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Kronenzehner bis Krongroßkanzler (Bd. 6, Sp. 734 bis 735)
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Artikelverweis Kronenzehner, s. Meyers Geweih, S. 781.
 
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Kröner, 1) Adolf, Verlagsbuchhändler, geb. 26. Mai 1836 in Stuttgart, gründete daselbst 1859 ein Verlagsgeschäft, das sich besonders der Herstellung von Jugendschriften und künstlerisch illustrierten Prachtwerken (»Aus deutschen Bergen« u. a.) widmete. Durch Erwerbung des Verlags von A. Becher und A. Krabbe erweiterte er das Verlagsgeschäft und gab auch der Druckerei, in welche 1868 sein Bruder Paul (geb. 13. Nov. 1839, gest. 25. Febr. 1900 in Stuttgart) als Teilhaber eingetreten war, eine größere Ausdehnung. Seit 1877 gehörte letzterer auch dem Verlag als Teilhaber an. Ende 1883 erwarb die Firma »Gebrüder K.« das Verlagsgeschäft von Ernst Keil in Leipzig mit Einschluß der »Gartenlaube« (die 1903 in den Besitz von Aug. Scherl in Berlin überging; vgl. Keil 2) und 1. Jan. 1889 die Cottasche Buchhandlung in Stuttgart samt dem Verlag und der Druckerei der »Allgemeinen Zeitung« (s. Meyers Cotta 2). 1890 gingen die Krönerschen Geschäfte in der »Union, Deutsche Verlagsgesellschaft« in Stuttgart auf. 1882 bis 1887 und 188991 war Adolf K. Vorsitzender des Börsenvereins der deutschen Buchhändler. 1904 ging die »J. G. Cottasche Buchhandlung Nachfolger« aus dem Besitz der seit 1899 bestehenden Gesellschaft m. b. H. in den persönlichen Besitz von Adolf K. über. Sein Sohn Alfred K., geb. 1861, erwarb 1898 die von Darmstadt nach Stuttgart verlegte Arnold Bergsträßersche Verlagsbuchhandlung, die er 1903 mit dem Emil Straußschen Verlag in Bonn vereinigte und seit 1904 unter eigner Firma (»Alfred K. Verlag, Stuttgart«) weiterführt.
   2) Christian, Maler, geb. 3. Febr. 1838 in Rinteln, arbeitete bei seinem Bruder, einem Dekorationsmaler, als Lehrling und konnte sich erst 1861 der Kunst widmen. Er ging zunächst nach München, 1862 nach Düsseldorf und bildete sich hier lediglich durch Selbststudium und häufige Reisen nach Oberbayern, Thüringen und besonders Westfalen zu einem Landschafts- und Tiermaler von hervorragender Bedeutung, der, selbst Jäger, das Leben und Treiben des jagdbaren Wildes in der Ruhe wie in dramatischen Momenten beobachtet hat und mit scharfer Charakteristik zu schildern weiß. Seine Landschaften zeichnen sich durch seine Stimmung und kräftige Färbung aus. Besonders gelingt ihm die malerische Wiedergabe des Morgennebels. Sein Hauptstudienfeld bilden der Teutoburger Wald, der Harz und Rügen. Von seinen sehr sorgfältig behandelten Bildern sind die bedeutendsten: Hirsche nach dem Kampf (1870), Wildsauen im Winter, Hirsche nach der Brunstzeit (1876), Herbstlandschaft mit Hochwild am Morgen (1877, Berliner Nationalgalerie), durch die Lappen (1879), durch die Schützen (1884), im schlechten Wind (1891), schlagender Hirsch, der Ruhestörer, bei der Wildfütterung im Winter (1892), auf der Damhirschbirsch beim Fürsten von Putbus auf der Insel Rügen (1893), Siesta auf der Robbenbank (1894), Treibjagd am Niederrhein (1895), Auerhahnbalz (1896), zur Brunstzeit im Teutoburger Wald und Sauen im Winter (1901). Er hat auch radiert, zahlreiche Zeichnungen für den Holzschnitt geliefert und viele landschaftliche Aquarelle, zum Teil mit Wildstaffage, nach Motiven aus Rügen, dem Harz und andern deutschen Waldgegenden ausgeführt. K. besitzt die große goldene Medaille der Berliner Ausstellung und ist Mitglied der Berliner Akademie und königlicher Professor. Seine Gattin Magda K. ist eine hervorragende Blumen- und Stillebenmalerin.
 
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Kronerbämter, s. Meyers Erbämter.
 
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Krones, 1) Therese, Schauspielerin, geb. 7. Okt. 1801 zu Freudenthal in Österreichisch-Schlesien als Tochter eines herumziehenden Schauspieldirektors, gest.

[Bd. 6, Sp. 735]


28. Dez. 1830 in Wien, wurde nach mehreren Engagements an Provinzialbühnen 1821 Mitglied des Leopoldstädter Theaters in Wien, wo sie Raimund zum Kollegen hatte, auf den sie bei seinen dichterischen Arbeiten starken Einfluß übte. Mit einem lebhaften und heitern Temperament und einem graziösen Äußern begabt (man nannte sie die »Grazie der Trivialität«), leistete sie im Lustspiel und im Volksstück Ausgezeichnetes, verfaßte auch selbst einige Volksstücke (»Sylphide«, »Nebelgeist« etc.). Ihr Leben behandelten Bäuerle in einem Roman und Haffner in einem Bühnenstück.
   2) Franz Xaver K., Ritter von Marchland, österreich. Geschichtschreiber, geb. 19. Sept. 1835 zu Ungarisch-Ostrau in Mähren, gest. 17. Okt. 1902 in Graz, verlebte seine Jugend im mährischen Kloster Neureisch, studierte in Wien Philosophie und Geschichte, ward 1857 Professor der österreichischen Geschichte an der Rechtsakademie in Kaschau, 1861 am Gymnasium in Graz und habilitierte sich an der Universität daselbst, an der er seit 1865 als Professor der österreichischen Geschichte wirkte. Er schrieb: »Umrisse des Geschichtslebens der deutsch-österreichischen Ländergruppe vom 10.16. Jahrhundert« (Innsbr. 1863); »Zur ältesten Geschichte der Freistadt Kaschau« (Wien 1864); »Die österreichischen, böhmischen und ungarischen Länder 14371526« (das. 1864); »Zur Geschichte Ungarns im Zeitalter Franz Rákóczys II.« (das. 1870); »Ungarn unter Maria Theresia und Joseph II.« (Graz 1870); »Handbuch der Geschichte Österreichs« (Berl. 187679, 5 Bde.); »Grundriß der österreichischen Geschichte« (Wien 188183,4 Abtlgn.); »Die Freien von Saneck und ihre Chronik als Grafen von Cilli« (Graz 1883); »Geschichte der Karl Franzens-Universität in Graz« (das. 1886); »Zur Geschichte Österreichs im Zeitalter der französischen Kriege und der Restauration. 17921816« (Gotha 1886); die Biographie »Moritz von Kaiserfeld« (Leipz. 1887); »Die deutsche Besiedelung der östlichen Alpenländer« (Stuttg. 1889); »Aus dem Tagebuch Erzherzogs Johann von Österreich. 18101815« (Innsbr. 1891); »Aus Österreichs stillen und bewegten Tagen. 18101812 und 18131815« (das. 1892); »Verfassung und Verwaltung der Mark und des Herzogtums Steier von ihren Anfängen bis zur Herrschaft der Habsburger« (Graz 1897); »Die Markgrafen von Steier« (Wien 1897) u. a.
 
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Krone von Indien, kaiserlicher Orden der, gestiftet 1. Jan. 1878 von der Königin Viktoria von England zu Ehren des Tages der Annahme des Titels einer Kaiserin von Indien. Der Orden, dessen Souverän der regierende Monarch von England und Indien ist, wird für weibliche Verdienste im Interesse der englisch-indischen Kolonien an Prinzessinnen des kaiserlichen Hauses, ausgezeichnete indische Damen, hervorragende Engländerinnen und Frauen von Vizekönigen, Gouverneuren von Madras und Bombay, Staatssekretären für Indien verliehen und hat nur eine Klasse. Die Dekoration ist ein ovaler, mit Perlen besetzter Reif, in dessen Mitte die kaiserliche Chiffer: »V. R.« und »I.« in Diamanten, Perlen und Türkisen, überragt von der indischen Kaiserkrone. Der Orden wird an blaßblauem, weiß gerändertem, silbergefranztem Band an der linken Schulter getragen.
 
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Krone von Italien, Orden der, s. Meyers Kronenorden 2).
 
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Kronfideikommißfonds, in Preußen die finanzielle Ausstattung für den König und das königliche Haus, die aus der Staatskasse gewährt wird. Durch Verordnung vom 17. Jan. 1820 wurde eine jährliche Rente von 2,573,0982/3 Tlr. auf die Einkünfte der Domänen und Forsten dem königlichen Haus angewiesen, die durch Gesetz vom 30. April 1859 um jährlich 500,000 Tlr. erhöht ward. Das Gesetz vom 27. Jan. 1868, betreffend die Erhöhung des K., fügte eine weitere Rente von 1 Mill. Tlr. aus der Staatskasse hinzu. Außerdem sind bestimmte Schlösser nebst Zubehör der ausschließlichen Benutzung des Königs unter Übernahme der Unterhaltungslast auf den K. vorbehalten. Weiteres vgl. Zivilliste.
 
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Krongardisten, s. Meyers Schloßgardekompanie.
 
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Krongelenk, s. Meyers Kronbein.
 
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Kronglas (engl. Crownglass), s. Meyers Glas, S. 889.
 
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Krongroßkanzler, in der ehemaligen Republik Polen der erste Kron- und Ministerialbeamte.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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