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Kynance Cove bis Kynodesme (Bd. 6, Sp. 903)
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Artikelverweis Kynance Cove (spr. kainĕns kōw), Bucht an der Südwestküste der engl. Grafschaft Cornwall, 2,4 km nordwestlich vom Vorgebirge Lizard, von Serpentinklippen eingerahmt. Am Vorgebirge Asparagus Island die Devil's Bellows, ein Felsspalt, durch den das Wasser in Staubwolken aufgelöst hindurchstürzt.
 
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Kynast, eine dem Grafen Schaffgotsch gehörige Standesherrschaft im preuß. Regbez. Liegnitz, hat ihren Namen von dem Bergschloß gleichen Namens im Riesengebirge, das von Herzog Bolko I. von Schweidnitz 1292 erbaut wurde, sich 1393 urkundlich im Besitz des Ritters Gotsche Schoff (Gottfried Schaf) befand und 1674 vom Blitze zerstört wurde. Die romantisch gelegenen, ziemlich gut erhaltenen Ruinen vom K., auf einem bewaldeten, 657 m ü. M. sich erhebenden Granitkegel, umfassen das alte Wachthaus als Eingang zur Burg (an der Felswand Bronzemedaillon Th. Körners), Reste der Kapelle, des Trinksaales etc. und den Turm, der Aussicht in das Hirschberger Tal gewährt. Die Sage von der Schloßherrin Kunigunde, die von ihren Bewerbern einen Ritt auf der schmalen Burgmauer forderte, lieferte Th. Körner den Stoff zu einem Gedicht. Vgl. Schubert, Beschreibung und Geschichte der Burg K. (Bresl. 1890); Nentwig, Schoff II. Gottsch genannt, Fundator (Warmbr. 1904).
 
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Kynätha, altgriech. Stadt in Arkadien, am Nordabhang des Aroaniagebirges, merkwürdig durch die Quelle Alyssos, deren Wasser die Hundswut heilen sollte. Ihre Einwohner galten als roh und grausam. Die Stadt wurde 220 v. Chr. von den Ätoliern zerstört, erholte sich aber wieder. Jetzt Kalavryta.
 
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Kyné (griech.), bei den Griechen eine halbkugelförmige Mütze aus Leder, die Hirten, Landleute und Arbeiter zu tragen pflegten.
 
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Kynegētik (griech., »Hundeführung«), Jagdkunst, Jägerei.
 
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Kyneton (spr. kaint'n), Stadt in dem britisch-austral. Staat Victoria, an der Bahnlinie Bendigo-Melbourne, mit Goldgräbereien, fruchtbarer Umgebung, Handel mit Getreide und Vieh und (1901) 3371 Einw.
 
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Kynewulf (Cynewulf), engl. Dichter des 8.9. Jahrh., aus einer anglischen Gegend, bearbeitete in Versen die Legenden »Juliana« und »Helene«, die Betrachtungen Gregors d. Gr. über Christi Himmelfahrt (»Christ«, V. 440866) und dichtete das Gebet »Geschicke der Apostel«. Dies sind wenigstens seine sichern Werke, in denen er sich durch eingeschaltete Runen selbst als Verfasser bekennt. Sie sind herausgegeben in Grein-Wülkers »Bibliothek der angelsächsischen Poesie« (Kassel 188194, 2 Bde.), übersetzt in Greins »Dichtungen der Angelsachsen«, Bd. 2 (Götting. 1859). Einzelausgaben: »Juliana« von W. Strunk (Bost. 1904), »Elene« von J. Grimm (Kassel 1840) und J. Zupitza (Berl. 1877, 3. Aufl. 1888), »Christ« von Gollancz (Lond. 1893) und A. S. Cook (Bost. 1900). Eine Menge andrer Dichtungen sind ihm noch zugeschrieben worden, mit romanhafter Ausmalung seines Lebens; mit einem Bischof Cynewulf legte ihn M. Trautmann zusammen (»Bonner Beiträge zur Anglistik«, Heft 1, Bonn 1898), all das nicht ohne ernsten Widerspruch. Über Kynewulfs Wortschatz handelte R. Simons (Bonn 1899).
 
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Kyniatrīe (griech.), Hundeheilkunde.
 
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Kynĭker (kynische Schule), eine von Antisthenes (s. d.) nach dem Tode des Sokrates gestiftete Sekte, wahrscheinlich von dem Gymnasium Kynosarges am Fuß des Lykabettos in Athen, wo Antisthenes lehrte, so genannt, doch wohl mit Beziehung darauf, daß ihre bedürfnislose Lebensweise den übrigen Athenern als eine »hündische« galt. Sie sahen in der Tugend das einzige Gut, und diese besteht namentlich in Bedürfnislosigkeit und Selbstbeherrschung. Der vorzüglichste Schüler des Antisthenes war Diogenes von Sinope (s. Diogenes 2), außer dem als K. früherer Zeit noch bekannt sind Krates von Theben, dessen Frau Hipparchia und deren Bruder Metrokles. Im 1. Jahrh. n. Chr. trat der Kynismus von neuem auf, teils als praktische Lebensrichtung, teils der bloßen Sittenpredigt zugewendet. Von diesen spätern Kynikern sind zu nennen: Demetrius, Freund des Seneca, Önomaos aus Gadara zur Zeit Hadrians, Demonax aus Kypros (gest. 150).
 
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Kynisch, s. Meyers Zynisch.
 
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Kynodesme (Kynodesmion, v. griech. kyon, Hund, vulgär für Rute), soviel wie Meyers Infibulation (s. d.)

[Bd. 6, Sp. 904]


 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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