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Krasnyj Jar bis Kraszna (Bd. 6, Sp. 598 bis 599)
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Artikelverweis Krasnyj Jar, s. Meyers Krasnoijar.
 
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Kraspedoten, s. Meyers Medusen.
 
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Krassó (spr. kráschschō), ehemaliges Komitat in Ungarn, das seit 1881 die westliche Hälfte des neuerrichteten Komitats Meyers Krassó-Szörény (s. d.) bildet. Hauptort war Lugos.
 
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Krassóer Erzgebirge (spr. kráschschō-), Gebirge in Ungarn, gehört zu den südwestlichen Ausläufern der Siebenbürger Karpathen (südungarisches oder Banater Erzgebirge), erstreckt sich zu beiden Seiten des Karas zwischen den Flüssen Berzava und Nera, umfaßt auch die Dognácskaer und Oraviczaer Bergketten und erreicht im Szemenik 1477 m Höhe. Es ist reich an Erzen und liefert in den Bergwerken von Dognácska und Oravicza Kupfer, Eisen, Gold, Blei und Zink.
 
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Krassó-Szörény (spr. kráschschō-ßörēnj), Komitat im südöstlichen Ungarn, 1881 durch Vereinigung der Komitate Krassó und Szörény gebildet, grenzt an die Komitate Temes, Arad und Hunyad sowie an Rumänien und Serbien, umfaßt 9750 qkm (177 QM.). Die Einwohner (1901: 443,001) sind meist Rumänen, die dem griechisch-oriental. Glauben angehören. Komitatssitz ist Lugos. Vgl. Pesty, Geschichte des Komitats K. (Budapest 187784, 3 Bde.).
 
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Krassova (spr. kráschschowa), Gemeinde im ungar. Komitat Krassó-Szörény, am Fluß Karas und der Bahnlinie Jaszenova-Anina, mit (1901) 3353 meist bulgarischen und rumän. Einwohnern und Ruinen der Burg Krassófö, die dem Komitat Krassó den Namen gab. In der Nähe die Tropfsteinhöhle Szokolovácz und Zementkalkgruben.
 
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Krassulazeen (Dickblattpflanzen, Fettpflanzen), dikotyle Familie aus der Ordnung der Saxifraginen, saftige Kräuter, Stauden oder Halbsträucher mit dicken, fleischigen, an den nicht blühenden Stengeln rosettenartig gehäuft stehenden Blättern. Die Blütenstände bestehen aus Dichasien, die Blüten sind regelmäßig, zwitterig und wechseln in der Gliederzahl von 330. Die Staubgefäße sind meist in doppelter Anzahl der Blumenblätter vorhanden; die in der Regel freien Karpelle zeichnen sich oft durch Schüppchen an ihrem Grunde aus und entwickeln sich zu Balgkapseln, die meist an der Bauchnaht aufspringen und zahlreiche feilspanartige, endospermführende Samen enthalten. Die 450 Arten dieser Familie gehören meist den wärmern gemäßigten Zonen an und sind vorzugsweise Felsenpflanzen; eine große Zahl derselben, besonders aus der Gattung Crassula, ist am Kap der Guten Hoffnung, die übrigen sind meist in den Ländern um das Mittelländische Meer und in den Alpen einheimisch. Viele K., unter andern besonders die Sempervivum-Arten, werden in Gärten zu dekorativen Zwecken, manche auch als Zimmerpflanzen verwendet.
 
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Krastel, Friedrich, Schauspieler, geb. 6. April 1839 in Mannheim, war anfangs Ballettänzer am Hoftheater in Karlsruhe, widmete sich aber bald der schauspielerischen Laufbahn unter Ed. Devríents Leítung

[Bd. 6, Sp. 599]


an derselben Bühne und wurde nach kurzer, erfolgreicher Tätigkeit als Heldendarsteller 1865 an das Hofburgtheater in Wien engagiert, an das er später auf Lebenszeit gebunden wurde. Anfänglich beherrschte er das gesamte Fach der jugendlichen Liebhaber und Helden und spielte daneben auch Naturburschen und humoristische Rollen, zog sich aber seit dem Beginn der 1880er Jahre auf die Rollen der ältern Helden zurück. Seine Hauptrollen sind die Helden in den Schillerschen Dramen, Orest, Egmont, Jason, Jaromir, Sigismund (»Leben ein Traum«), Ingomar, Tempelherr. In seinem Vortrag schließt er sich an den getragenen Stil der ältern Schule an. Er hat auch lyrische Gedichte und das historische Trauerspiel »Der Winterkönig« (Wien 1884) geschrieben. 1888 wurde er zum Regisseur des Hofburgtheaters ernannt.
 
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Kraszewski (spr. krasch-), Józef Ignacy, der fruchtbarste poln. Schriftsteller der Neuzeit, geb. 28. Juli 1812 in Warschau, gest. 19. März 1887 in Genf, erwarb sich seine Schulbildung in Biala, Lublin und Swislotsch, studierte in Wilna Geschichte, Literatur und Sprachen, kam beim polnischen Aufstand in Gefangenschaft und lag 1831 im Spital. 1833 ging er auf das väterliche Gut Dołhe (Gouv. Grodno), pachtete 1837 das Gut Omelno in Wolhynien, erwarb 1840 Gródek und 1849 Hubin. Von hier zog er 1853 nach Shitomir, wo er verschiedene Ehrenämter bekleidete, und siedelte 1860 nach Warschau über, um die Redaktion der »Gazeta codzienna« (später »Gazeta Polska«) zu übernehmen (184152 hatte er das »Athenaeum« [Wilna] herausgegeben). 1863 ausgewiesen, begab er sich nach Dresden, wo er seitdem wohnte und 1876 sächsischer Staatsangehöriger wurde. Am 6. Okt. 1879 wurde sein 50jähriges Schriftstellerjubiläum zu Krakau in großartiger Weise gefeiert. 1884 wegen Landesverrats in einen Prozeß verwickelt, wurde K. vom Reichsgericht in Leipzig zu 31/2 Jahren Festungshaft verurteilt, die er in Magdeburg antrat; 1885 erhielt er gegen eine Kaution zur Herstellung seiner Gesundheit einen sechsmonatigen Urlaub nach der Schweiz und Oberitalien, von dem er nicht zurückkehrte. Er wurde in Krakau beigesetzt. K. hat sich auf allen Gebieten der poetischen und prosaischen Literatur versucht; seine wesentlichsten Erfolge liegen jedoch auf dem des Romans, wo er durch seine anziehenden Schöpfungen die Alleinherrschaft brach, die lange Zeit der französische Roman in der höhern Gesellschaft von Polen ausgeübt hatte. Seine Erzählungen, die allein die Zahl von 400 Bänden erreicht haben, zerfallen ihrer Tendenz nach in zwei verschiedene Kategorien. Bis 1863 behandeln sie ausschließliche soziale Stoffe im weitern Begriff des Wortes. Sein Erstlingswerk : »Pan Walery« (Wilna 1831), wie auch einige spätere wurden gleichgültig aufgenommen. Erst durch den Roman »Poeta i świat« (»Der Dichter und die Welt«, Posen 1839; deutsch, Stuttg. 1886) wurde K. der Liebling des polnischen Publikums. Zu den besten Romanen der ersten Periode gehören: »Ulana« (Wilna 1843), »Kordecki« (das. 1852), »Chata za wsią« (»Die Hütte hinter dem Dorfe«, Petersb. 185455). Nach seiner Übersiedelung nach Dresden betrat K. das Gebiet des politischen Tendenzromans und sprach nun unter dem Pseudonym Bolesławita alles aus, was er bis dahin in seinem Innersten verbergen mußte. Die vorzüglichsten Schriften dieser Art sind: »Dziecię starego miasta«, worin die Vorbereitungen zum Aufstand von 1863 in fesselnder Weise geschildert werden, dann »Der Spion« (deutsch, Dresd. 1864), »Das rote Paar«, »Der Moskowit«, »Wir und sie«, »Der Jude«, »Im Osten« etc. Unter seinen historischen Romanen sind zu nennen: »Graf Brühl« (1865), »Gräfin Cosel« (1874), »Die letzten Augenblicke des Fürsten Wojewoden« (1875), »Aus dem Siebenjährigen Kriege« (1876), »Der Starost von Warschau« (1877) etc.; unter seinen Kulturromanen der zweiten Periode : »Morituri« (187475), »Resurrecturi« (1876; beide deutsch in Reclams Universal-Bibliothek) etc. Außerdem veröffentlichte er eine lange Serie historischer Romane aus der polnischen Urzeit bis zum 17. Jahrh. (25 Bde.). Von seinen poetischen Werken sind zu erwähnen: »Anafielas« (Wilna 1840, 1843 u. 1845, 3 Bde.), eine epische Schilderung der drei Hauptepochen der ältern Geschichte Litauens, und die »Hymny bolesći« (Par. 1857). Von seinen dramatischen Schriften sind hervorzuheben das Lustspiel »Miód kasztelański« (Kiew 1860) und das historische Drama »Trzeci maja« (Krak. 1876). Seine literarhistorischen Abhandlungen erschienen zum Teil gesammelt als »Studja literackie« (Wilna 1842) und »Nowe studja literackie« (Warsch. 1843, 2 Bde.). Von seinen historischen Werken sind die namhaftesten: »Wilno od początków jego do 1750« (»Geschichte der Stadt Wilna«, 184042, 4 Bde.); »Litwa«, litauische Altertümer (Warsch. 1847 bis 1850, 2 Bde.); »Polska w czasie trzech rozbiorów« (Kulturgeschichte Polens im Zeitalter der Teilungen, Posen 187375, 3 Bde.). Endlich schrieb K. eine große Zahl kunsthistorischer, ästhetischer, archäologischer, philosophischer Abhandlungen und Artikel. Eine Auswahl seiner Romane erschien in 102 Bänden (Lemb. 187175), eine Auswahl in deutscher Übersetzung (Wien 188081, 12 Bde.). Vgl. Bohdanowicz, J. J. v. K. in seinem Wirken und seinen Werken (Leipz. 1879).
 
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Kraszna (spr. kráßna), Fluß in Ungarn, entspringt im Süden des Komitats Szilágy im Meszesgebirge, fließt zuerst nordwärts, wendet sich dann im Komitat Szatmár gegen NW., wo er sich im Ecfeder Moor versumpft, und mündet durch einen Kanal in die Szamos und gleich darauf mit dieser in die Theiß. Seine Länge beträgt 200 km.
 
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Kraszna (spr. kráßna), 1) Name eines ehemaligen ungar. Komitats jenseit der Theiß, dessen Hauptort Szilágy-Somlyó war. Es umfaßte 1149 qkm (20,9 QM.) mit (1870) 62,714 Einw. und wurde 1876 dem neugebildeten Komitat Meyers Szilágy (s. d.) einverleibt. 1849 bis 1860 gehörte es zu Siebenbürgen. 2) Markt im ungar. Komitat Szilágy, an der Kraszna, mit (1901) 3525 magyar. (meist reformierten) Einwohnern. Die ehemalige Burg K. gab dem Komitat K. den Namen.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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