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Kugelfläche bis Kugelkaktus (Bd. 6, Sp. 771 bis 772)
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Artikelverweis Kugelfläche, s. Meyers Kugel, S. 767.
 
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Kugelflechte, s. Sphaerophorus.
 
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Kugelgelenk (Arthrodie), s. Meyers Gelenk; K. heißt auch ein Scharnier, bei dem eine Kugel von einem hohlkugelförmigen Teil umfaßt und einem oder beiden Teilen unbeschränkte Beweglichkeit gestattet ist.
 
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Kügelgen, 1) Gerhard von, Maler, geb. 6. Febr. (25. Jan.) 1772 in Bacharach, gest. 27. März 1820 bei Dresden, ward nebst seinem Zwillingsbruder Karl v. K. (s. unten 2) in dem Jesuitenkollegium zu Bonn erzogen. Seit 1789 widmeten sich die Brüder der Kunst und gingen 1791 auf Kosten des Kurfürsten von Köln nach Rom. Als infolge der französischen Invasion die Unterstützung aufhörte, begab sich Gerhard nach München, um sich durch Porträtieren seinen Unterhalt zu verschaffen, während Karl in Rom zurückblieb. Gerhard ging im September 1795 nach Riga, wohin ihm später auch sein Bruder folgte, und 1799 begaben sich beide nach Petersburg, wo Gerhard zahlreiche Aufträge erhielt und Karl kaiserlicher Hofmaler wurde. 1805 folgte Gerhard einem Ruf als Professor der Kunstakademie nach Dresden. Er starb durch Mörderhand auf dem Heimwege von seinem Weinberg in Loschwitz nach seiner Wohnung. K. malte zumeist religiöse (den verlornen Sohn in der Dresdener Galerie) und mythologische Bilder (Andromeda, Ariadne in der Berliner Nationalgalerie) im Eklektizismus seiner Zeit. Er hat auch Bildnisse, so die von Goethe, Herder, Wieland u. a., gemalt. Vgl. Hasse, Das Leben G. v. Kügelgens (Leipz. 1824); die Biographie seiner Gemahlin: »Marie Helene von K., geborne Zöge von Manteuffel. Ein Lebensbild in Briefen« (das. 1900); Konst. v. Kügelgen, Gerhard von K. als Porträt- und Historienmaler (das. 1901). Sein Sohn Wilhelm von K., geb. 20. Nov. 1802 in Petersburg, gest. 25. Mai 1867 in Bernburg, bildete sich in Dresden und Rom ebenfalls zum Maler, lebte 182730 in Rußland, später in Dresden und wurde 1834 herzoglicher Hofmaler in Bernburg. Ein großes Altarbild von ihm (Kreuzigung Christi) besitzt die St. Olaikirche in Reval. Am bekanntesten ward er durch die erst nach seinem Tod erschienene anziehende Selbstbiographie: »Jugenderinnerungen eines alten Mannes« (Berl. 1870; 23. Aufl., Stuttg. 1904; daneben häufig nachgedruckt). Zu seinem 100. Geburtstag erschienen seine »Drei Vorlesungen über Kunst« (Leipz. 1902).
   2) Karl von, Maler, Zwillingsbruder von K. 1), gest. 9. Jan. 1832 in Reval, genoß mit diesem denselben ersten Kunstunterricht und wandte sich in Rom der Landschaftsmalerei zu. Als russischer Hofmaler trat er 1804 eine Reise in die Krim an, wo er 150 Gegenden aufnahm. Da der Kaiser Alexander I. wünschte, diese Bilder in Öl ausgeführt zu sehen, bereiste K. 1806 abermals ganz Taurien und brachte 240 Zeichnungen zurück; doch wurden von ihnen nur

[Bd. 6, Sp. 772]


30 in Öl ausgeführt. Eine Sammlung von 55 später ebenfalls in Öl ausgeführten Bildern war das Resultat einer Reise durch Finnland (1818). 1827 ließ sich K. in Reval nieder. Er gab auch eine »Malerische Reise in die Krim« (Petersb. 1823) heraus.
   3) Paul von, Journalist, Verwandter der vorigen, geb. 1843 zu Wesenberg in Livland, gest. 18. Okt. 1904 in St. Petersburg, widmete sich der journalistischen Laufbahn und wurde 1874 Chefredakteur der deutschen St. Petersburger Zeitung, die er bis zu seinem Tode leitete. In dieser Stellung hat er sich große Verdienste um die Erhaltung und Förderung des Deutschtums und der deutschen Kultur in Rußland erworben, wobei er mit seinem Takte die Pflichten des russischen Untertans mit seiner Aufgabe zu vereinigen wußte, ohne bei der russischen Regierung Anstoß zu erregen.
 
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Kugelgewölbe, s. Meyers Gewölbe, S. 811.
 
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Kugelgranit, Granit mit kugelförmigen Ausscheidungen.
 
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Kugelhaube, soviel wie Kalotte, s. Meyers Kugel, S. 768; auch ein Teil der Meyers Rüstung (s. d.).
 
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Kugelherren, s. Meyers Brüder des gemeinsamen Lebens.
 
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Kugelhuhn, soviel wie Kaulhuhn.
 
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Kugeljaspis, s. Meyers Jaspis.
 
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Kugelkaktus, s. Mamillaria.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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