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Kronenrand bis Krone von Italien (Bd. 6, Sp. 734 bis 735)
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Artikelverweis Kronenrand, s. Meyers Hus.
 
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Kronenrost, s. Meyers Rostpilze.
 
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Kronentaler (Krontaler), eine 170918 in Frankreich geprägte Silbermünze (Écu aux trois couronnes) von 5,12 Mk. Soll- und 4,954 Mk. wirklichem Wert der Talerwährung, = 6 Livres, später durch den Laubtaler ersetzt und in dieser Form seit 1755 für die österreichischen Niederlande nachgeahmt; hier nach dem Reichsfuß zu 8 Stück aus der rauhen Mark von 251 Grän Feinheit oder bei geringer Verminderung = 4,594 Mk. sowie in Halb- und Viertelstücken geprägt, trug er (Brabanter Kreuz- [] Taler, Krone, franz. Couronne) Kronen in den drei obern Winkeln des burgundischen Andreaskreuzes. Die verhältnismäßige Festigkeit seines Gehalts machte ihn weithin beliebt und förderte seine Überschätzung auf 2,7 statt 2,637 Gulden des 24-Guldenfußes, daher ihn andre deutsche Münzherren unter verschiedenem Gepräge in ihre Währung aufnahmen. Im Westen des preußischen Staates massenhaft umlaufend und zur Übervorteilung kleiner Leute benutzt, wurde sein Wert 1821 auf 451/6 Silbergroschen bestimmt, dann seit 1828 die Einschmelzung bewirkt. In Süddeutschland verschwand der ganze K., auf 162 Kreuzer Wert bestimmt und bis 1837 ungleich zwischen 4,603 und 4,634 Mk. ausgeprägt, erst nach Einführung der Reichswährung.
 
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Kronentaube (Megapelia Ep., Goura Flem.), Gattung der Taubenvögel, die größten Vögel der Ordnung, mit fast kopflangem, vor der Spitze etwas verdicktem Schnabel, hochläufigen, kurzzehigen Füßen, mittellangen, stumpfen Flügeln, langem, breitem, abgerundetem Schwanz und fächerartiger, aufrichtbarer Haube aus zerschlissenen Federn. Von den fünf Arten auf Neuguinea und den benachbarten Inseln ist die K. (M. coronata Flem.) 75 cm lang, licht schieferblau, auf dem Mantel und den Schultern braunrot, mit weißer Flügelbinde und licht schiefergrauer Schwanzbinde. Sie lebt nach Art der Fasanen und hält sich meist auf dem Boden auf. Die Gefangenschaft erträgt sie gut. Die etwas größere Fächertaube (M. Victoriae Flem.) ist ebenfalls schieferblau, aber unterseits rotbraun mit blaugrauer Flügelbinde und breiter, weißgrauer Schwanzendbinde; die Federn der Kopfhaube haben an den Enden kleine Fahnen.
 
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Kronentritt, s. Meyers Hufkrankheiten.
 
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Kronenzehner, s. Meyers Geweih, S. 781.
 
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Kröner, 1) Adolf, Verlagsbuchhändler, geb. 26. Mai 1836 in Stuttgart, gründete daselbst 1859 ein Verlagsgeschäft, das sich besonders der Herstellung von Jugendschriften und künstlerisch illustrierten Prachtwerken (»Aus deutschen Bergen« u. a.) widmete. Durch Erwerbung des Verlags von A. Becher und A. Krabbe erweiterte er das Verlagsgeschäft und gab auch der Druckerei, in welche 1868 sein Bruder Paul (geb. 13. Nov. 1839, gest. 25. Febr. 1900 in Stuttgart) als Teilhaber eingetreten war, eine größere Ausdehnung. Seit 1877 gehörte letzterer auch dem Verlag als Teilhaber an. Ende 1883 erwarb die Firma »Gebrüder K.« das Verlagsgeschäft von Ernst Keil in Leipzig mit Einschluß der »Gartenlaube« (die 1903 in den Besitz von Aug. Scherl in Berlin überging; vgl. Keil 2) und 1. Jan. 1889 die Cottasche Buchhandlung in Stuttgart samt dem Verlag und der Druckerei der »Allgemeinen Zeitung« (s. Meyers Cotta 2). 1890 gingen die Krönerschen Geschäfte in der »Union, Deutsche Verlagsgesellschaft« in Stuttgart auf. 1882 bis 1887 und 188991 war Adolf K. Vorsitzender des Börsenvereins der deutschen Buchhändler. 1904 ging die »J. G. Cottasche Buchhandlung Nachfolger« aus dem Besitz der seit 1899 bestehenden Gesellschaft m. b. H. in den persönlichen Besitz von Adolf K. über. Sein Sohn Alfred K., geb. 1861, erwarb 1898 die von Darmstadt nach Stuttgart verlegte Arnold Bergsträßersche Verlagsbuchhandlung, die er 1903 mit dem Emil Straußschen Verlag in Bonn vereinigte und seit 1904 unter eigner Firma (»Alfred K. Verlag, Stuttgart«) weiterführt.
   2) Christian, Maler, geb. 3. Febr. 1838 in Rinteln, arbeitete bei seinem Bruder, einem Dekorationsmaler, als Lehrling und konnte sich erst 1861 der Kunst widmen. Er ging zunächst nach München, 1862 nach Düsseldorf und bildete sich hier lediglich durch Selbststudium und häufige Reisen nach Oberbayern, Thüringen und besonders Westfalen zu einem Landschafts- und Tiermaler von hervorragender Bedeutung, der, selbst Jäger, das Leben und Treiben des jagdbaren Wildes in der Ruhe wie in dramatischen Momenten beobachtet hat und mit scharfer Charakteristik zu schildern weiß. Seine Landschaften zeichnen sich durch seine Stimmung und kräftige Färbung aus. Besonders gelingt ihm die malerische Wiedergabe des Morgennebels. Sein Hauptstudienfeld bilden der Teutoburger Wald, der Harz und Rügen. Von seinen sehr sorgfältig behandelten Bildern sind die bedeutendsten: Hirsche nach dem Kampf (1870), Wildsauen im Winter, Hirsche nach der Brunstzeit (1876), Herbstlandschaft mit Hochwild am Morgen (1877, Berliner Nationalgalerie), durch die Lappen (1879), durch die Schützen (1884), im schlechten Wind (1891), schlagender Hirsch, der Ruhestörer, bei der Wildfütterung im Winter (1892), auf der Damhirschbirsch beim Fürsten von Putbus auf der Insel Rügen (1893), Siesta auf der Robbenbank (1894), Treibjagd am Niederrhein (1895), Auerhahnbalz (1896), zur Brunstzeit im Teutoburger Wald und Sauen im Winter (1901). Er hat auch radiert, zahlreiche Zeichnungen für den Holzschnitt geliefert und viele landschaftliche Aquarelle, zum Teil mit Wildstaffage, nach Motiven aus Rügen, dem Harz und andern deutschen Waldgegenden ausgeführt. K. besitzt die große goldene Medaille der Berliner Ausstellung und ist Mitglied der Berliner Akademie und königlicher Professor. Seine Gattin Magda K. ist eine hervorragende Blumen- und Stillebenmalerin.
 
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Kronerbämter, s. Meyers Erbämter.
 
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Krones, 1) Therese, Schauspielerin, geb. 7. Okt. 1801 zu Freudenthal in Österreichisch-Schlesien als Tochter eines herumziehenden Schauspieldirektors, gest.

[Bd. 6, Sp. 735]


28. Dez. 1830 in Wien, wurde nach mehreren Engagements an Provinzialbühnen 1821 Mitglied des Leopoldstädter Theaters in Wien, wo sie Raimund zum Kollegen hatte, auf den sie bei seinen dichterischen Arbeiten starken Einfluß übte. Mit einem lebhaften und heitern Temperament und einem graziösen Äußern begabt (man nannte sie die »Grazie der Trivialität«), leistete sie im Lustspiel und im Volksstück Ausgezeichnetes, verfaßte auch selbst einige Volksstücke (»Sylphide«, »Nebelgeist« etc.). Ihr Leben behandelten Bäuerle in einem Roman und Haffner in einem Bühnenstück.
   2) Franz Xaver K., Ritter von Marchland, österreich. Geschichtschreiber, geb. 19. Sept. 1835 zu Ungarisch-Ostrau in Mähren, gest. 17. Okt. 1902 in Graz, verlebte seine Jugend im mährischen Kloster Neureisch, studierte in Wien Philosophie und Geschichte, ward 1857 Professor der österreichischen Geschichte an der Rechtsakademie in Kaschau, 1861 am Gymnasium in Graz und habilitierte sich an der Universität daselbst, an der er seit 1865 als Professor der österreichischen Geschichte wirkte. Er schrieb: »Umrisse des Geschichtslebens der deutsch-österreichischen Ländergruppe vom 10.16. Jahrhundert« (Innsbr. 1863); »Zur ältesten Geschichte der Freistadt Kaschau« (Wien 1864); »Die österreichischen, böhmischen und ungarischen Länder 14371526« (das. 1864); »Zur Geschichte Ungarns im Zeitalter Franz Rákóczys II.« (das. 1870); »Ungarn unter Maria Theresia und Joseph II.« (Graz 1870); »Handbuch der Geschichte Österreichs« (Berl. 187679, 5 Bde.); »Grundriß der österreichischen Geschichte« (Wien 188183,4 Abtlgn.); »Die Freien von Saneck und ihre Chronik als Grafen von Cilli« (Graz 1883); »Geschichte der Karl Franzens-Universität in Graz« (das. 1886); »Zur Geschichte Österreichs im Zeitalter der französischen Kriege und der Restauration. 17921816« (Gotha 1886); die Biographie »Moritz von Kaiserfeld« (Leipz. 1887); »Die deutsche Besiedelung der östlichen Alpenländer« (Stuttg. 1889); »Aus dem Tagebuch Erzherzogs Johann von Österreich. 18101815« (Innsbr. 1891); »Aus Österreichs stillen und bewegten Tagen. 18101812 und 18131815« (das. 1892); »Verfassung und Verwaltung der Mark und des Herzogtums Steier von ihren Anfängen bis zur Herrschaft der Habsburger« (Graz 1897); »Die Markgrafen von Steier« (Wien 1897) u. a.
 
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Krone von Indien, kaiserlicher Orden der, gestiftet 1. Jan. 1878 von der Königin Viktoria von England zu Ehren des Tages der Annahme des Titels einer Kaiserin von Indien. Der Orden, dessen Souverän der regierende Monarch von England und Indien ist, wird für weibliche Verdienste im Interesse der englisch-indischen Kolonien an Prinzessinnen des kaiserlichen Hauses, ausgezeichnete indische Damen, hervorragende Engländerinnen und Frauen von Vizekönigen, Gouverneuren von Madras und Bombay, Staatssekretären für Indien verliehen und hat nur eine Klasse. Die Dekoration ist ein ovaler, mit Perlen besetzter Reif, in dessen Mitte die kaiserliche Chiffer: »V. R.« und »I.« in Diamanten, Perlen und Türkisen, überragt von der indischen Kaiserkrone. Der Orden wird an blaßblauem, weiß gerändertem, silbergefranztem Band an der linken Schulter getragen.
 
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Krone von Italien, Orden der, s. Meyers Kronenorden 2).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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