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Krith bis Kritisches Alter (Bd. 6, Sp. 718 bis 719)
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Artikelverweis Krith (griech., »Gerstenkorn, kleines Gewicht«), die Einheit des Volumengewichts der Gase, entspricht dem Gewicht von 1 Lit. Wasserstoff bei 0° u. 760 mm Druck = 89,95 mg.
 
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Krithe, Augenlidgeschwulst, s. Meyers Gerstenkorn.

[Bd. 6, Sp. 719]



 
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Kriti, neugriech. Name der Insel Kreta.
 
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Kritĭas, Sohn des Kallaischros, Enkel des ältern K., des Verwandten Solons, Schüler der Sophisten und des Sokrates, begabt und sein gebildet, aber von unruhigem Ehrgeiz beseelt, half, obwohl Aristokrat durch seine Familienbeziehungen, 411 v. Chr. die Tyrannei der Vierhundert stürzen, setzte die Zurückberufung des Alkibiades durch, ward aber nach dessen zweitem Sturz verbannt, kehrte erst nach der Einnahme Athens durch Lysandros 404 dahin zurück und ward Mitglied der von letzterm eingesetzten Regierung und der einflußreichste, aber auch der rücksichtsloseste und verhaßteste unter den 30 Tyrannen. Er fiel im Kampf gegen Thrasybulos 403. K. hat sich auch als Dichter, Redner, Geschichtschreiber und Philosoph bekannt zu machen gewußt; doch sind nur von seinen Elegien Bruchstücke erhalten (in Bergks »Poetae lyrici graeci«). Als Philosoph tritt er in Platons »Timäos« und im unvollendeten »Kritias« auf.
 
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Kritik (griech.), soviel wie Beurteilung. Alle menschlichen Tätigkeiten und ihre Erzeugnisse (also technische, künstlerische und wissenschaftliche Leistungen, praktische Maßregeln im öffentlichen und privaten Leben, Meinungen und Lehren jeder Art) unterliegen der K., d. h. man kann fragen, was an ihnen richtig oder falsch, recht oder unrecht, zweckmäßig oder unzweckmäßig, häßlich oder schön, gut oder schlecht ist. Beschränkt sich die K. darauf, das Mangelhafte und Verwerfliche hervorzuheben, so ist sie bloß negativ, gibt sie zugleich an, wie die Fehler zu verbessern wären, und sucht sie überhaupt ihr Objekt allseitig (auch in seinen Vorzügen) zu würdigen, so ist sie positiv. In jedem Falle setzt die K. das Vorhandensein eines Maßstabes der Beurteilung voraus. Liefern diesen (wie zumeist im gewöhnlichen Leben) die individuellen Anschauungen des Kritikers oder von ihm blindlings angenommene konfessionelle, politische, nationale, Zeit- oder Modevorurteile, so ist die K. eine subjektive, und wenn sie nur die eigne Ansicht um jeden Preis zur Geltung zu bringen sucht, eine tendenziöse, stützt sie sich auf Tatsachen oder allgemein anerkannte Grundsätze und Regeln, so ist sie objektiv (sachlich). Eine solche ist freilich streng genommen nur auf den wenigen Gebieten möglich, wo es (wie in den exakten Wissenschaften, in den technischen Künsten) feste und unbestrittene Prinzipien gibt, überall sonst bleibt das kritische Urteil fast immer anfechtbar, bez. läßt sich der K. eine Antikritik entgegenstellen. Der besonnene Kritiker wird daher immer nur mit großer Vorsicht urteilen und an Stelle der äußern K., die ihren eignen Maßstab an den Gegenstand anlegt, lieber die innere treten lassen, die ihren Maßstab den Gegenständen selbst entnimmt, indem sie als historische und ethische nicht fragt, ob die Handlungen eines Mitmenschen oder einer historischen Persönlichkeit an sich gut oder schlecht, zweckmäßig oder unzweckmäßig, sondern ob sie unter den gegebenen Umständen vernunftgemäß waren, als ästhetische nicht den absoluten Kunstwert eines Werkes zu bestimmen, sondern festzustellen sucht, ob es dem Künstler gelungen ist, den Stoff nach seinen Ideen zu gestalten, als philosophische nicht über die absolute Wahrheit oder Unwahrheit eines Systems entscheidet, sondern seine innere Folgerichtigkeit und seine Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung mit den Tatsachen prüft. So gefährlich und zerstörend eine zügellose, alles bezweifelnde K. ist (wie die der französischen »Aufklärer«), so unentbehrlich ist doch in der Wissenschaft der kritische Geist, der im Gegensatz zum Autoritätsglauben nur das als wahr annimmt, was allseitiger Prüfung standhält, und auch die eignen Ideen immer aufs neue sichtet. In dieser Hinsicht sind Lessing und Kant noch heute klassische Vorbilder. In Philologie und Geschichte versteht man unter K. (im engern Sinne) den Inbegriff derjenigen Methoden, durch welche die Echtheit oder Unechtheit eines Schriftwerkes, der Wert oder Unwert von Überlieferungen und Dokumenten erwiesen wird.
 
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Kritikaster, schlechter, After-Kritiker.
 
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Kritĭos, griech. Bildhauer, um 495450 v. Chr. in Athen tätig, ersetzte mit Nesiotes, mit dem er zusammen arbeitete, 476 v. Chr. die von Xerxes weggeführten Statuen des Harmodios und Aristogeiton am Kerameikos (Markt) in Athen durch eine Erzgruppe. Nachbildungen in Marmor sind die beiden Statuen des Museums in Neapel; auch findet sich die Gruppe mehrfach auf kleinern Kunstwerken (Münzen, Vasen etc.) und als Relief an einem marmornen obrigkeitlichen Lehnsessel in Athen nachgeahmt. K. gehörte noch der alten strengen Schule an und zu den bedeutendern Künstlern seiner Zeit.
 
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Kritisch, entscheidend und zwar entweder: eine Krisis (s. d.) bezeichnend und daher soviel wie bedenklich, gefährlich, oder: der Meyers Kritik (s. d.) gemäß beurteilend; kritisieren, etwas zum Gegenstand der Kritik machen, auch soviel wie bekritteln.
 
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Kritische Geschwindigkeit (v), das Verhältnis der elektromagnetischen Einheit der Elektrizitätsmenge (10 Coulomb) zur elektrostatischen (1/3. 10-9 Coulomb). Sie ist gleich der Lichtgeschwindigkeit (300,000 km in 1 Sekunde). Man denke sich einen Ring, der um eine durch seinen Mittelpunkt gehende, zu seiner Ebene senkrechte Achse rotieren kann, elektrisch geladen und zwar so, daß auf je 1 cm Bogenlänge die elektrostatische Einheit der Elektrizitätsmenge kommt und ihn nun gleichförmig mit der Geschwindigkeit 1 cm in 1 Sekunde rotierend, so wirkt er auf eine Magnetnadel, wie wenn er von einem konstanten Strome von der Stärke 1 cgs in elektrostatischem Maß (=1/3. 10-9 Ampere) durchflossen wäre. Läßt man ihn aber mit der kritischen Geschwindigkeit (3. 101° cm pro Sekunde) rotieren, so ist die Wirkung gleich der eines Stromes von der Stärke 1 cgs in elektromagnetischem Maß (= 10 Ampere). v ist also auch das Verhältnis dieser beiden Einheiten der Stromstärke.
 
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Kritischer Punkt, kritischer Druck, kritische Temperatur, kritisches Volumen, kritische Konstanten (Daten), s. Meyers Gase. Der kritische Druck ist die Dampftension einer Flüssigkeit bei der kritischen Temperatur, über die der betreffende Stoff nur in Gasform bestehen kann.
 
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Kritisches Alter, s. Klimakterische Jahre.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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