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Kringen bis Krippe (Bd. 6, Sp. 699 bis 700)
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Artikelverweis Kringen, ein Paß in der norweg. Vogtei Gudbrandsdalen (Christians Amt), berühmt dadurch, daß 1612 die Bewohner des Tales daselbst einen Trupp

[Bd. 6, Sp. 700]


schottischer Söldner, der quer durch das Land nach Schweden ziehen wollte, niedermetzelten.
 
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Krinītenkalk (Krinoidenkalk, Enkrinuskalk), Kalkstein mit Resten des Stachelhäuters Encrinus, besonders verbreitet in dem Muschelkalk, der mittlern Abteilung der Meyers Triasformation (s. d.).
 
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Krinitz (Grünitz), s. Meyers Kreuzschnabel.
 
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Krinochrōm, ein Haarfärbemittel, s. Meyers Haare, S. 575.
 
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Krinoiden (Crinoidea), s. Meyers Haarsterne.
 
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Krinoidenkalk, Gestein, soviel wie Krinitenkalk.
 
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Krinoidenschichten, Krinoiden (Haarsterne) führende Schichten, wie solche in verschiedenen Formationen (Silur, Devon, Karbon, Trias etc.) auftreten.
 
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Krinolin (franz.), Gewebe zu Damenunterkleidern aus stark gezwirnter Baumwollkette und Roßhaar- (crin-) Einschlag; daher Krinoline ein daraus verfertigter Frauenunterrock; dann: Bügel-, Meyers Reifrock (s. d.), wodurch die Kleider bauschig vom Leibe abstehen. Angeblich eine Erfindung der Kaiserin Eugenie von Frankreich, die bald aus der Mode verschwand; später wurde sie durch die Tournüre ersetzt, die sich aber auch nicht lange erhielt.
 
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Kriophóros, Beiname des »widdertragenden« Hermes.
 
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Krippe (Praesepe), Sternhaufen im Meyers Krebs (s. d.).
 
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Krippe (franz. Crèche, ital. Presepio), ursprünglich wohl soviel wie Hürde, Stall, wie noch jetzt der erhöhte Futtertrog für Pferde etc. so bezeichnet wird (s. Meyers Stall); dann übertragen die bildliche Darstellung der Geburt Christi im Stall zu Bethlehem mit den Figuren der Maria und des Joseph, der anbetenden Hirten, mit Ochs und Esel, meist in Holz geschnitzt oder aus Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen Ländern verbreitet und drang aus den Kirchen auch in die Familie ein. Anfangs ebenso ausschließlich konfessionelles Kennzeichen der Katholiken wie bei den Protestanten der Christbaum, fängt in neuester Zeit die K. an, sich zur Unterhaltung der Kinder auch in protestantischen Kreisen einzubürgern, während umgekehrt der Christbaum auch bei den Katholiken mehr und mehr Eingang findet. Über die engere Darstellung des Stalles in Bethlehem sind die Krippen allmählich zu umfangreichen Bildwerken mit Hunderten von Figuren in weiten Landschaften mit kunstvollen Bauten hinausgewachsen, die zum Teil wegen ihrer phantasievollen Komposition und ihrer Ausführung auch von künstlerischer Bedeutung sind. Eine reiche Sammlung von Krippen (von Schmederer) besitzt das bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager, Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. (Crèche) bezeichnet man außerdem Warteanstalten für kleine Kinder armer Mütter (s. Meyers Kleinkinderschulen). Im Wasserbau heißt K. ein zum Schutz von Ufern oder Brückenpfeilern dienendes, aus eingetriebenen Pflöcken und Ruten bestehendes Flechtwerk; auch die Meyers Bühnen (s. d.) werden an manchen Orten Krippen oder Kribben genannt.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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