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Krurāl bis Krusemarck (Bd. 6, Sp. 752 bis 753)
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Artikelverweis Krurāl, den Schenkel (lat. crus) betreffend (s. Cruralis); Kruralneuralgie, eine in den Bahnen des Schenkelnerven verlaufende Neuralgie, die besonders an der vordern und hintern Seite des Oberschenkels bis zum Knie herab, nicht selten auch am innern Knöchel und am Fußrücken Schmerzen verursacht. Sie wird wie andre Neuralgien behandelt.
 
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Krusch, in Arabien der spanische Piaster.
 
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Kruschedol, s. Meyers Krušedol.
 
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Kruschewatz, s. Meyers Kruševac.
 
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Kruschewo, s. Meyers Kruševo.
 
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Kruschka (»Krug«), russ. Flüssigkeitsmaß zu 10 Tscharki, = 1/10 Wedro oder 1,23 Lit., 30 im Anker.
 
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Kruschwitz, Stadt im preuß. Regbez. Bromberg, Kreis Strelno, am Ausfluß der Montwey (Netze) aus dem Goplosee und an der Staatsbahnlinie Inowrazlaw-K., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Kriegerdenkmal, eine große Zuckerfabrik und (1900) 2834 meist kath. Einwohner. Am Goplosee der 30 m hohe Mäuseturm, an den sich eine Sage ähnlich wie an den Mäuseturm bei Bingen knüpft. K. ist Stammort der Piasten (s. d.); bis zur Mitte des 12. Jahrh. war es Sitz der Bischöfe von Kujavien.
 
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Kruse, 1) Friedrich Karl Hermann, Geschichtsforscher, geb. 21. Juli 1790 in Oldenburg, gest. 23. Aug. 1866 in Gohlis bei Leipzig, Sohn des 1827 als Professor der historischen Hilfswissenschaften zu Leipzig verstorbenen Karsten K., studierte in Leipzig, wurde 1816 Lehrer am Magdalenengymnasium in Breslau, 1821 Professor der alten und mittlern Geschichte und Geographie in Halle, ging 1828 als Vertreter der Geschichte nach Dorpat und zog sich 1853 nach Deutschland in den Ruhestand zurück. Er schrieb: »Budorgis, oder das alte Schlesien vor der Einführung der christlichen Religion« (Dresd. 1819); »Deutsche Altertümer« (Halle 182429, 3 Bde.); »Hellas, oder geographisch-antiquarische Darstellung des alten Griechenlands« (Leipz. 182527, 3 Bde.); »Anastasis der Waräger« (Reval 1841); »Nekrolivonika, oder Altertümer von Liv-, Esth- und Kurland« (Dorpat 1842); »Russische Altertümer« (das. 184445,2 Hefte); »Urgeschichte des esthnischen Volksstammes und der kaiserlich russischen Ostseeprovinzen« (Mosk. 1846); »Chronicon Nortmannorum« (Gotha 1851); »Historisch-biographisches Gedenkbuch auf alle Tage des Jahres« (2. Aufl., Leipz. 1866).
   2) Heinrich, dramat. Dichter, geb. 15. Dez. 1815 in Stralsund, gest. 13. Jan. 1902 in Bückeburg, studierte in Bonn und Berlin Philologie, verweilte dann einige Jahre im Ausland, namentlich in England, wurde 1844 Gymnasiallehrer in Minden, trat aber 1847 in die Redaktion der »Kölnischen Zeitung« ein Nachdem er 184849 Nachfolger von Gervinus in der Leitung der »Deutschen Zeitung« in Frankfurt a. M. gewesen, kehrte er zur »Kölnischen Zeitung« zurück, die er von 1855 an als Chefredakteur leitete und an der er auch beteiligt blieb, als er 1872 nach Berlin übersiedelte. Seit 1884 lebte er in Bückeburg. Als Dramatiker trat K. zuerst mit dem Trauerspiel »Die Gräfin« (Leipz. 1868, 4. Aufl. 1873) hervor, das den Schillerpreis erhielt; dann folgten die Tragödien: »Wullenwever« (1870, 4. Aufl. 1894), »König Erich« (1871, 2. Aufl. 1873), »Moritz von Sachsen« (1872), »Brutus« (1874, 2. Aufl. 1882), »Marino Faliero« (1876), »Das Mädchen von Byzanz« (1877, 2. Aufl. 1885), »Rosamunde« (1878), »Der Verbannte« (1879, 2. Aufl. 1881), »Raven Barnekow« (1880, 2. Aufl. 1889), »Witzlaw von Rügen« (1881), »Alexei« (1882), »Arabella Stuart« (1888), »Hans Waldmann« (1890), »Nero« (1895), »König Heinrich VII.« (1898, 2. Aufl. 1899), sämtlich in Leipzig erschienen. Außerdem hat er kleinere Dichtungen, namentlich humoristische »Fastnachtsspiele« (Leipz. 1887), »Sieben kleine Dramen« (das. 1893) und »Lustspiele« (das. 1899), sodann die prächtig frischen »Seegeschichten« (Stuttg. 1880, 2. Aufl. 1889; 2. Sammlung, das. 1889, und neue Folge, Leipz. 1900); »Die kleine Odyssee«, eine Seegeschichte (Leipz. 1892), und »Gedichte« (das. 1891, 2. Aufl. 1902), worin ausgezeichnete Elegien enthalten, veröffentlicht-K. neigt in seinen Dramen der realistischen Richtung zu; ihre Hauptvorzüge sind knapper dramatischer Stil, tüchtige Situationsmalerei in einzelnen Szenen und markige Charakteristik, die sich besonders glücklich auf humoristischem Gebiet bewegt. Vgl. F. H. Brandes, H. K. als Dramatiker (Hann. 1898); E. Lange, H. Kruses pommersche Dramen (Greifswald 1902).
 
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Krušedol (spr. kruschedol), Dorf im kroat.-slawonischen Komitat Syrmien, in der bewaldeten Fruska Gora gelegen, mit einem alten serbischen Kloster der Basilianer, in dem mehrere serbische Metropoliten und Äbte, ferner mehrere Fürstinnen aus dem Haus Obrenović (darunter König Milan) ruhen.
 
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Kruseler (Hulle), eine Haube der verheirateten Frauen des 14. u. 15. Jahrh., die, vorn mit mehreren

[Bd. 6, Sp. 753]


Reihen von Krausen garniert, bis auf die Schultern herabhing (s. Abbildung).
 
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Krusemarck, Friedrich Wilhelm Ludwig von, preuß. General, geb. 9. April 1767, gest. 25. April 1822 in Wien, war bis 1806 Adjutant des Feldmarschalls v. Möllendorf, ging 1805 mit diplomatischen Missionen nach Hannover und 1806 dreimal nach Petersburg, um dann ausschließlich in der Diplomatie Verwendung zu finden. 1807 nach London, 1809 nach Paris geschickt, um Napoleon wegen der von Preußen während des österreichischen Krieges befolgten Politik zu besänftigen, wurde K. General und 1810 an Brockhausens Stelle Gesandter in Paris. 1812 im diplomatischen Hauptquartier der Großen Armee in Wilna, ging er im Januar 1813 wieder nach Paris, um die Schwenkung der preußischen Politik zu maskieren, hielt sich im Feldzug 181314 im Hauptquartier des Kronprinzen von Schweden auf, dessen zweideutiges Benehmen ihm schwere Stunden bereitete. Seit Ende 1815 Gesandter in Wien, vertrat er 1821 Preußen auf dem Laibacher Kongreß. K. war zwar kein hervorragender Staatsmann, aber ein schmiegsamer Diplomat und stand daher zu den Männern der Aktionspartei in keinem guten Verhältnis.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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