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Kyparissos bis Kyrĭe eleïson (Bd. 6, Sp. 904 bis 905)
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Artikelverweis Kyparissos, nach griechischer Sage ein schöner, von Apollon geliebter Knabe auf Keos, der aus Trauer um seinen versehentlich getöteten Lieblingshirsch sich in die als Trauerbaum geltende Zypresse (griech. kyparissos) verwandeln ließ.
 
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Kyphōsis (griech.), Verbuckelung, s. Meyers Pottsches Übel.
 
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Kypris, Beiname der Meyers Aphrodite (s. d.), von ihrem Lieblingsaufenthalt Cypern.
 
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Kypros, Pflanze, s. Lawsonia.
 
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Kypros, griech. Name von Meyers Cypern (s. d.).
 
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Kypsĕlos, Tyrann von Korinth, Sohn des Aëtion, angeblich daher benannt, weil seine Mutter Labda aus dem Geschlecht der mächtigen Bakchiaden, der vom Orakel ein Nachkomme verheißen war, der den Häuptern Korinths furchtbar werden sollte, das neugeborne Kind, um es vor Nachstellungen zu sichern, in einen Kasten (kypsele) versteckt hatte. Herangewachsen, vertrieb K. die Verwandten seiner Mutter und übernahm 657 v. Chr. die Herrschaft, regierte aber mit großer Milde und Umsicht, erweiterte die Macht der Stadt auf dem Ionischen und Adriatischen Meer und schmückte sie mit prachtvollen Bauwerken. Nach 30 Jahren vererbte er die Herrschaft auf seinen Sohn Periandros (627). Die erwähnte Lade, welche die Nachkommen des K. (Kypseliden) später in dem Heratempel zu Olympia als Weihgeschenk stifteten, wo sie sich noch am Ende des 2. Jahrh. n. Chr. befand, bestand aus Zedernholz, mit Schnitzereien und eingelegten Figuren, und galt im Altertum als ein vorzügliches Kunstwerk.
 
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Kyrenaĭka, im Altertum eine reichbewässerte, fruchtbare Landschaft an der Nordküste Afrikas (s. Karte »Römisches Weltreich«), die das heutige Hochland von Meyers Barka (s. d.) in der türkischen Provinz Tripolis umfaßte. Griechische Kolonisten vom Peloponnes und den dorischen Inseln, namentlich Thera, gründeten hier im 7. Jahrh. v. Chr. Ansiedelungen, die sich mit libyschen Bewohnern zu mehreren Staaten vereinigten, anderen Spitze ein König (Battos) stand. Die berühmteste war Meyers Kyrene (s. d.), nach der die Griechen die ganze Landschaft benannten, während Barka den Mittelpunkt eines später (um 540) gegründeten libysch-griechischen Königreichs bildete. Gegen die Nomaden Libyens und gegen den Ägypterkönig (570) wußten sich die Kyrenäer mit Erfolg zu behaupten; dagegen hatten sie mit den benachbarten Karthagern harte und langwierige Kämpfe zu bestehen und wurden um 524 auch dem Perserkönig Kambyses tributpflichtig. Nach dem Sturz des Perserreichs wieder unabhängig, gründeten sie unter dem Schutze der ägyptischen Ptolemäer 321 einen Bund von fünf Staaten, die kyrenäische Pentapolis, nämlich Kyrene, dessen Hafenstadt Apollonia, Ptolemaïs (an Stelle von Barka), Arsinoë (Taucheira) und Berenike (Euhesperidä). 117 ward K. zu einem Königreich unter einem jüngern Zweige der Ptolemäischen Königsfamilie umgewandelt und fiel nach dessen Aussterben 96 v. Chr. durch Testament an die Römer, die es 67 mit Kreta zu einer Provinz vereinigten. Die noch mehrere Jahrhunderte n. Chr. andauernde Blüte des Landes wurde endlich durch die wiederholten Einfälle der Nomaden des innern Afrika, besonders aber durch die mohammedanische Eroberung im 7. Jahrh. vernichtet. Nur Berenike (jetzt arab. Benghâzi) erhielt sich als dürftige Handelsstadt. Die Blüte Kyrenaikas in Kunst und Wissenschaft während des Altertums bezeugen weniger bauliche Überreste, obgleich es auch an solchen reich ist, als seine schönen Münzen und berühmte Gelehrte, wie Aristippos, der Begründer der kyrenäischen Philosophenschule, Kallimachos, Eratosthenes und noch im 5. Jahrh. n. Chr. der Bischof Synesios. Vgl. Gottschick, Geschichte und Gründung des hellenischen Staates in K. (Leipz. 1858); Haimann, Cyrenaica (2. Aufl., Mail. 1886).

[Bd. 6, Sp. 905]



 
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Kyrenaĭker (kyrenaische Schule; Hedoniker, von hedonē, »Lust«), eine von Meyers Aristippos (s. d.) um 380 v. Chr. gestiftete philosophische Sekte, die ungefähr 100 Jahre inner- und außerhalb Griechenlands blühte und in der Lust den Zweck des Lebens sah. Zu den berühmtesten Nachfolgern Aristippos' gehören seine Tochter Arete, sein Enkel Aristippos Metrodidaktos, Antipatros, Annikeris, Theodoros und Hegesias (s. d.). Vgl. Hedonismus.
 
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Kyrēne, die Göttin der gleichnamigen Stadt in Libyen, von Apollon Mutter des Meyers Aristäos (s. d.), auf Kunstwerken einen Löwen bezwingend dargestellt. Vgl. Studniczka, Kyrene (Leipz. 1890).
 
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Kyrene, im Altertum mächtige Stadt in Kyrenaika (s. d.), 631 v. Chr. gegründet, 80 Stadien vom Meere gelegen, Geburtsort der Philosophen Aristippos und Karneades und des Dichters Kallimachos. Die Juden machten unter den Ptolemäern ein Viertel der Einwohner aus. Ausgedehnte Ruinen, Gurena genannt.
 
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Kyrĭe eleïson (eigentlich eleeson, griech., »Herr, erbarme dich!«), eine schon durch Silvester I. aus der griechischen in die abendländische Kirche übertragene Gebetsform, womit die Gemeinde auf die Gebete des Priesters antwortet. Sie bildet auch den ersten Satz (Introitus) der musikalischen Messe.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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