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Krukowiecki bis Krumhermersdorf (Bd. 6, Sp. 747 bis 748)
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Artikelverweis Krukowiecki (spr. -wjétzki), Johann, Graf von, poln. General, geb. 1770, gest. 1850 in Warschau, war 1796 in österreichischen Diensten Wurmsers Adjutant, trat 1806 in die Dienste des Großherzogtums Warschau und ward 1813 General. Als 1830 die Revolution ausbrach, ward er von der Insurrektion zum Generalgouverneur von Warschau ernannt, befestigte rasch die Hauptstadt und handhabte streng die Ordnung. Aus dieser Stellung durch Skrzynecki verdrängt, wurde er bei der radikal-patriotischen Emeute vom 15. Aug. 1831 auf den Schild erhoben. Er wurde vom eingeschüchterten Reichstag zum Präsidenten der Nationalregierung ernannt, bewies aber weder Geschick noch Mut, so daß er nach dem Kampfe von Wola (6. Sept.) wegen Unterhandlungen mit den Russen über freiwillige Ergebung vom Reichstag abgesetzt wurde. Trotzdem wurde er nach Einnahme Warschaus von den Russen nach Kasan abgeführt.
 
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Krulle, aus gesteiftem Zeug getollte Halskrause, in Norddeutschland und den Niederlanden während des 17. Jahrh. üblich. S. Tafel Meyers »Kostüme III«, Fig. 6.
 
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Krullfarn, s. Meyers Adiantum.
 
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Krullhaar (Krollhaar), s. Meyers Roßhaar.
 
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Krumau (tschech. Krumlov), Stadt in Böhmen, an der Moldau und der Staatsbahnlinie Budweis-Salnau, 509 m ü. M., Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat 7 Vorstädte, ein großes, auf steilem Felsen über der Moldau gelegenes Schloß des Fürsten Schwarzenberg, ehemals Stammsitz des mächtigen Geschlechts der Rosenberge, mit einem Turm von 1589, schöner Kapelle, Archiv, Bibliothek (30,000 Bände), Gemäldegalerie und ausgedehntem Park, ein Denkmal Josephs II., eine Erzdechanteikirche, einen Minoritenkonvent, Obergymnasium, Studentenkonvikt, Sparkasse, eine Papierfabrik, eine Flachs- und Hanfspinnerei, eine Tuch-, eine Möbel- und eine Goldleistenfabrik, Kunstmühlen, Bierbrauereien, Graphitbergbau, Handel und (1900) 8676 meist deutsche Einwohner. K. wird schon 1309 als Stadt genannt. Von der Herrschaft K. führt der Fürst Schwarzenberg den Titel Herzog von K. mit der Berechtigung, eine eigne Garde (40 Mann unter einem Hauptmann) zu halten. Nördlich von K. erhebt sich der aussichtsreiche Schöninger (1080 m).

[Bd. 6, Sp. 748]



 
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Krumbach, Bezirksamtsstadt im bayr. Regbez. Schwaben, an der Kamlach und der Staatsbahnlinie Günzburg-K., 510 m ü. M., hat 2 kath. Kirchen, Synagoge, Schloß, Amtsgericht, Forstamt, Weberei, Silber- und Wachswarenfabrikation, Dampfsägewerk, Bierbrauerei, starken Hopfenbau, bedeutende Pferde- und Rindviehmärkte und (1900) 2150 meist kath. Einwohner. In der Nähe in schöner waldiger Gegend das Krumbad mit drei erdig-salinischen Quellen, die gegen Frauenkrankheiten, Rheumatismen, Gicht etc. getrunken oder zu Bädern benutzt werden. K. gehörte bis 1805 zur österreichischen Markgrafschaft Burgau.
 
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Krumbacher, Karl, Philolog, geb. 23. Sept. 1856 in Kürnach bei Kempten, studierte klassische Philologie in München und Leipzig, war hierauf (seit 1879) als Gymnasiallehrer in München tätig und wurde an der dortigen Universität 1891 außerordentlicher, 1897 ordentlicher Professor der mittel- und neugriechischen Philologie. K. ist durch seine »Geschichte der byzantinischen Literatur« (Münch. 1891, 2. Aufl. 1897) Begründer der byzantinischen Philologie in Deutschland geworden, für die er überdies durch die »Byzantinische Zeitschrift« (Leipz. 1892 ff.), zu der das »Byzantinische Archiv« (das. 1898 f.) eine Ergänzung bildet, einen internationalen Mittelpunkt schuf. Zahlreiche Arbeiten zur mittel- und neugriechischen Sprachgeschichte und Philologie sind besonders in den Sitzungsberichten der Bayrischen Akademie niedergelegt. Außerdem veröffentlichte er: »Griechische Reise« (Berl. 1886), ein Ergebnis seines Aufenthalts im Orient in den Jahren 188485.
 
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Krumbholz, Karl Gotthelf, Musterzeichner, geb. 1819 zu Großschönau in Sachsen, besuchte die technische Bildungsanstalt in Dresden, an der er 1847 als Lehrer in der Abteilung für Ornament- und Musterzeichnen angestellt wurde, siedelte aber 1854 nach Paris über, wo er ein eignes Atelier gründete. 1860 wurde er als Lehrer an die höhere Webeschule in Elberfeld und 1863 an die Polytechnische Schule in Dresden berufen, wo er 1869 zum Professor ernannt wurde. Seit 1875 übte er seine Lehrtätigkeit an der dortigen Kunstgewerbeschule, und 1881 trat er in den Ruhestand. Er lebt in seiner Vaterstadt. K., der sich namentlich als Musterzeichner für die Leinenindustrie verdient gemacht hat, gab heraus: »Der gewerbliche Künstler« (mit Wentzel, Dresd. 184950); »Compositions de fleurs d'après nature« (Par. 1857); »Fleurs variées« (das. 1857); »Das vegetabile Ornament« (Dresd. 1879); »Vegetabile Naturformen« (Plauen 1897).
 
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Krümelstruktur, s. Meyers Boden, S. 118.
 
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Krümelzucker, s. Meyers Traubenzucker.
 
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Krumhermersdorf, Landgemeinde in der sächs. Kreish. Chemnitz, Amtsh. Flöha, hat eine evang. Kirche, eine große Strumpfwirkerei, eine Korsettfabrik, Fabrikation von Holz- und Küchengeräten, Spinnerei und (1900) 2220 Einw.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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