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Kukuljević bis Kül (Bd. 6, Sp. 781 bis 782)
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Artikelverweis Kukuljević (spr. -witsch, K.-Sakčinski), Ivan, südslaw. Geschichtsforscher und Rechtsgelehrter, geb.

[Bd. 6, Sp. 782]


29. Mai 1816 in Warasdin, gest. 1. Aug. 1889 auf seinem Gute Puhakovec in Zagorien, diente von 1833 bis 1842 im Militär, widmete sich zuerst der Dichtkunst, beteiligte sich eifrig an der politischen Bewegung von 1848, ward 1848 Landesarchivar, 1861 Obergespan des Agramer Komitats und 1875 Präsident des Landesschulrats. Er hat sich durch seine Forschungen über die Geschichte und Altertumskunde, seine energische Vertretung der kroatischen Nationalität auf den kroatischen Landtagen und seine Bemühungen für eine Umgestaltung des Rechtswesens auf nationaler Grundlage bekannt gemacht. Von seinen Werken sind zu nennen: »Jura regni Croatiae, Dalmatiae et Slavoniae« (Agram 186162, 11 Bde.) und die »Monumenta historica Slavorum meridionalium« (das. 186875, 3 Bde.). Außerdem veranstaltete er Ausgaben alter dalmatischer Schriftsteller, veröffentlichte eine kroatische Bibliographie (1860 u. 1863, 2 Bde.), eine Biographie des Malers Iul. Clovio (Agram 1852, auch deutsch), ein südslawisches Künstlerlexikon (1869) und zahlreiche historische Abhandlungen in dem von ihm 185075 herausgegebenen »Arkiv« der Südslawischen Historischen Gesellschaft. Seine Gedichte, Dramen und Erzählungen erschienen gesammelt u. d. T.: »Različita djěla« (»Vermischte Schriften«, Agram 184247, 4 Bde.). Aus seinem Nachlaß erschienen die »Regesta documentorum regni Croatiae, Dalmatiae et Slavoniae saeculi XIII« (Agram 1897).
 
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Küküllö (spr. kǘküllö), 1) Nagy-K. und Kis-K. (spr. nadj-, kisch-), ungar. Komitate, s. Meyers Kokelburg. 2) Flüsse, s. Meyers Kokel.
 
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Kukumer, s. Meyers Gurke.
 
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Kuku-Nor (Kokonor, mongol., »blauer See«, chines. Tsing hai, tangutisch Tso ngombo), größter See im nordöstlichen Tibet, unter 37° nördl. Br. und 100° östl. L., nahe der Grenze gegen Kansu, 3040 m ü. M., 107 km lang und 63 km breit, hat salziges Wasser, dessen Stand bedeutend schwankt, großen Reichtum an Fischen und fünf Inseln, auf deren einer ein buddhistisches Kloster liegt. Von W. her mündet der Buchaingol, am Südufer zieht das an 5000 m hohe Süd-Kuku-Nor-Gebirge hin, über das zwei Pässe führen: südwestlich vom See ein von Prschewalskij überstiegener (3960 m), am Ostende ein nach Sining führender (3410 m).
 
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Kukurbeta (auch Bihar-Spitze), höchster Gipfel des den Transsylvanischen Alpen angehörigen Meyers Bihargebirges (s. d.) in Ungarn (1849 m hoch). Zwischen dem Kleinen und dem dreigipfeligen Großen K. liegt die merkwürdige Mädchenwiese, auf der früher zum Andenken an den Einbruch der Mongolen alljährlich am Peter- und Paulstag ein rumänischer Mädchenmarkt stattfand, bei dem die Mädchen verheiratet wurden.
 
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Kukurbitation (Cucurbitatio, v. lat. cucurbita, »Kürbis«; cucurbitare, zum Kürbis machen, schwängern), eine Art der Felonie (s. d. und Lehnswesen), die der Vasall durch den Beischlaf mit der Frau, Braut oder einer nahen Verwandten oder Verschwägerten seines Lehnherrn beging.
 
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Kukurbitazeen (Kürbisgewächse), dikotyle, den Passiflorinen nahestehende Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Kampanulinen, meist einjährige, mit Ranken kletternde Kräuter mit rauhen, handnervigen, oft fünflappigen Blättern und achselständigen Blütensprossen. Die Blüten sind oberständig, eingeschlechtig und meist fünfgliedrig (Fig. 1 u. 2). Kelch und Krone haben einen gemeinsamen becherförmigen Basalteil. Die mit den Kronenteilen abwechselnden 5 Staubgefäße sind sämtlich oder nur zu 2 und 2 verwachsen, so daß das fünfte frei bleibt, oder sie sind sämtlich frei; sie tragen gewundene Antheren, die paarweise verwachsen oder auch, wie bei Cyclanthera, sämtlich zu einem einzigen ringförmigen Pollenbehälter verschmelzen können. Der unterständige Fruchtknoten wird von 35 völlig verschmolzenen Fruchtblättern gebildet. Der meist kurze Griffel trägt 35 fleischige Narben. Die Samenanlagen sind umgewendet und horizontal. Die Frucht stellt eine große, vielsamige Beere dar, deren Scheidewände sich zu einem die Fächer ausfüllenden Fruchtbrei auflösen, in dem die flachen, endospermlosen Samen mit geradem Keimling liegen. Diese Familie besteht aus über 650 meist tropischen oder subtropischen Arten, zumal Ostindiens; viele enthalten einen heftig abführend und brechenerregend wirkenden Bitterstoff (z. B. die Koloquinte); die Gefäßbündelnetze aus der Frucht der tropischen Luffa-Arten sind die Luffaschwämme des Handels. Genießbare Früchte liefern der Kürbis, die Gurke, die Melone und die Wassermelone. Fettes Öl wird aus den Samen der Kürbisse gewonnen.
 
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Kukuruz, soviel wie Mais.
 
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Kukuruzbrot, s. Meyers Brot, S. 462.
 
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Kul (»Sack«), als russ. Getreidemaß soviel wie Tschetwert, bei trocknen Sämereien aber gewöhnlich nach Gewicht berechnet, z. B. mit Sack bei Roggen zu 360, bei Grütze zu 320, bei ungedörrtem Hafer zu 237 Funt von 409,51 g.
 
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Kül, großes beutelförmiges Fischnetz, das an der ostfriesischen Küste im Gebrauch ist.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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