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Kühnes Desinfektionsmittel bis Kuhweide (Bd. 6, Sp. 780)
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Artikelverweis Kühnes Desinfektionsmittel, s. Übermangansäure.
 
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Kühnring, Dorf, s. Meyers Eggenburg.
 
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Kuhpilz, s. Boletus.
 
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Kuhpocken, s. Meyers Impfung und Meyers Pocken.
 
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Kuhrecht, s. Meyers Alpenwirtschaft.
 
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Kuhreigen (Kuhreihen, franz. Ranz de vaches), eine jetzt nur selten mehr gehörte einfache Melodie, die von den Schweizer Alpenhirten beim Aus- und Eintreiben des Viehes gesungen oder auf dem Alphorn geblasen wird. Sie ist nicht durch die ganze Schweiz gleich, jedoch der Grundtypus überall derselbe. Sammlungen von K. gaben Wyß und Huber (»Sammlung von Schweizer K. etc.«, Bern 1815) und Huber (»Recueil de ranz des vaches, etc.«, St. Gallen 1830) heraus. Die älteste Auszeichnung des Kuhreigens findet sich in G. Rhaws »Bicinia« (1544). Vgl. A. Tobler, Kühreihen, Jodel und Jodellied in Appenzell (Zürich 1891); Gauchat, Étude sur le ranz des vaches fribourgeois (das. 1899).
 
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Kuhreiher, s. Meyers Rohrdommel.
 
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Kuhstall, ein eigentümliches massiges Felsengebilde in Gestalt eines breiten, flachgedrückten Tordurchgangs bei Lichtenhain in der sächs. Kreish. Dresden, 336 m ü. M., ein vielbesuchter Punkt der Sächsischen Schweiz. Den Namen K. soll es haben, weil die Bauern der umliegenden Dörfer im Dreißigjährigen Krieg ihr Vieh dahin flüchteten. Durch neuere Forschungen ist nachgewiesen, daß auf dem K. das Schloß Wildenstein stand, das nach Übergang der gleichnamigen Herrschaft an die sächsischen Fürsten 1451 geschleift wurde. S. auch Stallungen.
 
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Kuhstar, s. Meyers Kuhvogel.
 
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Kuhvogel (Kuhstar, Molothrus Sws.), Gattung der Sperlingsvögel aus der Familie der Stärlinge (Icteridae) und der Unterfamilie der Schwarzvögel (Quiscalinae), Vögel mit kurzem, konischem, fast geradem, sehr spitzem Schnabel, ziemlich langen, spitzen Flügeln, mittellangem, abgestutztem Schwanz und zierlichen, mittelhohen Füßen mit dünnen Zehen und wenig gebogenen Krallen. Die Kuhvögel leben als Herdenvögel in polyandrischen Gesellschaften, die dreimal soviel Männchen als Weibchen enthalten. Das Weibchen von M. bonariensis Gmel. in Südamerika soll in einem Sommer 60100 Eier legen. Diese sind sehr hartschalig, nach Farbe und Zeichnung nur bei demselben Weibchen gleich und werden in die Nester andrer Vögel, besonders kleiner Singvögel, gelegt, wobei sich viel Übereinstimmung mit den Gewohnheiten des Kuckucks zeigt. Die Kuhvögel legen aber bisweilen mehrere Eier in dasselbe Nest. Da die Kuhvögel auf dem Rücken des weidenden Viehes leben, um die Schmarotzer abzulesen, so sind sie an die Herden und ihr Wanderleben gebunden. Man hat hieraus die Entstehung des Instinktes, die Brutpflege andern Vögeln zu überlassen, abgeleitet. Einige Arten der Gattung, wie M. badius Vieill. in Argentinien, Paraguay und Bolivia, bauen eigne Nester und brüten selbst. Der gemeine K. (M. pecoris Sws., s. Tafel Meyers »Sperlingsvögel III«, Fig. 3), 19 cm lang, 30 cm breit, ist bräunlichschwarz mit rußbraunem Kopf und Hals, dunkelbraunem Auge, Fuß und Schnabel, findet sich weitverbreitet in Nordamerika, in den nördlichen Staaten von März bis Oktober, besonders an Sümpfen, auf Wiesen. Er legt seine verhältnismäßig kleinen, blaß blaugrauen, braun gefleckten und gestrichelten Eier einzeln in fremde Nester.
 
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Kuhweide, s. Meyers Koppelweide.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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