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Kyknos bis Kymation (Bd. 6, Sp. 902)
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Artikelverweis Kyknos (»Schwan«), 1) Sohn des Ares und der Pelopia, der den von Tempe nach Thermopylä Wandernden auflauerte, um aus ihren Schädeln seinem Vater einen Tempel zu bauen, wurde von Herakles im Zweikampf erschlagen und von seinem Vater in einen Schwan verwandelt.
   2) Sohn des Poseidon und der Kalyke, von Fischern K. genannt, weil sie, als er am Meeresufer ausgesetzt war, einen Schwan auf ihm sitzen sahen, wurde König von Kolonä im Gebiet von Troja. Infolge der Verleumdungen seiner zweiten Gemahlin warf er seine Kinder erster Ehe, Tenes und Hemithea, in einem Kasten ins Meer; sie landeten auf Tenedos, wo Tenes König ward. Später fand K. seinen Sohn wieder und zog mit ihm den Troern zu Hilfe, ward aber, durch Waffen unverwundbar, von Achilleus mit dem Helmriemen erwürgt und alsbald in einen Schwan verwandelt.
 
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Kyle (spr. kail), Landschaft in Schottland, der mittlere Teil von Meyers Ayrshire (s. d.).
 
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Kylix (lat. calix), altgriechische flache Trinkschale mit zwei Henkeln am Rand und niedrigem Fuß (s. Abbildung).
 
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Kyll, linker Nebenfluß der Mosel in der Rheinprovinz, entspringt nordwestlich von Kronenburg im Regbez. Aachen und mündet nach 142 km langem Laufe bei Ehrang. Das Tal der K. ist außerordentlich reizend, namentlich bei Gerolstein, wo es das vulkanische Gebiet der Eifel im W. streift. Vgl. Rehm, Das Kylltal in der Eifel (Prüm 1890).
 
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Kyllburg (Kilburg), Flecken im preuß. Regbez. Trier, Kreis Bitburg, an der Kyll und der Staatsbahnlinie Jünkerath-Stadtkyll, hat eine frühgotische kath. Kirche, Sandsteinbrüche, Hopfenbau und (1900) 1051 Einw. Vgl. Bock, K. und seine kirchlichen Bauwerke des Mittelalters (Aachen 1895).
 
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Kyllēne, das 2374 m hohe Grenzgebirge zwischen Arkadien und Achaia, nächst dem Taygetos das höchste im Peloponnes. Es war dem Hermes heilig, der auf seinem Gipfel geboren sein sollte und dort einen Tempel hatte. Jetzt Zyria.
 
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Kyllenĭos, Beiname des auf dem Gebirge Kyllene gebornen und verehrten Hermes.
 
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Kyllmann, Walter, Architekt, geb. 16. Mai 1837 in Weyer bei Wald (Kreis Solingen), studierte auf der Berliner Bauakademie, ward 1866 Regierungsbaumeister, 1867 Kommissar bei der Pariser Weltausstellung und verband sich bald darauf mit Adolf Heyden (geb. 15. Juli 1838 in Krefeld, gest. 11. Juni 1902 in Berlin, Schüler seines Vaters und Stülers in Berlin). Sie entwickelten bald eine sehr umfangreiche Bautätigkeit in Berlin und an andern Orten Deutschlands und führten zusammen aus: die Bauten des Deutschen Reiches auf der Wiener Weltausstellung (1873), die Kaisergalerie, das Admiralsgartenbad, die Anlage von Spindlershof, Voßstraße, Hedemannsstraße und zahlreiche Privatbauten in Berlin, mehrere Villen am Wannsee bei Potsdam, die Postgebäude in Breslau und Rostock, die Johanniskirche in Düsseldorf, die evangelische Kirche in Höchst a. M., das Logengebäude in Potsdam, das Palais der bayrischen Gesandtschaft in Berlin sowie viele Schlösser und Villen in den Provinzen Schlesien, Preußen und Pommern, in Frankfurt a. M., Bonn, Krefeld und Elberfeld. Sie haben sich daneben besonders in Ausstellungsbauten bewährt. Heyden hat auch zahlreiche Entwürfe für das Kunstgewerbe ausgeführt, die auf dessen Entwickelung von großem Einfluß gewesen sind, so besonders für das von den preußischen Städten dem Prinzen Wilhelm, spätern Kaiser Wilhelm II., geschenkte Tafelsilber. K. und Heyden haben sich in ihren Schöpfungen mit besonderm Glück in den Formen der deutschen und französischen Renaissance bewegt.
 
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Kylon, Athener aus edlem Geschlecht, Sieger bei den Olympischen Spielen (640 v. Chr.) und Schwiegersohn des Theagenes, Tyrannen von Megara, suchte sich 636 (oder 632) durch einen Aufstand der Alleinherrschaft in Athen zu bemächtigen. Er überrumpelte die Akropolis, fand jedoch beim Volke nicht die erwartete Unterstützung und wurde auf der Burg eingeschlossen und belagert. Ihm selbst gelingt es, mit seinem Bruder zu entfliehen; seinen Anhängern, die am Altar der Athene ein Asyl gefunden, ward freier Abzug versprochen; als sie sich aber, der Zusage trauend, ergaben, wurden sie, hauptsächlich auf Anstiften der Alkmäoniden, ermordet. Diese Blutschuld (der Kylonische Frevel) wurde in dem bald darauf heftiger ausbrechenden Parteikampf zur Verfolgung der Meyers Alkmäoniden (s. d.) benutzt, und auch nachdem Epimenides, von Kreta berufen, die Entsühnung durch Opfer vorgenommen hatte, wurde das Andenken an den Mord den Nachkommen der Schuldigen gegenüber öfters erneuert.
 
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Kyma, s. Meyers Kymation.
 
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Kymation (Kyma, griech., »Welle, Woge«, Blattwelle, Karnies), tektonische Bezeichnung für die architektonischen Profilglieder, durch die das Stützen symbolisiert wird. Je nachdem der Begriff des stärkern oder leichtern Tragens ausgesprochen werden soll, ist das K. anders profiliert. Man unterscheidet das leicht stützende dorische K. (Fig 1), wie es im dorischen Gebälk, am dorischen Wandpfeiler (der Ante) vorkommt, von dem schwertragenden Echinuskyma (Fig. 2) des dorischen Säulenkapitells, aus dem sich dann das sogen. ionische oder Eierstabkyma (der »Eierstab«, so benannt nach seiner plastischen Behandlung, Fig. 3) entwickelt; zwischen beiden etwa steht das lesbische K., auch Herzblattstab genannt (Fig. 4). Abgesehen davon, daß

[Bd. 6, Sp. 903]


schon die Profilform das elastische Tragen ausspricht, wird der tektonische Begriff insbes. durch die Ornamentierung des K. gegeben und bewiesen. Das in den ältesten Stilarten, so noch in der dorischen, nur ausgemalte, später gemeißelte Ornament besteht aus schematischen Reihen neben- und hintereinander gehefteter, aufstrebender Blätter, deren Spitzen je nach dem Grade der Belastung mehr oder weniger stark nach unten umgebogen sind. So ist z. B. das dorische K. nur halb, das Echinuskyma dagegen bis zum Fußpunkt, wo es durch ein bindendes Gliedchen angeheftet ist, herabgebogen. In spätern Stilen geht der strengere tektonische Begriff mehr oder weniger verloren; soz. B. schon beim griechischen Eierstab, noch mehr bei seinen römischen und Renaissance-Varianten, bei denen das tektonische durch das dekorative Moment überwogen wird (vgl. Fig. 5 u. 6).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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