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Kwō-tai-shi bis Kyaxăres (Bd. 6, Sp. 898 bis 899)
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Artikelverweis Kwō-tai-shi (kwo = kaiserlich, tai = groß, shi = Kind), in Japan der kaiserliche Kronprinz.
 
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Kworra, Name für den mit dem Binuë vereinigten Meyers Niger (s. d.).
 
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Ky., Abkürzung für Kentucky (Staat).
 
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Kyanäen, Inseln, s. Symplegaden.
 
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Kyăne, Nymphe, Gespielin der Persephone (s. d.), ward nach deren Entführung in die gleichnamige Quelle bei Syrakus verwandelt.
 
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Kyanisieren, eine vom Engländer J. Howard Kyan (spr. kāīän) 1832 erfundene Methode der Holzkonservierung, s. Meyers Holz, S. 495.
 
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Kyanōl (Blauöl), soviel wie Anilin.
 
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Kyănos, bei Homer (Ilias) wahrscheinlich ein blauer Glasfluß, mit dem Wände, Schilde und Panzer geschmückt wurden. Die in neuerer Zeit ausgesprochene Ansicht, daß K. an einigen Stellen der Ilias auch Stahl bedeute, dürfte nicht haltbar sein. In der spätern Literatur ist unter K. Lapislazuli (Lasurstein) oder Kupferlasur und die aus diesen Mineralien hergestellte Farbe (Ultramarin, resp. Bergblau) zu verstehen. Vgl. Lepsius, Metalle in ägyptischen Inschriften (Abhandlungen der Berliner Akademie, 1871); Blümner, Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern, Bd. 3 u. 4 (Leipz. 188487).
 
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Kyăthos (Cyathus), altgriech. Schöpf- und Trinkgefäß in Gestalt moderner Mundtassen, nur mit den Rand weit überragendem Henkel (s. Meyers Abbildungen) und von bestimmtem Maß. Als Hohlmaß für Flüssigkeiten = 1/864 Metretes (s. d.) = 0,0456 Lit.
 
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Kyaw (Kyau), Friedrich Wilhelm, Freiherr von, bekannter Satiriker, geb. 6. Mai 1654 auf dem Rittergut Oberstrahwalde bei Herrnhut, gest. 19. Jan.

[Bd. 6, Sp. 899]


1733, trat 1670 als Gemeiner in kurbrandenburgische Kriegsdienste, focht in den Kriegen bis 1690 mit, ward langsam befördert, trat aber wegen eines Duells aus der brandenburgischen Armee aus und folgte seinem Gönner, Feldmarschall v. Schöning, nach Sachsen, wo er durch seinen Witz und seine lustigen Streiche die Gunst des Kurfürsten August des Starken gewann und rasch Generaladjutant und General wurde; seit 1715 war er Kommandant des Königsteins. Von geradem Charakter, haßte er alle Schmeichelei und rügte begangene Fehler mit der größten Freimütigkeit. Obwohl dem ganzen Hof zur Belustigung dienend, verlor er nie sein moralisches Ansehen. Am meisten ließ er seinen Witz die adelsstolzen Höflinge fühlen. Vgl. Cregander, Leben und Taten des kgl. sächs. Generalleutnants und Kommandanten der Festung Königstein F. W. v. K. (Cölln 1735); Wilhelmi, Kyaws Leben und lustige Einfälle (Leipz. 1772, 3 Bde.); Nick, Biographische Skizzen etc. aus dem Leben des Barons F. W. v. K. (Reutling. 1860); H. R. v. Kyaw, Familienchronik des adeligen und freiherrlichen Geschlechts von K. (Leipz. 1870); Ebeling, K. und Brühl. Zwei historische Porträts (das. 1885). Sein Neffe Friedrich Wilhelm, Freiherr von K., geb. 22. Jan. 1708, gest. 30. März 1759, seit 1740 in preußischen Diensten, einer der tüchtigsten Reitergenerale Friedrichs d. Gr., ward wegen der Übergabe Breslaus (November 1757) kriegsgerichtlich verurteilt.
 
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Kyaxăres (altpers. Huvaxschatara, »sehr schönes Wachstum habend«), medischer Herrscher, folgte seinem Vater Phraortes, der im Kampf gegen die Assyrer fiel, um 625 v. Chr., befreite sein Land von den Skythen, die ganz Vorderasien überschwemmt hatten, und belagerte sodann, wie es scheint im Einvernehmen mit Nabopolassar von Babylonien, dessen Sohn Nebukadnezar seine Tochter Amuhea (Amyïtis) heiratete, Ninive, das 606 für immer zerstört wurde. K. brachte so den ganzen östlichen Teil des assyrischen Reiches unter seine Herrschaft. In einem Kriege mit Lydien lieferte er dem König Alyattes 30. Sept. 610 (nach andern 28. Mai 585) eine durch eine Sonnenfinsternis unterbrochene Schlacht. Nach seinem Tode (585) folgte ihm sein Sohn Astyages. Vgl. Unger, K. und Astyages (Münch. 1882); Prašek, Medien und das Haus des K. (in den »Berliner Studien«, Bd. 11, Heft 3, Berl. 1890).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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