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Krumbholz bis Krumme Flächen (Bd. 6, Sp. 748)
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Artikelverweis Krumbholz, Karl Gotthelf, Musterzeichner, geb. 1819 zu Großschönau in Sachsen, besuchte die technische Bildungsanstalt in Dresden, an der er 1847 als Lehrer in der Abteilung für Ornament- und Musterzeichnen angestellt wurde, siedelte aber 1854 nach Paris über, wo er ein eignes Atelier gründete. 1860 wurde er als Lehrer an die höhere Webeschule in Elberfeld und 1863 an die Polytechnische Schule in Dresden berufen, wo er 1869 zum Professor ernannt wurde. Seit 1875 übte er seine Lehrtätigkeit an der dortigen Kunstgewerbeschule, und 1881 trat er in den Ruhestand. Er lebt in seiner Vaterstadt. K., der sich namentlich als Musterzeichner für die Leinenindustrie verdient gemacht hat, gab heraus: »Der gewerbliche Künstler« (mit Wentzel, Dresd. 184950); »Compositions de fleurs d'après nature« (Par. 1857); »Fleurs variées« (das. 1857); »Das vegetabile Ornament« (Dresd. 1879); »Vegetabile Naturformen« (Plauen 1897).
 
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Krümelstruktur, s. Meyers Boden, S. 118.
 
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Krümelzucker, s. Meyers Traubenzucker.
 
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Krumhermersdorf, Landgemeinde in der sächs. Kreish. Chemnitz, Amtsh. Flöha, hat eine evang. Kirche, eine große Strumpfwirkerei, eine Korsettfabrik, Fabrikation von Holz- und Küchengeräten, Spinnerei und (1900) 2220 Einw.
 
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Krumir (Khrumir, Kumir, Akhmaïr), Völkerschaft im nordwestlichen Tunis, an der Grenze gegen Algerien, in einer an Blei, Kupfer, Eisen, Steinsalz, warmen Quellen und prachtvollen Wäldern reichen Landschaft. Das etwa 5500 Köpfe starke Volk besteht aus drei arabischen Stämmen (Slul, Mselma, Chia'ia) und einem Berberstamme (Dedmaka, Tademakka). Hauptort ist Ain Draham mit französischer Garnison. Die K. standen stets nur dem Namen nach unter der Herrschaft des Beis von Tunis; ihre räuberischen Einfälle in algerisches Gebiet gaben 1881 den Vorwand zur Okkupation von Tunis durch Frankreich. Vgl. Farine, Kabyles et Kroumirs (Par. 1881); Antichan, Le pays des Khroumirs (4. Aufl., das. 1892); Guérard und Boutineau, Tunisie. La Kroumirie et sa colonisation (das. 1892).
 
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Krummacher, 1) Friedrich Adolf, Dichter und Volksschriftsteller, geb. 13. Juli 1767 zu Tecklenburg in Westfalen, gest. 4. April 1845 in Bremen, wurde nacheinander Rektor in Mörs, Professor der Theologie an der Universität zu Duisburg, reformierter Prediger erst in Krefeld, sodann in Kettwig a. d. Ruhr, 1812 Generalsuperintendent und Oberhofprediger in Bernburg, 1824 Pastor an der St. Ansgariuskirche in Bremen. Sein namhaftestes Werk sind seine »Parabeln« (Duisb. 1805; 9. Aufl., Essen 1876; auch in Reclams Universal-Bibliothek), die mit oft ins Spielende ausartender Sprache, aber mit einem lebendigen Natursinn zur Anschauung des Übersinnlichen durch Gleichnisse und Bilder aus der Sphäre des Sinnlichen zu erheben suchen. Auch mehrere zum Teil vielfach ausgelegte Volks- und Kinderschriften (»Die Kinderwelt«, ein Gedicht in vier Gesängen, Essen 1806 u. a.) sowie einige theologische Schriften gab K. heraus. Vgl. Möller, Friedr. Adolf K. und seine Freunde (Brem. 1849, 2 Bde.); Maria Krummacher, Unser Großvater. Ein Lebensbild in Briefen (3. Aufl., Bielef. 1891).
   2) Gottfried Daniel, Theolog, Bruder des vorigen, geb. 1774 in Tecklenburg, gest. 30. Jan. 1837 in Elberfeld, war nacheinander Pfarrer in Bärl, Wülfrath und seit 1816 in Elberfeld. Er war der Wiedererwecker der calvinistischen Orthodoxie daselbst und veröffentlichte die Predigtsammlungen: »Die Wanderungen Israels durch die Wüste nach Kanaan« (Elberf. 1832, 4. Aufl. 1879; Neukirchen 1900), die »Hauspostille« (Mörs 1835; neue Ausg., Wesel 1871), »Tägliches Manna« (12. Aufl., Köln 1894; Neukirchen 1900) u. a.
   3) Friedrich Wilhelm, evang. Kanzelredner, Sohn von K. 1), geb. 1796 in Mörs a. Rh., gest. 10. Dez. 1868 in Potsdam, machte sich im Wuppertal und in Bremen als Gegner des Rationalismus bekannt. Vorgearbeitet hatte ihm sein Oheim. Er selbst wurde 1843 nach New York, 1847 als Prediger an die Dreifaltigkeitskirche in Berlin, später als Hofprediger nach Potsdam berufen. K. hinterließ viele erbauliche Schriften, unter denen »Salomo und Sulamith« die 9. Auflage (Elberf. 1875) und »Elias det Thisbiter« die 6. Auflage (das. 1874; mit Lebensbeschreibung, Neukirchen 1903) erfahren haben. Vgl seine Selbstbiographie (Berl. 1869). Auf der Versammlung der evangelischen Allianz zu Berlin (1857) machte sich auch sein Bruder Emil Wilhelm K., geb. 7. Mai 1798 in Mörs, gest. 14. Jan. 1886 in Bonn, zuvor Prediger in Langenberg und Duisburg, berühmt durch Protest gegen den Kuß, womit Merle d'Aubigné den bereits ketzerisch werdenden Bunsen begrüßte. Er schrieb: »Evangelischer Hausschatz« (Duisb. 1853, 2 Bde.). Aus seinen nachgelassenen Aufzeichnungen erschienen die »Lebenserinnerungen eines geistlichen Veteranen« (Essen 1889).
 
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Krummachse, s. Meyers Kurbel.
 
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Krummbeinigkeit (X-Beine und O-Beine), s. Meyers Bein.
 
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Krummdarm, s. Meyers Darm.
 
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Krümme (Krümpe), s. Meyers Maul- und Klauenseuche.
 
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Krumme Flächen, s. Meyers Oberflächen.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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