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Kufenrad bis Kug (Bd. 6, Sp. 766 bis 767)
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Artikelverweis Kufenrad, s. Meyers Wasserrad.
 
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Küfer (Küfner, Küper), eigentlich soviel wie Faßbinder, Böttcher, dann der Fässer und Wein besorgende Kellner eines Weinhändlers.
 
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Kuff (Kuffschiff), ein holländisches und deutsches Nordsee-Küstenfahrzeug mit stark abgerundetem Hinterteil und sehr voll gebautem Bug. Das Steuerruder der K. überragt das Heck. Getakelt ist die K. ähnlich der Galjaß und Meyers Galjot (s. d.) oder auch als Schoner (Schonerkuff).
 
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Kufferath, Maurice, Musikschriftsteller, geb. 8. Jan. 1852 in Brüssel als der Sohn von Hubert Ferdinand K. (geb. 1818 in Mühlheim, gest. 23. Juni 1896 in Brüssel, der seit 1844 in Brüssel, von 1872 ab als Professor am Konservatorium wirkte), studierte in Brüssel und Leipzig die Rechte, aber daneben Musik unter seinem Vater und Servais (Cello) und wurde noch als Student Mitarbeiter, später Redakteur und Eigentümer des »Guide musical« (bis 1900) und trat auch 1873 in die Redaktion der »Indépendance belge« ein. 1873 erhielt er einen Preis der Brüsseler Universität für eine Abhandlung über die Comédie Française. 1901 wurde er Direktor des Monnaie-Theaters zu Brüssel. Außer zwei einaktigen Lustspielen: »Les potiches de Damoclès« und »Propriétaire par amour« und Übersetzungen deutscher Operntexte schrieb er ausführliche begeisterte Abhandlungen über Wagners Musikdramen, ferner: »Hector Berlioz et Robert Schumann« (1879), »Henri Vieuxtemps, sa vie et son œuvre« (1883), »L'art de diriger l'orchestre« (1891) u. a.
 
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Kufĭe, Schlange, s. Labaria.
 
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Kufische Münzen, die ältesten Geldstücke der Mohammedaner in Gold (Dinar), Silber (Dirhem), Kupfer (Fuls, Plur. Flus), haben diesen Namen von den nach der Stadt Kufa benannten arabischen Schriftformen der Legenden. Die frühesten, fast nur Kupfermünzen, sind byzantinischen nachgebildet, mit Kaiserfigur, christlichen Emblemen, griechischer Beischrift auf der einen und arabischer auf der andern Seite. Im J. 77 der Hedschra (696 n. Chr.) wurde durch die Münzreformation Abd ul Meliks der rein kufische Typus allgemein, der auf beiden Seiten im Felde

[Bd. 6, Sp. 767]


das mohammedanische Glaubenssymbol und Koranstellen, im Umkreis des Reverses eine ebensolche, des Averses Ort und Zeitbestimmung enthält. Die omaijadischen und abbasidischen Münzen zeigen den kufischen Typus am reinsten. Wichtige Werke über diesen Münzzweig lieferten Frähn und Lane Poole (»Catalogue of Oriental coins in the British Museum«). Vgl. Stickel, Handbuch zur morgenländischen Münzkunde (Leipz. 184570,2 Hefte).
 
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Kufische Schrift, eine der ältern Formen der arabischen Schrift (s. Meyers Arabische Sprache), nach der Stadt Meyers Kufa (s. d.) benannt, wurde wahrscheinlich erst kurz vor Mohammed bei den Arabern eingeführt und diente schon im 2. Jahrh. nach Mohammed nur noch als Koran- und Münzschrift und zu Inschriften. Sie erhielt sich die ersten vier Jahrhunderte d. H. rein, artete dann aber aus.
 
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Kufra (Kufara, El Kofra), Oasengruppe in der Libyschen Wüste, zwischen 2426° nördl. Br. und 1923° östl. L., 270490 m ü. M., besteht aus den Oasen Taiserbo (6343 qkm), Sighen (2054 qkm), Buseima (320 qkm), Erbehna (314 qkm) und Kebabo (8793 qkm), im ganzen 17,824 qkm groß. Fließende Gewässer gibt es nicht, doch hat jede Oase einen salzigen See oder Sumpf, süßes Wasser findet man überall in 13 m Tiefe. An Fruchtbäumen vieler Arten ist K. sehr reich, namentlich an buschförmigen Datteln, von denen es 1 Million gibt. Pferde, Esel, Ziegen, Schafe und Rinder werden gehalten. Die Temperatur ist weniger hoch als an andern Orten gleicher Lage, Rohlfs fand im August und September 47 und 43°. Die Bevölkerung zählt nur 700 Köpfe, denn die meisten der Suya-Araber wohnen in Barka und kommen nur zur Dattelernte nach K.; die ansässige Bevölkerung ist auf das Kloster der Sekte Sidi Snussis, Sauya es Istat, und das Dorf Dschof, beide in Kebabo, beschränkt. Die Gruppe steht in loser Abhängigkeit zu Tripolis. Gerhard Rohlfs (vgl. dessen Werk »Kufra«, Leipz. 1881) erreichte K. als erster Europäer 1879, wurde aber in Kebabo zum Rückzug gezwungen.
 
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Kufstein, Stadt in Tirol, 484 m ü. M., nahe der bayrischen Grenze, am Inn und an den Linien K.-Innsbruck der Österreichischen Südbahn und K.-Rosenheim der bayrischen Staatsbahnen gelegen, mit dem am linken Innufer liegenden Zell durch eine Brücke verbunden, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat eine 1890 restaurierte Pfarrkirche, Zementfabrikation, Bierbrauerei, Maschinenfabrik, Elektrizitätswerk, Sparkasse und (1900) 2897 (als Gemeinde 4549) Einw. K. ist wegen seiner schönen Umgebung ein beliebter Sommeraufenthalt und Ausgangsstation für Touren in das Meyers Kaisergebirge (s. d.). Darüber auf schroffem Felsen die ehemalige Festung Geroldseck (606 m) mit einem einzigen Zugang, jetzt als Kaserne benutzt. Sie wurde 1366 von den Bayern erobert und 1503 von Kaiser Maximilian I. genommen, der den Kommandanten Pinzenauer mit 10 Offizieren enthaupten ließ. 1703 den Bayern wieder übergeben, in deren Händen sie bis nach der Höchstädter Schlacht blieb, kam sie 1805 mit Tirol abermals an Bayern und wurde 1809 von Speckbacher belagert und zum Teil eingeäschert. 1814 fiel sie wieder an Österreich, ward öfters als Staatsgefängnis benutzt, in neuerer Zeit aber als Festung aufgelassen. Auf dem Friedhof liegt der deutsche Nationalökonom Friedrich List, der hier seinem Leben ein Ende machte (1846). Nördlich von K. am Fuß des Tierbergs (723 m, mit Turm aus dem 11. Jahrh.) liegt die gotische Ottokapelle, dem Andenken des Königs Otto bei seiner Fahrt nach Griechenland gewidmet, und östlich die Bade- und Luftkuranstalt Kienbergklamm. Vgl. »K., Bad Kienbergklamm und Umgebung« (Münch. 1890); »K. und seine Umgebung« (Kufstein 1904).
 
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Kuftgari, bei japan. Metallarbeiten die Vergoldung oder Versilberung größerer Flächen durch Abschrapen derselben nach den Umrissen der Zeichnung und Belegen der auf solche Weise etwas vertieften Fläche mit papierdicker Gold- und Silberfolie, die durch Anreiben oder mit Hilfe eines Kittes befestigt wird. Auf diese Weise werden unter anderm die minderwertigen Damaszierungen auf den japanischen Bronzen hervorgebracht, auch erzielt man damit im Verein mit dem Eintreiben der Metalle unter Anwendung der verschiedensten Legierungen die trefflichsten Effekte.
 
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Kug. s. Kugel., S. 771.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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