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Kuangßü bis Kubary (Bd. 6, Sp. 760 bis 761)
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Artikelverweis Kuangßü, s. Meyers Kwangßü.
 
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Kuangtung, chines. Provinz, s. Meyers Kwangtung.
 
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Kuanza (Kwanza), Fluß, s. Meyers Koanza.
 
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Kuara (Kworra), Fluß, s. Meyers Niger.
 
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Kuba, Insel, s. Meyers Cuba.
 
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Kuba, Kreis im nördlichen Teil des russ. Gouv. Baku in Transkaukasien, am nördlichen Abhang des Kaukasus und am Kaspischen Meer, 7311 qkm mit (1897) 183,460 Einw., überwiegend Mohammedaner (Perser, Lesghier, Tataren). Die Perser treiben Acker- und Weinbau, pflanzen Tabak und Farbepflanzen, die andern sind Viehzüchter. Der Kreis bildete früher das zu Persien gehörige Chanat K., das 1799 mit dem Chanat Derbent vereinigt ward und 1806 russisch wurde. Die gleichnamige Hauptstadt liegt an der Kubinka, 621 m ü. M., in schöner, fruchtbarer Gegend, ist aber schmutzig und hat elende Häuser. Die Bewohner treiben Handweberei von Seide und Wolle, Färberei, Gerberei, Obstbau und (1897) 15,346 Einw.
 
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Kuban (Kubanj, bei den Alten Hypanis oder Vardanes, bei den Tscherkessen Pschischtsche, »altes Wasser«), Fluß im russ. Kubangebiet in Ziskaukasien, entsteht aus den Gletschern des Elbrus in 4246 m Höhe, durchströmt als wilder Gebirgsbach den Nordabhang des Kaukasus in nördlicher Richtung, wendet sich dann nach W. und fällt, ungeheure Sümpfe bildend, in den Golf von Kisiltasch des Schwarzen Meeres. Seine Gesamtlänge beträgt 810 km, sein Stromgebiet 55,657 qkm, die Breite wächst von 21 m bis zu 213 m im sehr fischreichen Unterlauf, übersteigt jedoch 1 km zur Zeit der Überschwemmungen. Die bedeutendsten Nebenflüsse sind: die Laba (316 km), Bjelaja (250 km), Urup, der Große und Kleine Selentschuk. Von der Mündung des Nordarmes ins Asowsche Meer bis zur Mündung der Laba (118 km) ist der K. für Dampfer, bis 177 km auch für kleinere Fahrzeuge schiffbar.
 
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Kubangebiet (russ. Kubanskaja Oblast), Provinz im ziskaukasischen Teil des russ. Generalgouv. Kaukasien, begrenzt im SW. vom Kaukasus, im O. vom Terekgebiet und dem Gouv. Stawropol, im N. von dem Dongebiet, im W. vom Asowschen Meer, hat 94,222 qkm Fläche mit (1897) 1,919,397 Einw. Die Provinz wird in ihrer ganzen Ausdehnung von O. nach W. vom Fluß Meyers Kuban (s. d.) durchzogen und scheidet sich in zwei streng gesonderte Gebiete: das eine im S. des Kuban, gebirgig und waldreich (1,7 Mill. Hektar), bis zur sumpfigen Flußebene, das andre im N. des Flusses, kahl, von Steppen, Seen und Sümpfen erfüllt. Die Bevölkerung besteht zum allergrößten Teil aus Russen, außerdem aus Tscherkessen (40,000), Abchasen (12,000), Karatschaiern (22,000), Bergkabardinern (11,000), Armeniern (5000), 3000 Deutschen in zwei Kolonien am Kuban etc. Der Religion nach gab es 1897: orthodoxe Russen 1,767,149, zu denen namentlich die Kubanischen Kosaken gehören, und die unter einem Bischof für die Eparchie Stawropol-Jekaterinodar stehen, ferner 54,790 nichtorthodoxe Christen, 23,195 Raskolniken, 103,313 Mohammedaner, 4796 Israeliten, 327 Heiden. In 1901 bestehenden 467 Schulen waren 41,086 Schüler. Der Ackerbau nimmt jetzt einen bedeutenden Aufschwung; Hauptfrucht ist Getreide, dann Tabak (5000 Hektar, Jahresertrag 2 Mill. Rubel), Wein- (500 Hektar). In den Steppen wird vornehmlich Viehzucht (namentlich Schafe, 3,2 Mill. Stück, Pferde, Rinder, Kamele) betrieben, ebenso starke Bienenzucht (jährlich 1,08 Mill. kg Honig, 85,000 kg Wachs). Ergiebige Fischerei im Kuban sowie in den Seen treiben die Kosaken; Salz gewinnt man aus den Lagunen. Der ansehnliche Handel vertreibt Getreide, Wolle, Holz, Fische, Salz. Das Land wird von der großen kaukasischen Eisenbahn Rostow-Wladikawkas durchschnitten, von der ein Zweig über Jekaterinodar nach Noworossijsk abgeht; ihm gehören im ganzen 586 km an. Administrativ zerfällt die Provinz in sieben Kreise: Batalpaschinsk, Jeisk, Jekaterinodar, Kawkas, Maikop, Temrjuk und Labinsk. Hauptstadt ist Meyers Jekaterinodar (s. d.). Nach der russischen Okkupation wanderten viele Tscherkessen nach der Türkei aus, die russische

[Bd. 6, Sp. 761]


Regierung führte dagegen sehr viele Meyers Kosaken (s. d.) und andre Russen ein. S. Karte »Kaukasien«.
 
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Kubango (Okavango), Fluß in Südwestafrika, fließt vom Hochland von Bihé (portug. Angola), zwischen Koanza und Kunene, zuerst süd-, dann südöstlich entlang der Grenze von Deutsch-Südwestafrika, durchschneidet es nach scharfer südlicher Biegung und bildet in Britisch-Zambesia die Nonafälle, um schließlich nach windungsreichem Lauf als Tioge in die Ebenen nördlich des stark zusammenschrumpfenden Ngamisees zu treten und ihm zuzufließen. Während dieses Gebiet vielfachen Änderungen unterworfen scheint, geht namentlich zur Regenzeit (oberhalb der Fälle?) ein Arm zum Kuando ab und wird durch den Tschobe dem Sambesi tributär.
 
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Kubany, Berg im Böhmerwald, 1362 m hoch, südlich von Winterberg, mit noch erhaltenem Urwald.
 
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Kubary, Johann Stanislaus, Reisender und Ethnograph, geb. 1846 in Warschau, gest. 9. Okt. 1896 auf Ponape (Karolinen), studierte in Warschau Medizin, entfloh aber wegen seiner Beteiligung an dem polnischen Aufstand von 1863 nach Hamburg, wo er von Godeffroy als Sammler für sein Museum in die Südsee gesandt wurde. Von 186874 besuchte K. einen großen Teil Mikronesiens, ließ sich dann als Pflanzer auf Ponape nieder, ging 1882 nach Japan, war 1883 für das Berliner Museum für Völkerkunde auf den Palauinseln tätig und wurde 1885 als Beamter in Neupommern angestellt, kehrte jedoch bald nach Ponape zurück. Er veröffentlichte »Ethnographische Beiträge zur Kenntnis der Karolinischen Inselgruppe und Nachbarschaft« (1. Heft: Die sozialen Einrichtungen der Pelauer, Berl. 1885) und »Ethnographische Beiträge zur Kenntnis des Karolinen-Archipels« (im Auftrag des Museums für Völkerkunde in Berlin unter Mitwirkung von Schmeltz, Leiden 1889 bis 1895, 55 Tafeln).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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