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Kraszna Horka bis Kratos (Bd. 6, Sp. 599 bis 600)
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Artikelverweis Kraszna Horka (spr. kráßna), Burg, s. Meyers Rosenau 1).
 
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Krater (griech.), bei den alten Griechen und Römern der große Mischkessel, in dem beim Mahl der Wein mit Wasser gemischt wurde. Die K. waren ziemlich groß, weitbauchig und weithalsig, mit zwei Handhaben und entweder mit einem Fuß versehen, oder aber unten spitz zulaufend oder abgerundet, in welchem Falle sie eines Untersatzes (Hypokraterion) bedurften. Zum Schöpfen und Einfüllen des Weines dienten außer Schöpflöffeln verschiedenartige Gefäße von der Gestalt unsrer Mundtassen mit weit überragendem Henkel und von einem bestimmten Maße (s. Tafel Meyers »Vasen«, Fig. 5). Die auf uns gekommenen K. sind meist von Ton, bemalt und unbemalt, seltener von Metall. Die Mehrzahl der K. mit figürlichen.

[Bd. 6, Sp. 600]


Darstellungen rührt aus italischen Gräberfunden her (vgl. nebenstehende Abbildungen und Tafel Meyers »Vasen«, Fig. 3). Einen reichverzierten K. enthält der Meyers Hildesheimer Silberfund (s. d.).
 
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Krater (griech., »Becher«), die kessel- oder trichterförmige Mündung des Eruptionskanals feuerspeiender Berge (s. Vulkane).
 
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Kraterboden, Kraterseen, s. Vulkane.
 
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Kratĕros, Feldherr Alexanders d. Gr., befehligte einen Teil der Leibwache zu Fuß, ward von Alexander wegen seiner Treue und Tüchtigkeit geschätzt und nächst Hephästion am meisten geliebt. Auf dem Zuge nach Indien befehligte er eine Reiterabteilung, auf dem Rückzug das nördlich marschierende Heer und erhielt 324 den Auftrag, die Veteranen nach Mazedonien zurückzuführen und dort an Antipatros' Stelle, der zu Alexander zurückkehren sollte, das Reichsverweseramt zu bekleiden. Da aber Alexander starb, ehe K. Europa erreichte, wurde bei der Verteilung der Satrapien Mazedonien mit Epirus und Griechenland ihm und dem Antipatros gemeinschaftlich übertragen. Nachdem K. sich mit der Tochter seines Mitregenten Phila vermählt hatte, begleitete er ihn in den Lamischen Krieg und im Frühjahr 321 gegen Perdikkas nach Asien, verlor aber in Kappadokien in einer Schlacht gegen Eumenes sein Leben.
 
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Krates, 1) aus Theben, Schüler des Diogenes von Sinope und samt seiner Gattin Hipparchia (s. d.) eifriger Anhänger der kynischen Schule.
   2) K. aus Mallos in Kilikien, griech. Grammatiker, Hauptvertreter der Schule zu Pergamon, die im Gegensatz zu der alexandrinischen des Aristarchos im Anschluß an die Stoiker in der Grammatik das Prinzip der Anomalie und in der Homerinterpretation die allegorische vertrat. Als Gesandter des Königs Attalos II. gab K. 167 v. Chr. durch seine Vorträge den ersten Anstoß zu grammatischen Studien in Rom. Von seinen zahlreichen Schriften, darunter als Hauptwerk ein umfängliches kritisch-exegetisches über Homer in 9 Büchern, sind nur dürftige Fragmente vorhanden. Vgl. Wachsmuth, De Cratete Mallota (Leipz. 1860).
 
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Kratīnos, neben Aristophanes und Eupolis ein Haupt der ältern attischen und der eigentliche Begründer der politischen Komödie, um 520423 v. Chr., blühte zur Zeit des Perikles, den er vornehmlich mit seinem Spott verfolgte. Er schrieb 21 Stücke und trug neunmal den Sieg davon, zuletzt noch kurz vor seinem Tod über die »Wolken« des Aristophanes mit der Komödie »Pytine« (»Weinflasche«), in der sich der dem Wein sehr ergebene Dichter selbst dem Gelächter preisgab. Originalität der Erfindung, beißender Witz und kernige, bilderreiche Sprache erwarben ihm den Beifall der Zeitgenossen. Die dürftigen Fragmente seiner Stücke bei Kock: »Comicorum atticorum fragmenta«, Bd. 1 (Leipz. 1880).
 
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Kraetke, Reinhold, Staatssekretär des Reichspostamtes, geb. 11. Okt. 1845 in Berlin, trat 1864 in den Postdienst ein und war in den 1870er Jahren als Postinspektor bei den Oberpostdirektionen in Berlin und Düsseldorf tätig. Gleichzeitig mit der Beförderung zum Postrat (1881) erfolgte seine Berufung in das Reichspostamt. 1882 wurde er Oberpostrat und ständiger Hilfsarbeiter im Reichspostamt, 1884 vortragender Rat, schied aber 1887 aus dem Reichspostdienst aus und wurde Landeshauptmann von Neuguinea. Nach der Rückkehr (1890) trat er wieder in seine frühere Stellung zurück. 1897 wurde er Direktor der 1. Abteilung im Reichspostamt und 1901 Staatssekretär des Reichspostamtes. 1879 besuchte K. Amerika zum Studium der dortigen Postverhältnisse, auch war er vielfach im Ausland zum Abschluß von Verträgen tätig, so 1885 in Ägypten und 1898 in Rußland. Besondere Verdienste erwarb er sich um das Zustandekommen der subventionierten Reichspostdampferlinien. Seit 1897 ist er Mitglied des Kolonialrats und seit 1898 auch Mitglied des ordentlichen Beirats für das Auswanderungswesen.
 
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Krätkegebirge, Gebirge im deutschen Kaiser Wilhelms-Land (Neuguinea), südlich vom Finisterre- und östlich vom Bismarckgebirge, mit dem Hedwig-, Zöller- und Winterberg.
 
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Kraton, ehemals die befestigte Residenz des Herrschers von Meyers Atschin (s. d.).
 
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Kratos, im griech. Mythus Personifikation der »Kraft«, Bruder der Bia (»Gewalt«).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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