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Krompach bis Kronblätter (Bd. 6, Sp. 729 bis 730)
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Artikelverweis Krompach, Großgemeinde im ungar. Komitat Zips, am Hernád, in einem romantischen Tal, Station der Kaschau-Oderberger Bahn, mit schönem Kastell, Eisen- und Walzwerk, Hochöfen, Bergbau auf Eisenstein, Fahlerze und Kupfer, Gußwaren-, Ofen- und Maschinenfabrikation und (1901) 4731 slowakischen, magyarischen und deutschen Einwohnern. In der Nähe (5 km) das zur Gemeinde Meyers Wallendorf (s. d.) gehörige Dorf Szlatvin mit einem alkalisch-muriatischen Eisensäuerling.
 
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Kromy, Kreisstadt im russ. Gouv. Orel, an der Kroma (Nebenfluß der Oka), mit 6 Kirchen und (1897) 5501 Einw.
 
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Kronach, Bezirksamtsstadt im bayr. Regbez. Oberfranken, am Zusammenfluß der Flüsse K., Rodach und Haslach, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien K.-Nordhalben und Hochstadt-Probstzella, 307 m ü. M., hat eine evangelische und eine schöne kath. Kirche, ein altes Rathaus, Ruhmessäule (die 1651 der Bischof Melchior Von als Landesherr der Bürgerschaft zur Ehrung der tapfern Verteidigung gegen die Schweden errichten ließ), einen Monumentalbrunnen, Realschule, Präparandenanstalt, Rettungshaus, Amtsgericht, Forstamt, Korbwaren-, Fayence-, Maschinen-, Beleuchtungskohlen- und Schiefertafelfabrikation, Sägemühlen, Bierbrauerei, Ziegelbrennerei, Sandsteinbrüche und (1900) 4788 meist evang. Einwohner. K. ist Geburtsort des Malers Lukas Cranach; sein Geburtshaus ist noch vorhanden. Im Norden der Stadt liegt die noch gut erhaltene Bergfeste Rosenberg mit Kirche und schöner Fernsicht. Der Name K. (Crana, Cranacha) scheint slawischen Ursprungs zu sein. Die Burg ist wahrscheinlich im 10. Jahrh. erbaut worden. 1003 suchte Markgraf Heinrich von Schweinfurt in K. Schutz vor König Heinrich II., mußte jedoch nach Böhmen flüchten, steckte aber zuvor die Burg in Brand. Heinrich V. ließ dieselbe prächtig wieder aufbauen und verlieh sie 1122 dem Bistum Bamberg, das den Herzogen von Meran 1187 dort die Vogtei übertrug. Im Dreißigjährigen Kriege wurde K. von den Schweden und Sachsen dreimal (1632, 1633 und 1635) vergeblich belagert. Im Oktober 1806 besuchte Napoleon I. die Festung und veranlaßte ihre Armierung.
 
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Kronanwalt, im vormaligen Königreich Hannover soviel wie Staatsanwalt. Das Amt war dem englischen Recht nachgebildet, woselbst der Attorney general (Generalfiskal) als K. fungiert (s. Meyers Attorney). In Bayern führen den Titel K. zwei Ministerialräte des Finanzministeriums, die insbes. Rechtsgutachten zu erstatten und wichtigere fiskalische Prozesse zu führen haben.
 
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Krönau, Marktflecken in Mähren, Bezirksh. Mährisch-Trübau, hat eine Pfarrkirche mit sehenswerten Freskomalereien und (1900) 933 deutsche Einwohner. In der Nähe finden sich Steinkohlen- und Tongruben. Hier 1758 Gefecht zwischen Preußen und Österreichern.
 
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Kronaweltbaum, s. Meyers Wacholder.
 
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Kronawetter, Ferdinand, österreich. Parlamentarier, geb. 1838 in Wien, trat als Jurist in den Dienst des Wiener Magistrats, aus dem er 1902 als Magistratsrat schied. Frühzeitig beteiligte er sich am politischen Leben Wiens und bildete infolge seiner drastischen Beredsamkeit und seines energischen Auftretens eine bekannte politische Figur. 1873 ward er als Vertreter der demokratischen Richtung in den Reichsrat gewählt, dem er mit Unterbrechungen bis 1902 angehörte. Hier bekämpfte er zuerst aufs heftigste die deutsch-liberale Partei, später auch die Klerikalen und Antisemiten. 18961902 war er auch Mitglied des niederösterreichischen Landtags als Vertreter der sozialpolitischen Partei.
 
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Kronbein, zweites Zehenglied (mittlere Phalange) der Huftiere, Träger der Hufkrone (s. Meyers Huf), bildet mit dem ersten Zehenglied (Fesselbein) das Krongelenk, mit dem dritten (Huf, bez. Klauenbein) das Hufgelenk (s. Meyers Huf). Pferde haben je ein K., Wiederkäuer zwei entwickelte und (in den Afterklauen, s. d.) zwei verkümmerte Kronbeine, Schweine vier Kronbeine (die der Afterklauen sind kleiner).
 
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Kronberg (Cronberg), Stadt im preuß. Regbez. Wiesbaden, Obertaunuskreis (s. Karte »Umgebung von Frankfurt a. M.«), am Taunus und an der Kronberger Eisenbahn, 314 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, ein Schloß (jetzt dem deutschen Kaiser gehörig), ein Standbild des Ritters Hans von Kronberg, eine Oberförsterei, die Direktion der Kronberger Eisenbahn, berühmte Baumschulen, bedeutenden Obsthandel und (1900) 2815 meist evang. Einwohner. Der Ort erhielt schon 1367 Stadtrechte und gehörte seit 1704 zu Kurmainz. In der Nähe liegt das frühere Bad Kronthal. mit salinischen

[Bd. 6, Sp. 730]


Eisensäuerlingen und starkem Wasserversand sowie das Schloß Friedrichshof mit großen Parkanlagen und Kunstsammlung, früher der Kaiserin Friedrich, jetzt deren Tochter, der Prinzessin Margarete von Hessen, gehörig. Vgl. Basse, Das Rittergeschlecht und die Stadt K. (Frankf. 1886); v. Ompteda, Die von K. und ihr Herrensitz (das. 1899).
 
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Kronberg, Julius, schwed. Maler, geb. 11. Dez. 1850 in Karlskrona, studierte bis 1873 auf der Kunstakademie in Stockholm und ging dann als Staatsstipendiat zu seiner weitern Ausbildung nach Düsseldorf, Paris, München und Rom. Nach seiner Rückkehr in die Heimat machte er sich durch biblische, mythologische und geschichtliche Bilder bekannt, in denen er sich als hervorragender Kolorist bewährte. Seine Hauptwerke sind: der Tod der Kleopatra, David und Saul (1885, Nationalgalerie zu Stockholm), Romeo und Julia, die Königin von Saba, Hypatia und die 189092 im Auftrag des Königs ausgeführten Deckenmalereien im Treppenhaus des königlichen Schlosses zu Stockholm. K. ist seit 1881 Mitglied der Stockholmer Kunstakademie und seit 1885 Professor.
 
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Kronblätter (petala), s. Meyers Blüte, S. 86.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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