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Kropzeug bis Krotălon (Bd. 6, Sp. 741)
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Artikelverweis Kropzeug (v. alten krop, kriechen), das kleine Volk (Kinder, Kleinvieh, Gesindel, Pack).
 
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Kroquis, s. Meyers Kroki.
 
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Kroscienko (spr. kroschtschénko), Marktflecken in Galizien, Bezirksh. Neumarkt, am Dunajec, Sitz eines Bezirksgerichts, hat Burgruinen, einen Natronsäuerling und (1900) 1979 poln. Einwohner.
 
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Kröse, soviel wie Halskragen, Halskrause; auch Werkzeug, s. Meyers Faß, S. 345.
 
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Kröseleisen, s. Meyers Fügeeisen.
 
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Krosigk, Gebhard von, preuß. General, geb. 18. Jan. 1835 in Hohen-Erxleben bei Bernburg, gest. 29. Mai 1904 in Bischofferode bei Ellrich am Harz, ward 1855 Leutnant im 10. Husarenregiment, besuchte 186062 die Militärreitschule in Schwedt, wirkte dort auch 186568 als Lehrer, war im Krieg von 1866 Rittmeister und Adjutant beim Kommando des Kavalleriekorps der 1. Armee, wurde 1868 persönlicher Adjutant des Prinzen Friedrich Karl, in dessen Gefolge er als Major am deutsch-französischen Kriege 1870/71 teilnahm, 1875 Oberstleutnant und Kommandeur des Gardehusarenregiments, 1879 Oberst, 1883 Kommandeur der 3. Garde-Kavalleriebrigade und 1884 Chef des Militärreitinstituts in Hannover. Seit 1888 Generalleutnant, befehligte er bei verschiedenen Manövern die Kavalleriedivisionen, wurde 1893 General der Kavallerie und Inspekteur der 1. Kavallerieinspektion, erhielt auch den Vorsitz in der Kavalleriekommission und nahm 1898 den Abschied.
 
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Krosno, Stadt in Galizien, am Wislok und an der Staatsbahnlinie Stróze-Neu-Zagorz, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat eine gotische Pfarrkirche, zwei Klöster, Schloßruinen, eine Realschule, Lehrerbildungsanstalt, Landeswebeschule, starke Weberei und (1900) 4410 poln. Einwohner.
 
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Krösos (Kroisos, Crösus), letzter König von Lydien, aus der Dynastie der Mermnaden, war Statthalter von Mysien, bis er 563 v. Chr. seinem Vater Alyattes auf dem Thron folgte. Er eroberte Ephesos, zwang die übrigen kleinasiatischen Griechen zur Zinspflicht, unterwarf Phrygien, Bithynien und dehnte seine Herrschaft östlich bis an den Fluß Halys aus. Die Schätze, die er in seiner glänzenden Hauptstadt Sardes aufhäufte, wurden sprichwörtlich. In dieser Zeit des Glücks soll nach Herodots Erzählung, deren Sagenhaftigkeit schon die chronologischen Schwierigkeiten beweisen, Solon den K. besucht, aber jenen Schätzen einen so geringen Wert beigemessen haben, daß er, statt ihren Besitzer für den glücklichsten der Sterblichen zu erklären, das Los des sonst unbekannten Atheners Tellos und des Brüderpaares Kleobis und Biton dem des reichen Königs weit vorzog, weil kein Mensch vor seinem Tode glücklich zu preisen sei. Durch den Sturz des ihm verschwägerten medischen Königs Astyages (553 oder 550) auch für seine Herrschaft besorgt gemacht, beschloß K., der ihm von Kyros drohenden Gefahr durch einen Angriff zuvorzukommen, und verband sich mit Nabunaid von Babylon und Amasis von Ägypten. Das Orakel zu Delphi, über den Ausgang des Unternehmens befragt, antwortete, wenn K. über den Fluß Halys gehe, werde ein großes Reich zugrunde gehen. Den Doppelsinn dieser Antwort übersehend, überschritt er den Halys und lieferte den Persern bei Pteria 547 eine unentschiedene Schlacht. K. zog sich nach Sardes zurück, entließ seine Hilfstruppen und gedachte während des Winters neue Rüstungen zu machen. Plötzlich aber fiel Kyros in sein Reich ein und warf durch eine List K. samt seiner lydischen Reiterei nach Sardes zurück. Nach 14tägiger Belagerung fiel die Stadt 546, und K. selbst wurde gefangen. Herodot erzählt: Zum Feuertode verurteilt, entsann sich K. auf dem Scheiterhaufen der warnenden Worte des griechischen Weisen und rief dreimal dessen Namen. Auf des Kyros Erkundigung, was er damit meine, erzählte er ihm den Grund und machte damit einen solchen Eindruck auf den Sieger, daß dieser ihn begnadigte. Da aber die Flamme nicht sogleich zu dämpfen war, so flehte K. Apollon um Rettung an, worauf ein heftiger Platzregen das Feuer löschte. Diese Erzählung indes sowie die des Ktesias, K. habe nach der Eroberung der Stadt im Tempel des Apollon Rettung gesucht und sei dort durch dessen Hilfe dreimal aus den Händen der Perser befreit worden, und nachdem ihm der Gott in der königlichen Burg zum viertenmal Beistand geleistet, habe ihn Kyros als einen Schützling der Götter begnadigt, sind griechische Sagen. Kyros behandelte K., wie andre unterworfene Könige, großmütig und räumte ihm als Ratgeber an seinem Hof eine ehrenvolle Stelle ein, die K. auch unter Kambyses behauptete.
 
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Krossen (K. an der Oder, Crossen), Kreisstadt im preuß. Regbez. Frankfurt, an der Mündung des Bober in die Oder und der Staatsbahnlinie Bentschen-Kottbus, 39 m ü. M., hat eine 156 m lange Oderbrücke, 3 evangelische und eine kath. Kirche, ein altes Schloß, ein Realprogymnasium, eine Wein- und Obstbauschule, Molkereischule, Erziehungsanstalt für verwahrloste Mädchen (Marienstift), Amtsgericht, Hauptsteueramt, Messingwaren-, Kupferröhren-, Tuch- und Pflaumenmusfabrikation, Obst- und Weinbau, Wein- und Fischhandel, Schiffahrt und (1900) mit der Garnison (ein Infanteriebataillon Nr. 52) 7369 Einw., davon 401 Katholiken und 112 Juden. K., schon 1005 gegründet, früh als Oderübergang bedeutend, erhielt 1232 deutsches Stadtrecht, war dann Hauptort eines niederschlesischen Fürstentums, das 1482 als Pfand und 1537 bleibend an Brandenburg kam, und wurde 1633 von kaiserlichen Truppen erobert und geplündert. Am 14. Mai 1886 wurde die Stadt von einem verheerenden Wirbelsturm arg heimgesucht. Vgl. v. Obstfelder, Chronik der Stadt K. (Krossen 1895); Lüddecke, Bilder aus dem Krossener Odergau (das. 1902); Bruchmüller, Zwischen Sumpf und Sand (Berl. 1904).
 
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Krosstensgrus (Krosstenslera), schwed. Bezeichnung für Geschiebemergel, s. Diluvium, S. 11.
 
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Krotălon (griech., »Klapper«), ein schon den alten Ägyptern bekanntes Klapperinstrument, das von den Griechen und Römern beim Tanz gebraucht wurde. Es bestand aus zwei Stücken gespaltenen Rohres oder aus zwei Stücken Blech, die wie die Kastagnetten miteinander verbunden waren und geschlagen wurden.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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