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Kulikoro bis Kullaberg (Bd. 6, Sp. 784)
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Artikelverweis Kulikoro, Ort im franz. Sudân, nordwestlich von Bammako (s. Senegambien), am Niger, wo die Nigerflottille stationiert ist und die Eisenbahn (seit 1905) vom Senegal endet. Diese berührt auch K.
 
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Kulikowo Polje (Kulikowsches Feld), Ebene beim Dorf Kulikowka im russ. Gouv. Tula, am Don, berühmt durch den Sieg des Großfürsten Dmitry Iwanowitsch Donskoi 8. Sept. 1380 über die Mongolen unter Mamai; ein Denkmal ist 1850 errichtet.
 
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Kulilabanrinde, Kulilabanzimt, s. Cinnamomum.
 
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Kulinārisch (lat.), auf die Küche (culina) bezüglich.
 
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Kúlisch, Pantjelejmon Alexandrowitsch, russischer und kleinruss. Schriftsteller, geb. 27. Juli 1819 in Woronesh, gest. 14. (2.) Febr. 1897 in Matronowka (Gouv. Tschernigow), studierte in Kiew, war dann Lehrer und bereiste 184445 das kiewsche Gouvernement, wo er Materialien für sein berühmtes (historisch-ethnographisches) Werk »Notizen über Südrußland« (Petersb. 185657, 2 Bde.) sammelte. Nach wenigen Jahren wurde er Gymnasiallehrer in Petersburg und zugleich Lektor der russischen Sprache an der Universität. 1847 wurde er, auf einer Studienreise nach Prag begriffen, unterwegs in Warschau wegen angeblicher Verbreitung liberaler Ideen verhaftet und nach Abbüßung einer mehrmonatigen Festungshaft nach Tula verbannt. 1850 wurde ihm gestattet, nach Petersburg zurückzukehren, schriftstellerische Tätigkeit aber verboten. Nachdem er seitdem anonym für Journale einige Erzählungen sowie die »Denkwürdigkeiten aus dem Leben Gogols« (1854, erste Redaktion der 1856 veröffentlichten Biographie Gogols) geschrieben hatte, erschienen von ihm, als er mit der Thronbesteigung Alexanders II. die Erlaubnis zu schriftstellerischen Arbeiten wieder erhalten hatte, außer dem oben zuerst genannten Werke die kleinrussisch geschriebenen »Propovêdi« (»Predigten«) des Priesters Hreczulewicz (1856) und sein historischer Roman »Der schwarze Rat. Eine Chronik des Jahres 1663« (zugleich russisch und kleinrussisch, 1857; letzte Ausg. russ., Petersb. 1899; kleinruss., Odessa 1901). 1860 gab er eine Sammlung seiner »Povêsti« (»Erzählungen«) in 4 Bänden und den Almanach »Chata« heraus. Von einer Reise von Italien zurückgekehrt, veröffentlichte er 1862 seine »Dosvitki« (»Morgenunterhaltungen«), eine Sammlung kleinrussischer Gedichte, übersetzte 1869 die fünf Bücher Mosis ins Kleinrussische und später in Gemeinschaft mit Puljuj das Neue Testament (Lemb. 1887). Mit besonderer Liebe hat er sich auch mit der vaterländischen Geschichte beschäftigt und bereits 1861 eine populäre Darstellung der Chmelnizkijschen Kriege veröffentlicht, der 1874 die »Istorija vozsoedinenija Rusi« (»Geschichte der Wiedervereinigung Kleinrußlands«, 3 Bde.) und als letztes Werk »Der Abfall Kleinrußlands von Polen, 13401654« (188889, 3 Bde.) folgten.
 
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Kulisse (franz. coulisse), eigentlich Nut oder Falz, worin sich etwas auf und ab schiebt, daher Kulissentisch, soviel wie Ausziehtisch; dann besonders die die Seitenwände oder Flügel einer Bühnendekoration bildenden beweglichen Teile (s. Meyers Theater). Im Maschinenbau ein Hebel, bei dem die Angriffspunkte der Kräfte oder der Drehpunkt verschiebbar angeordnet sind oder der selbst verschiebbar ist, so daß das Verhältnis der Hebelarme geändert und auch die Drehrichtung des Hebels umgekehrt werden kann. Jeder verstellbare Punkt ist an einem besondern Schiebestück (Stein) angebracht, das entweder in einem Schlitz des Hebels geführt ist oder auf dem Hebel, ihn umfassend, gleitet. Eine besondere Anwendung der K. findet bei den sogen. Umsteuerungen der Dampfmaschinen etc. statt (Kulissensteuerung, s. Meyers Steuerung und Tafel Meyers »Dampfmaschinen III«, S. I u. III). K. heißt auch bei Wasserrädern eine Vorrichtung zum Einführen des Wassers aus dem Gerinne ins Rad. In der Börsensprache bezeichnet man mit K. die Gesamtheit der Kulissiers (franz. comissiers), d. h. der Börsenspekulanten, die ohne Vermittelung der beeidigten Mäkler hauptsächlich Differenzgeschäfte machen. Den Gegensatz zur K. bildet das Parkett, das Geschäft durch die offiziell bestellten Mäkler. An der Pariser Börse darf die K. nicht im Innern des Börsengebäudes, sondern nur an den Eingängen ihr Geschäft betreiben. Auch beschränkt die K. ihre Tätigkeit namentlich auf solche Papiere, die starken Wertschwankungen unterliegen. Die Kulissiers machen die Abschlüsse zum großen Teil nicht für eigne Rechnung, sondern als Kommissionäre, d. h. in eignem Namen, aber fremdem Auftrag. Vgl. Agiotage und Börse, S. 242.
 
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Kulisseneinlauf, s. Meyers Wasserrad.
 
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Kulissenleiter, s. Meyers Feuerleitern.
 
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Kulissenschütze, s. Meyers Wasserrad.
 
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Kulk, s. Meyers Kolk.
 
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Kullaberg, s. Meyers Kullen.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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