkeit. Die Laboratorien stehen unter Verwaltung von Feuerwerksoffizieren. Vgl. Artilleriedepot.

[Bd. 6, Sp. 9]



 
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Labor-Bureau, Labor-Department (engl., spr. lĕbĕr), s. Meyers Arbeitsämter.
 
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Laborcza (spr. láborza), Fluß in Ungarn, entspringt in den Ostbeskiden nächst Mezö-Laborcza an der galizischen Grenze, durchschneidet, gegen Süden fließend, das Komitat Zemplin und vereinigt sich nach Aufnahme des Ung und der Latorcza mit der Ondava; der vereinigte Fluß führt fortan den Namen Bodrog(s. d.).
 
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Laborde, s. Meyers Delaborde.
 
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Laborieren (lat.), »arbeiten«, namentlich chemische Arbeiten vornehmen; an etwas leiden.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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