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Laberĭus bis Labĭatifloren (Bd. 6, Sp. 5 bis 6)
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Artikelverweis Laberĭus, Decimus, röm. Mimendichter und Ritter, 10643 v. Chr., ward, 60 Jahre alt (45), von Cäsar gezwungen, in einem seiner Mimen selbst aufzutreten. Der Prolog dazu, in dem er in ergreifender Weise sein Schicksal beklagt, ist noch vorhanden. Die durch sein Auftreten auf der Bühne verwirkte Ritterwürde erhielt er von Cäsar zurück. Die erhaltenen Bruchstücke von etwa 40 Mimen (in Ribbecks »Comicorum romanorum fragmenta«, 3. Ausg., Leipz. 1898) zeigen originellen Witz und kühne Sprachbildnerei.
 
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Labes, Hauptstadt des Kreises Regenwalde im preuß. Regbez. Stettin, an der Rega, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Stettin-Belgard und der Kleinbahn Daber-L., hat eine evang. Kirche, Synagoge, Amtsgericht, Landgestüt, Fabrikation von Parkettfußböden, Leder, Makkaroni und landwirtschaftlichen Maschinen, Spiritusbrennerei, Molkerei und (1900) 5069 meist evang. Einwohner. L. gehörte früher den Herren v. Borcke und wurde um 1400 zur Stadt erhoben.
 
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Labessenz, s. Meyers Lab.

[Bd. 6, Sp. 6]



 
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Labēt (v. franz. la bête), im Kartenspiel: verloren habend (s. Bête); übertragen soviel wie matt.
 
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Labextrakt, s. Meyers Lab.
 
Artikelverweis Labĭal (lat.), zu den Lippen (labia) gehörig; Labiales, Lippenlaute (s. Meyers Lautlehre).
 
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Labĭalpfeifen (Lippenpfeifen) heißen alle in der Art der im Prospekt der Orgel stehenden konstruierten Pfeifen (vgl. Blasinstrumente.) Die Labialstimmen sind die ältesten Stimmen der Orgel. Je nach der Mensur (s. d.) sowie nach den Höhen- und Breitenverhältnissen des Ausschnittes unterscheidet man in der Orgel eine große Anzahl verschiedener zu den L. gehörigen Stimmen: Prinzipal-, Gambenstimmen, Flötenstimmen, Hohlflöten etc.; von abweichender Gestaltung des Pfeifenkörpers sind: Gemshorn, Doppelflöte u. a. Eine besondere Abteilung der L. bilden die Gedackte und die halbgedeckten L. (Rohrflöte).
 
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Labĭa majōra und minōra (lat.), die großen und kleinen Schamlippen, s. Meyers Scheide.
 
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Labĭana (Pola de L., Laviana), Bezirkshauptort in der span. Provinz Oviedo, 290 m ü. M., am Nalon und an der Eisenbahn L.-Gihon, hat als Gemeinde (1897) 7381 Einw. In der Umgegend Bergbau auf Kohlen, Eisen, Kupfer, Blei etc.
 
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Labĭaten (Lippenblumen, Lippenblütler), dikotyle Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Nuculiferen unter den Sympetalen, meist ausdauernde Kräuter und Halbsträucher, selten Bäume, von sehr übereinstimmendem Habitus. Die Stengel und Äste sind meist vierkantig, die dekussiert gegenständigen, seltener quirlständigen Blätter sind ungeteilt, fiedernervig, ohne Nebenblätter. Die Laubblätter gehen allmählich in die Deckblätter der Blütenstände über. Diese stehen in der Achsel eines Hochblattes und stellen ein bald wenig-, bald reichblütiges, oft auch zu Scheinquirlen zusammengezogenes Dichasium dar. Die Blüten (Fig. 1 u. 2) sind zwitterig und zygomorph, lippenförmig. Der bleibende Kelch ist verwachsen blätterig, meist trichterförmig, am Saum entweder regelmäßig fünfzähnig oder mehr oder weniger zweilippig. Die abfallende Korolle bildet eine mehr oder weniger lange Röhre, die sich oben rachenförmig erweitert und in den meist ausgeprägt zweilippigen Saum übergeht. Die Oberlippe besteht aus den zwei verwachsenen hintern Blumenblättern; die abstehende oder herabgeschlagene, meist dreiteilige Unterlippe wird von den drei vordern Blumenblättern gebildet. Von den fünf Staubgefäßen schlägt stets das hinterste fehl, und die vier vorhandenen sind meist zweimächtig, indem gewöhnlich die beiden vordern, seltener die beiden seitlichen länger sind; bisweilen sind auch die letztern zu Staminodien verkümmert oder völlig fehlgeschlagen. Die Filamente sind in der Röhre der Korolle inseriert, lang fadenförmig und liegen einander parallel unter der Oberlippe, oder ragen abstehend aus der Blume hervor. Der oberständige Fruchtknoten wird aus zwei Fruchtblättern gebildet und zerlegt sich durch Einschnürung vom Rücken her in vier einsamige Klausen; zwischen diesen erhebt sich ein einfacher, ihren Grund verbindender Griffel, der an der Spitze in zwei Narbenschenkel gespalten ist. Jede Klause enthält eine einzige aufrechte, anatrope Samenanlage. Die Frucht besteht aus vier von dem stehen bleibenden Kelch umgebenen, einsamigen Nüßchen. Der Same enthält innerhalb eines spärlichen fleischigen Nährgewebes einen geraden Embryo mit sehr kurzem, nach abwärts gerichtetem Würzelchen. Die Familie zählt an 2600 Arten; sie sind fast über die ganze Erde verbreitet, am häufigsten jedoch auf der nördlichen Halbkugel, besonders der Alten Welt, zumal im Mittelmeergebiet; von den kalten Klimaten sind sie fast gänzlich ausgeschlossen. Es sind meist aromatisch riechende Pflanzen mit ätherischem Öl, viele werden als Arzneimittel oder Küchenpflanzen benutzt. Pogostemon Patschouly aus China liefert ein Parfüm. Die L. werden in die Unterfamilien der Ajugoideen (Ajuga, Teucrium, Rosmarinus), Skutellarioideen (Scutellaria), Lavandeloideen (Lavandula), Stachydoideen (Brunella, Lamium, Stachys, Marrubium, Nepeta, Salvia, Melissa, Satureja, Origanum, Thymus, Mentha) und Ocimoideen (Ocimum) nebst einigen andern ausländischen Gruppen eingeteilt.
 
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Labĭatifloren, Ordnung in ältern Pflanzensystemen, umfaßte die mit Lippenblumen versehenen Pflanzen, hauptsächlich die Familien der Skrofulariazeen und Labiaten. L. bezeichnet auch eine Unterabteilung der Kompositen.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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