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Labărum bis Labé (Bd. 6, Sp. 4 bis 5)
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Artikelverweis Labărum (lat.; mittelgriech. labaron), bei den Römern die von Konstantin d. Gr. eingeführte Reichsfahne, eine lange Lanze mit einem Querbalken, daran ein purpurnes Fahnentuch mit den in Gold gestickten griechischen Anfangsbuchstaben des Namens Christi (s. Meyers Christusmonogramm u. Fahne, S. 267). Vgl. die nebenstehenden Abbildungen 1 u. 2; Desroches, Le L., étude critique et archéologique (Par. 1894).
 
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Labassère (spr. -ssär'), Dorf im franz. Depart. Oberpyrenäen, Arrond. Bagnières-de-Bigorre, 750 m ü. M., mit einer Schwefelquelle von 1214°. deren Wasser in Bagnères getrunken wird, reichen Schieferbrüchen und (1901) 199 (als Gemeinde 777) Einw.
 
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La Bastide, Vorort von Meyers Bordeaux (s. d.).
 
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Labastide-Ronairoux (spr. labastĭd'-ruärū), Flecken im franz. Depart. Tarn, Arrond. Castres, am Fuß der Montagne Noire, an der Südbahn, mit Wollspinnerei, Tuchfabrikation und (1901) 1883 (als Gemeinde 2533) Einw. Dabei ein schöner Dolmen.

[Bd. 6, Sp. 5]



 
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Labat (spr. -bā), Jean Baptiste, franz. Missionar und Reiseschriftsteller, geb. 1663 in Paris, gest. daselbst 1738, trat 1685 in den Dominikanerorden, ging 1694 als Missionar nach Martinique, wurde später Generalprokurator der Mission in Westindien und lebte nach seiner Rückkehr (1705) längere Zeit in Spanien und Italien. Außer mehreren Reisewerken nach Berichten andrer Reisenden schrieb er: »Nouveau voyage aux isles de l'Amérique« (Par. 1722, 6 Bde.); »Voyage en Espagne et en Italie« (das. 1730, 8 Bde.). Die Pflanzengattung Labatia aus der Familie der Sapotazeen ist nach L. benannt.
 
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Labbern, soviel wie killen (s. d.).
 
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Labdǎkos, im griech. Mythus Sohn des Polydōros, Enkel des Kadmos und Vater des Meyers Laïos (s. d.); Labdakiden, seine Nachkommen. Vgl. Sterk, De Labdacidarum historia (Leiden 1829).
 
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Labdǎnum, s. Ladanum.
 
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Labdrüsen, s. Meyers Magen.
 
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Labe, tschech. Name der Meyers Elbe (s. d.).
 
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Labé, Louise, eigentl. Charly, genannt Labé, franz. Dichterin, geb. um 1526 in Parcieux (Ain) auf einem Gut ihres Vaters, der in Lyon Seiler war, gest. im März 1566 in Lyon, erregte frühzeitig durch ihre Schönheit, ihr Talent für fremde Sprachen und ihr kühnes, unerschrockenes Wesen die Bewunderung ihrer Zeitgenossen. Kaum 16 Jahre alt, nahm sie, als Kavalier verkleidet, unter dem Namen Kapitän Loys an der Belagerung von Perpignan teil (1542). Dann vermählte sie sich in Lyon mit Ennemond Perrin, dem Besitzer einer großen Seilerwerkstätte (daher sie la belle cordière genannt wird), und widmete sich nun der Dichtkunst und der Musik, für die sie ein ebenso großes Talent besaß. Ihr Haus war ein Sammelplatz der Dichter, Gelehrten und Künstler (Maurice Scève, Olivier de Magny u. a.); die Straße in Lyon, in der sie wohnte, heißt seit 1607 rue de la Belle Cordière. Ihre Gedichte (Sonette und Elegien), die den Einfluß Petrarcas zeigen, zeichnen sich durch echt lyrischen Schwung und eine seltene Reinheit der Sprache aus. Außerdem hat man von ihr eine reizende Allegorie in Prosa: »Le débat de Folie et d'Amour«. Die ersten Ausgaben ihrer Gedichte (Lyon 1555 u. ö.) sind jetzt sehr selten; die neueste (von Boy) erschien Paris 1887, 2 Bde. Vgl. Gonon, Documents historiques sur la vie et les mœurs de Louise L. (Lyon 1844); Laur, Louize L. (Straßb. 1873).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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