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Krotălon bis Krötenmelde (Bd. 6, Sp. 741 bis 742)
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Artikelverweis Krotălon (griech., »Klapper«), ein schon den alten Ägyptern bekanntes Klapperinstrument, das von den Griechen und Römern beim Tanz gebraucht wurde. Es bestand aus zwei Stücken gespaltenen Rohres oder aus zwei Stücken Blech, die wie die Kastagnetten miteinander verbunden waren und geschlagen wurden.
 
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Kröten (Bufonidae Gthr.), Amphibienfamilie aus der Ordnung der Frösche (Anura), plump gebaute Tiere mit warziger, drüsenreicher Haut, zahnlosen Kiefern, gleichlangen Beinen, vierzehigen Vorder- und fünfzehigen Hinterfüßen. Hinter dem oft verdeckten Trommelfell finden sich meist Drüsen, die, wie die Haut, ein gewöhnlich weißes, oft widerwärtig riechendes Sekret absondern, das auf zarter Haut Brennen und Entzündung hervorruft. Dies Sekret sondern die K. ab, wenn sie angegriffen werden, es dient ihnen als Schutzwaffe (vgl. Hautgifte). Bei der Verfolgung

[Bd. 6, Sp. 742]


spritzen sie auch Harn aus, der aber völlig unschädlich ist. K. finden sich in allen Erdteilen, sie leben während der Laichzeit im Wasser, verbergen sich am Tage an dunkeln, feuchten Orten und suchen nachts Würmer, Insekten, Schnecken, die größern Arten auch kleinere Wirbeltiere. Sie springen nicht weit, laufen aber oft recht hurtig, schwimmen indes schlecht. Bei der Begattung gehen die Eier meist in Schnüren ab. Die K. haben ein sehr zähes Leben und können es an einem feuchten Ort bei dürftiger Nahrung jahrelang fristen; sie halten auch bei völligem Abschluß von Nahrung und Luft monatelang aus, aber die Erzählungen von K., die jahrhundertelang in Gestein eingeschlossen ihr Leben gefristet haben sollen, beruhen auf Täuschung oder Betrug. Die gemeine Kröte (Erdkröte, Feldkröte, Lork, Bufo vulgaris, Laar.), 812 cm lang, mit halben Schwimmhäuten an den Hinterfüßen, ist düster rotgrau oder rotbraun, auch grünlich bis schwarz, dunkel gefleckt, auf der Unterseite hellgrau, beim Weibchen dunkel gefleckt, mit feuerroter Iris, findet sich in ganz Europa und Mittelasien in Gebüsch, auf Feldern, Wiesen, in Kellern, Höhlen etc., besonders auch unter Pflanzen (Salbei, Schierling), gräbt sich selbst eine Höhlung und überwintert vom Oktober bis März und April in trocknen Löchern. Sie fängt Insekten, Würmer, Schnecken und kleine Lurche durch geschicktes Herausschleudern ihrer klebrigen Zunge und ist sehr gefräßig. Zur Paarungszeit im April schreit das Männchen Tag und Nacht; die Vereinigung mit dem Weibchen dauert 810 Tage, und es werden 810 Eierschnüre mit vielen hundert Eiern abgesetzt. Nach etwa 20 Tagen verlassen die Larven den Schleim, und Ende Juni steigen die jungen K. aus Land, werden aber erst im fünften Jahre fortpflanzungsfähig. Sie erreichen ein sehr hohes Alter. Die Häßlichkeit der K. hat ihnen viele Vorurteile erweckt, und sie werden verfolgt, obwohl sie sehr nützliche Tiere sind. Gärtner hegen K. in Gärten, weil sie viele schädliche Schnecken etc. vertilgen. Früher benutzte man die K. auch medizinisch. Die Kreuzkröte (Rohrkröte, Hausunke, B. calamita Laur., s. Tafel Meyers »Frösche II«, Fig. 4), 67 cm lang, ohne Schwimmhäute, olivengrün mit warzenlosem, hellgelbem Längsstreifen über die Rückenmitte, unten weißlichgrau, auf den Schenkeln und Bauchseiten dunkler gefleckt, mit rötlichen, in der Mitte weiß gepunkteten Warzen und grünlichgrauen Augen, findet sich in Westeuropa, Deutschland, Schweden und geht östlich bis zum Weichselgebiet, fehlt in Italien. Sie führt dieselbe Lebensweise wie die vorige, ist aber geschickter, lebendiger und klettert an steilen Flächen in die Höhe. Nachts besucht sie besonders mit Rohr und Binsen bewachsene Bäche (daher der Name Rohrkröte). Das Männchen besitzt eine Schallblase und schreit bei einbrechender Dämmerung, besonders zur Paarungszeit. Angegriffen, scheidet sie aus ihren Drüsen eine weiße, schäumende, stinkende Flüssigkeit aus. Sie laicht im April und Mai, die Larven kriechen am sechsten oder achten Tag aus und durchlaufen die Metamorphose in ca. elf Wochen. Im vierten oder fünften Jahr ist die Kreuzkröte fortpflanzungsfähig; sie erreicht ein hohes Alter u. ist ebenso nützlich wie die vorige.
 
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Krötenauge, s. Meyers Krötenmaul.
 
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Kröteneidechse (Phrynosoma Wiegm.), Eidechsengattung aus der Gruppe der Dickzüngler (Crassilingues) und der Familie der Leguane (Iguanidae), Tiere mit plumpem Leib, kurzem, am Grunde dickem Schwanz, ungleichartiger, bei einzelnen Arten stachliger Beschuppung und knöchernen Dornen am Hinterrande des Kopfes. Von den zwölf Arten in Nordamerika und Mexiko ist die K. (Tapayaxin, P. cornutum Wiegm., s. Tafel Meyers »Eidechsen II«, Fig. 4) 12 cm lang, am Vorderkopf rötlichbraun, am Hinterkopf braungelb, dunkel gefleckt, oberseits schmutziggelb, dunkel gefleckt, unterseits heller, am Kopf und Körper mit vielen großen, stumpfen, braunen Stacheln. Sie bewohnt sonnige sandige Teile der mexikanischen Hochebene und ist nur bei größerer Bodenwärme leicht beweglich. Abends vergräbt sie sich in den Sand, auf dem sie ohnehin schwer sichtbar ist. Sie nährt sich von Insekten und Spinnen und spritzt zu ihrer Verteidigung aus dem Auge einen Strahl blutroter Flüssigkeit aus, der im Auge des Menschen heftiges Brennen erzeugt.
 
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Kröteneier, volkstümliche Bezeichnung der versteinerten Terebratula cycloides in der Triasformation.
 
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Krötenfrösche, s. Meyers Frösche, S. 172.
 
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Krötenkopf, s. Hemicephalus.
 
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Krötenköpfe, s. Meyers Krötensteine.
 
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Krötenkraut, s. Chenopodium.
 
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Krötenmaul, eine meist bei Schimmeln vorkommende ungewöhnliche Färbung um den Mund, wobei dunkelgraue Flecke mit fleischfarbenen gemischt sind (s. Meyers Abzeichen). Eine ähnliche Färbung der Augenlider heißt Krötenauge.
 
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Krötenmelde, s. Datura.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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