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Kvičala bis Kwangtschoufu (Bd. 6, Sp. 895)
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Artikelverweis Kvičala (spr. kwitschala), Johann, tschech. Philolog und Politiker, geb. 6. Mai 1834 zu Münchengrätz in Böhmen, studierte in Prag und Bonn und wurde 1867 ordentlicher Professor der klassischen Philologie an der Prager Universität. Er schrieb: »Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles« (Wien 18641869, 4 Bde.); »Vergilstudien« (Prag 1878); »Studien zu Euripides« (Wien 1879); »Neue Beiträge zur Erklärung der Äneis« (Prag 1881) etc. Als Politiker zur alttschechischen Partei gehörend, war er 188083 Reichsrats- und seit 1881 auch böhmischer Landtagsabgeordneter; in dieser Eigenschaft forderte er die allgemeine Ausschließung tschechischer Kinder vom Besuch deutscher Schulen in Böhmen und die Errichtung entsprechender tschechischer Schulen (lex Kvičala). Im Reichsrat trug er wesentlich zum Zustandekommen des Gesetzes über die Zweiteilung der Prager Universität in eine tschechische und eine deutsche bei, an deren erstere er seine Lehrtätigkeit übertrug.
 
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Kwajalein (Menzikoff), Insel, s. Meyers Quadelen.
 
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Kwakiutl, Indianervolk Nordwestamerikas, im Norden der Vancouverinsel und an der gegenüberliegenden Küste von Britisch-Kolumbien. Ihre dem Selisch verwandte Sprache wird in drei verschiedenen Dialekten gesprochen, dem eigentlichen K., dem Heiltsuk und dem Gyitamat. Sie leben von Fischfang und Jagd und halten an ihren alten Gebräuchen mit großer Zähigkeit fest.
 
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Kwala Lumpur, s. Meyers Perak.
 
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Kwamouth, Station im Meyers Kongostaat (s. d.).
 
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Kwan, 1) anamit. Geldschnur, s. Meyers Dong; der Kurs gegen den Säulenpiaster wechselt stark. 2) Gewicht in Japan zu 1000 Meh, amtlich = 3,7565 kg, in Anam = 500 Kān.
 
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Kwänen (auch Kväner), finn. Volksstamm, s. Meyers Quänen.
 
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Kwango, Nebenfluß des Kassai (Afrika), s. Meyers Kuango.
 
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Kwangsi, Provinz im südlichen China (s. Karte »China«), begrenzt von Kwangtung im O. und SO., Tungking im SW., Yünnan im W., Kweitschou und Hunan im N.: 217,300 qkm mit 5,200,000 Einw. oder 24 auf 1 qkm (Chinesen im tiefern Hügelland, fast unabhängige Miautse im unwegsamen Bergland). Der größte Teil des Gebietes wird von roten mesozoischen Sandsteinen eingenommen, die eine Beckenausfüllung darstellen; der östliche und der südliche Teil der Provinz nehmen an den sinischen Gebirgsketten des südchinesischen Hügellandes teil (vgl. Tiessen, China, Bd. 1, Berl. 1902). Das System des kaum schiffbaren Sikiang (Oberlauf Hungkiang, wichtigster Nebenfluß Yükiang) beherrscht in meist westöstlichem Gefälle die Provinz. Haupterzeugnisse sind: Reis, der viel nach Kwangtung ausgeführt wird, Mais, Zimt, Anis, Zucker, Tee, Indigo, Bauholz. Hauptgewerbe sind Seiden- und Baumwollweberei. Bergbau findet fast gar nicht statt. K. hat als Zufluchtsstätte von Räuberbanden bei Aufständen (Taipingrebellion) immer eine hervorragende Rolle gespielt. Die Hauptstadt Kweilin liegt im NO. der Provinz, an einer für den Übergang nach Hunan besonders wichtigen Stelle. Bedeutende Orte sind ferner der dem Fremdhandel eröffnete Hafen Wutschou (s. d.) an der Grenze gegen Kwangtung am Sikiang, Sintschou an der Mündung des Yükiang in den Sikiang, Nanning am Yükiang und der gleichfalls dem Fremdhandel erschlossene Grenzort gegen Tungking: Meyers Lungtschou (s. d.). Die Franzosen planen den Bau einer Eisenbahn, die an dieser Stelle in K. eindringen und möglicherweise nach Kanton fortgesetzt werden soll.
 
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Kwangßü (»glänzender Erfolg«), Regentenname von Tsai-Tien Kwang-Hsü als Kaiser von China, geb. 2. Aug. 1872 in Peking, folgte, durch das Los zum Herrscher bestimmt, seinem Vetter Tungtschi (gest. 12. Jan. 1875) unter Vormundschaft seiner Adoptivmutter, der Kaiserin Tsu-Hsi, Witwe des am 21. Aug. 1861 verstorbenen Kaisers Hienfong. Am 4. März 1889 übernahm er selbst die Herrschaft, nachdem er sich 26. Febr. vermählt hatte. Als Freund radikaler Reformen erließ er 189697 eine Reihe das Examenwesen, Volksaufklärung u. a. betreffende Erlasse, die bei den Literaten Mißfallen erregten. Am 22. Sept. 1898 wurde deshalb durch eine Palastrevolution die Übertragung der Herrschergewalt an seine Adoptivmutter von ihm erzwungen. Im Januar 1900 mußte er Putsuan (Huk Wei), den Sohn des Prinzen Tuam, als adoptierten Sohn seines Vorgängers und als Nachfolger anerkennen. Im August 1900 floh er vor den verbündeten Truppen nach Singanfu und kehrte erst im Dezember 1901 nach Peking zurück.
 
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Kwangtschoufu, Stadt, s. Meyers Kanton.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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