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Kronenblume bis Kronenorden (Bd. 6, Sp. 732 bis 733)
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Artikelverweis Kronenblume (Kaiserkrone), s. Fritillaria.
 
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Kronenblütler, s. Meyers Korollifloren.
 
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Kronenbrenner, s. Meyers Lampen.
 
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Kronenburg, Dorf im deutschen Bezirk Unterelsaß, Vorort von Straßburg, an der Linie Straßburg-

[Bd. 6, Sp. 733]


Truchtersheim der Straßburger Straßenbahnen, hat Bierbrauerei und (1900) 5177 Einw.
 
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Kronenburger (Porzellan), s. Meyers Ludwigsburg.
 
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Kronendach, s. Meyers Dachdeckung.
 
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Kronenfall, s. Meyers Brustwehr.
 
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Kronengold, s. Meyers Goldlegierungen.
 
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Kronenhirsch, s. Meyers Geweih, S. 781.
 
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Kronenkranich, s. Meyers Kranich.
 
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Kronenorden, 1) bayrischer K. oder Verdienstorden der bayrischen Krone (s. Tafel Meyers »Orden I«, Fig. 27), entstanden aus dem Orden des pfälzischen Löwen und gestiftet 19. März 1808 von König Maximilian für Zivilstaatsdiener aller Klassen und um Bayern verdiente Ausländer. Der Orden hatte zuerst drei, jetzt hat er vier Klassen: Großkreuze, Großkomture (1855 hinzugefügt), Komture und Ritter; damit verbunden sind goldene und silberne Medaillen. Die Dekoration ist ein achtarmiges, sechzehnspitziges, weiß emailliertes, mit einem Eichenkranz umgebenes Kreuz mit der Königskrone. Im Avers des Mittelschildes befinden sich die blauen und weißen Rauten und die Umschrift: »Virtus et honos« (»Tugend und Ehre«), im Revers das Bild des Stifters mit der Umschrift: »Maximilianus Josephus Bojoariae Rex«. Die Großkreuze tragen außer dem Kreuz über die Schulter einen achtspitzigen Silberstern mit obigem Mittelschilde, die Großkomture das Kreuz am Hals und einen kleinern Stern, die Komture keinen Stern, die Ritter den Orden im Knopfloch. Das Band ist blauseiden mit weißem Rand. Inländern verleiht der Orden den persönlichen Adel, und hatten Vater und Großvater den Orden ebenfalls, so gibt dies Anspruch auf den erblichen Adel.
   2) Italienischer K. (Orden der Krone von Italien, s. Tafel Meyers »Orden II«, Fig. 11), gestiftet 20. Febr. 1868 von Viktor Emanuel II. zum Andenken an die Einigung Italiens. Der König ist Großmeister, und der Orden hat fünf Klassen: Großkreuze (60), Großoffiziere (150), Komture (500), Offiziere (2000), Ritter. Die Dekoration besteht in einem goldenen, weiß emaillierten Kreuz, dessen abgerundete Flügel durch vier Liebesknoten verbunden sind. Im Avers des blauen Mittelschildes befindet sich die Eiserne Krone in Gold, im Revers der schwarze Adler und das savoyische Kreuz. Das Band ist rot, durch einen weißen Streifen geteilt. Die Großkreuze tragen außer dem Kreuz noch einen silbernen, achtstrahligen Stern mit der Krone im blauen Mittelschild und im weißen, vom schwarzen Adler gekrönten Ring: »Vict. Eman. II. Rex Italiae MDCCCLXVI«, die Großoffiziere das Kreuz am Hals und einen achteckigen Stern mit daraufliegendem Kreuz, die Komture jenes ohne Stern, die Offiziere das Kreuz am Bande mit einer Rosette im Knopfloch, die Ritter ebenso ohne Rosette.
   3) Preußischer K. (s. Tafel Meyers »Orden I«, Fig. 23), gestiftet 18. Okt. 1861 von König Wilhelm I. zum Andenken an seine Krönung. Der dem Roten Adlerorden im Range gleichstehende Orden hat vier Klassen. Die Dekoration besteht in einem goldenen, weiß emaillierten, ausgeschweiften Kreuz, in dessen Mitte auf Goldgrund sich die Königskrone in einem goldbordierten, dunkelblau emaillierten Reise befindet, umgeben von der Inschrift: »Gott mit uns«; auf dem Revers steht der gekrönte Namenszug mit dem Datum der Stiftung als Umschrift. Die erste Klasse trägt außer dem Kreuz noch einen achtspitzigen, silbernen Stern mit dem Medaillon der Vorderseite, die zweite Klasse neben dem Kreuz um den Hals entweder einen Stern, der vierstrahlig ist und das Kreuz obenauf hat, oder Kreuz ohne Stern; die dritte Klasse das Kreuz im Knopfloch, die vierte Klasse das vergoldete Kreuz ohne Email. Der Orden hat innerhalb der vier Klassen dieselben Abstufungen mit besondern Abzeichen wie der Rote Adlerorden (s. Meyers Adlerorden 3). Das Band ist blau. Vgl. Höftmann, Der preußische Rote Adlerorden und der K. in Urkunde und Bild (Berl. 1879).
   4) Rumänischer K., gestiftet von König Karl I. von Rumänien 14. März 1881 (mit Statut vom 10. Mai) zur Erinnerung an die Erhebung Rumäniens zum Königreich. Der Orden hat fünf Grade: Großkreuze, Großoffiziere, Kommandeure, Offiziere, Ritter. Die Dekoration besteht in einem achtspitzigen, rot emaillierten Kreuz mit weißem Rande, zwischen dessen Armen sich verschlungene C befinden, bei sämtlichen Graden von Gold, bei Rittern von Silber. Der rote Mittelschild zeigt im Avers die Stahlkrone und auf dem weißen Ring die Inschrift »Prin noi insine« (»Durch uns selbst«), und unten das Datum 14. Martie 1881, im Revers das Datum 10. Maiu, in der Mitte 1866, 1877, 1881 im Ring. Die Großkreuze tragen zum Kreuz einen achtstrahligen Silberstern mit daraufliegendem Kreuz, die Großoffiziere ebenfalls einen Silberstern, mit der weißen Königskrone in der Mitte, umgeben vom Reif des Averses des Kreuzes. Das Band ist blau mit zwei Silberstreifen.
   5) Siamesischer K. (s. Tafel Meyers »Orden III«, Fig. 9), gestiftet vom König Somdech Chulalongkorn 29. Dez. 1869 für der Regierung und dem Lande geleistete Dienste, in den fünf Klassen der Ehrenlegion. Die Dekoration ist ein blau emaillierter runder Schild mit einem Perlenring, abwechselnd von grünen und roten Lotosblumen umsäumt. Der Mittelschild zeigt die siamesische Königskrone und zwei als hohe Auszeichnung geltende siebenreihige Sonnenschirme, auf dem Revers die Namens-Chiffer des Königs »Ch. P. R.« Die fünfte Klasse ist in Silber. Der Bruststern ist nur durch die Größe unterschieden und entbehrt der goldenen Blätter, an denen die Dekoration hängt. Das Band ist blau mit grünen Randstreifen. Der Orden wird von den Großkreuzen über die Schulter, von den Großoffizieren an einer Rosette auf der Brust, von den Kommandeuren um den Hals, von den Offizieren und Rittern auf der Brust getragen. Nach der Klasse ist die Größe des Ordens verschieden.
   6) Württembergischer K. (s. Tafel Meyers »Orden I«, Fig. 5). König Wilhelm I. vereinigte 27. Sept. 1817 den aus dem Jagdorden entstandenen goldenen Adlerorden und den Zivilverdienstorden mit Zugrundelegung der Statuten des letztern zu einem Zivil- und Militärverdienstorden in drei Klassen, die König Karl zu vier Klassen mit goldenen und silbernen Zivilverdienstmedaillen erweiterte. König Wilhelm II. gab 11. Aug. 1892 neue Statuten und teilte den fortan als »Haus- und Verdienstorden« bestehenden Orden in Großkreuze, Komture mit und ohne Stern, Ehrenkreuze und Ritter, diese in solche mit und ohne Löwen scheidend. Die Dekoration der Großkreuze besteht in einem achtspitzigen, weiß emaillierten Goldkreuz mit Löwen in den Winkeln; auf dem weißen Mittelschild befindet sich der goldene Namenszug König Friedrichs I., umschlossen von einem karminroten Ring mit dem Wahlspruch: »Furchtlos und trew«; auf dem Revers befindet sich eine goldene Königskrone, und das Ganze ist von einer Krone überragt. Dazu tragen die Großkreuze einen achtspitzigen Silberstern, dessen karminrot eingefaßter Mittelschild eine Krone zeigt. Die Komture mit dem Stern tragen ein kleineres Kreuz, dazu einen achtspitzigen Stern mit goldenen Strahlen in

[Bd. 6, Sp. 734]


den Winkeln und der Krone im Mittelschilde, der von dem Wahlspruch umsäumt ist. Die Komture ohne Stern tragen nur das Kreuz um den Hals. Die Ehrenkreuze bestehen in einem nur auf der Vorderseite emaillierten Kreuz mit der goldenen Krone auf dem weißen Feld mit den Löwen des württembergischen Wappens. Es wird an einer Nadel auf der Brust getragen. Die Ritter tragen das auf beiden Seiten emaillierte Kreuz, ohne die darüber angebrachte Krone des württembergischen Ordens; dieses Kreuz wird als besondere Auszeichnung mit den Löwen in den Winkeln der Kreuzarme verliehen. Die Söhne des Königs erhalten den Orden als Hausorden mit dem 7., die übrigen königlichen Prinzen mit dem 14. Jahr. Das Zivilverdienstkreuz ist jetzt in besonderer Form dem K. und dem Friedrichsorden affiliiert. Das Band ist karmesinrot mit schwarzer Einfassung. Die inländischen Inhaber des Ordens mit Ausnahme der Ritter mit und ohne Löwen erhalten den persönlichen Adel.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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