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Kränzchen bis Krapina (Bd. 6, Sp. 595 bis 596)
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Artikelverweis Kränzchen (Kaffeekränzchen), Nachmittagsgesellschaften befreundeter Frauen und Mädchen, die sich der Reihe nach abwechselnd an einem Tag der Woche (Kränzeltag) bei einem Mitglied des Kreises versammeln. Das K. wird als schweizerische Gewohnheit bereits 1775 von Sophie Laroche in ihrem in Jacobys »Iris« veröffentlichten Briefroman erwähnt.
 
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Kranzgesims (griech. Geisón), ein von der griechischen Architektur ausgebildetes, ein Gebäude nach oben abschließendes Glied, das aus einem stark vorspringenden Balken oder einer Platte besteht und in der griechisch-römischen Architektur, namentlich im Tempelbau, den Giebel des Daches trägt, in der Renaissance aber selbständig als Abschluß fungiert. Das K. nahm in dem ionischen, besonders aber im korinthischen Stil eine reichere Profilierung und eine immer mehr sich ausdehnende Verzierung mit vegetabilischen Ornamenten an (s. Abbildung). Um das Schwebende der ausladenden Hängeplatte zu charakterisieren, trat der Zahnschnitt (a) oder Gesimsfuß hinzu, der aus einer Reihe von viereckigen, durch kurze Zwischenräume getrennten Ausschnitten der Hängeplatte besteht. In der Renaissance war das K. des Palastes Strozzi in Florenz (s. Tafel Meyers »Architektur X«, Fig. 1) wegen seines mustergültigen Verhältnisses zu den übrigen Teilen der Fassade berühmt.
 
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Kranzjungfer, s. Meyers Brautjungfern und Meyers Hochzeit, S. 405.
 
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Kranznaht, s. Meyers Schädel.
 
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Kranzreden, s. Meyers Richtfest.
 
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Krao, Landenge und Stadt, s. Meyers Krah.
 
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Kraepelin, Emil, Mediziner, geb. 15. Febr. 1856 in Neustrelitz, studierte in München, Würzburg und Leipzig, arbeitete dann an den klinischen Anstalten in München und Leipzig und wurde 1886 Professor der Psychiatrie in Dorpat, 1890 in Heidelberg und 1903 in München. K. wandte planmäßig die Methoden der experimentellen Psychologie auf psychische Störungen an und mußte bei der Neuheit dieser Forschungen vielfach auch auf normale psychische Erscheinungen und Prozesse eingehen. Auf Grund seiner Forschungen und Erfahrungen baute er ein ganz neues System der Geisteskrankheiten auf, bei dem besonders das Prinzip der Einteilung neu und eigenartig ist. Für die Allgemeinheit sind Kraepelins Bestrebungen auf dem Gebiete der gerichtlichen Medizin, besonders des Strafrechts von Interesse. Auch entfaltete er eine rege Tätigkeit, um dem geistigen Leben im Bereich der allgemeinen und individuellen Gesundheitspflege zu demselben Schutz zu verhelfen, wie er dem körperlichen zuteil wird. Besonders zu erwähnen sind noch seine Arbeiten über den Einfluß akuter Krankheiten auf die Entstehung von Geisteskrankheiten, die Trugwahrnehmungen, die Zeitdauer einfacher psychischer Vorgänge, die psychische Schwäche, die Assoziation, die Psychologie des Komischen, die Erinnerungsfälschungen, die Psychologie des Verbrechens etc. Er schrieb: »Psychiatrie. Ein Lehrbuch für Studierende und Ärzte« (Leipz. 1883; 7. Aufl. 1904, 2 Bde.); »Zur Hygiene der Arbeit« (Jena 1896); »Zur Überbürdungsfrage« (das. 1897); »Die psychiatrischen Aufgaben des Staates« (das. 1900); »Einführung in die psychiatrische Klinik« (Leipz. 1901, 2. Aufl. 1905); »Die Arbeitskurve« (das. 1902); »Über geistige Arbeit« (4. Aufl., Jena 1903). Auch gibt er die »Psychologischen Arbeiten« heraus (bisher 4 Bde., Leipz. 18951904).
 
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Krapendorf, Gemeinde im oldenburg. Aml Kloppenburg, hat (1900) 2186 Einw.
 
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Krapf, Johann Ludwig, Missionar und Afrikareisender, geb. 11. Jan. 1810 in Derendingen bei Tübingen, gest. 26. Nov. 1881 in Kornthal, war 18371842 im Dienste der Londoner Church Missionary Society als Missionar in Abessinien tätig. Darauf ging er nach Mombas an der ostafrikanischen Küste, von wo aus er 184852 mit seinen Genossen Erhardt und Rebmann mehrere Reisen in das Innere unternahm, durch die man die erste Kunde von einem großen Binnensee (Victoria Niansa) und den äquatorialen Schneebergen Kilimandscharo und Kenia erhielt. 1854 nach Abessinien zurückgekehrt, wurde er vom König Theodor des Landes verwiesen. 1867 begleitete er die englische Expedition nach Abessinien. Er schrieb: »Reisen in Ostafrika in den Jahren 1837 bis 1855« (Kornthal 1858, 2 Bde.; engl., Lond. 1860, 2. Aufl. 1867); »Vocabulary of six East African languages« (Tübing. 1850); »Elements of the Kisuáheli language« (das. 1850) und »Dictionary of the Suahili language« (Lond. 1882). Vgl. Claus, Dr Ludwig K. (Basel 1882).

[Bd. 6, Sp. 596]



 
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Krapfen, ein namentlich in Süddeutschland und Österreich verbreitetes Gebäck aus Weizenmehl, Butter, Ei und Milch, auch gefüllt mit Obstmarmelade, Mandeln, Chaudeau etc. (besonders Fastengebäck).
 
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Krapina (K.-Teplitz, kroat. Krapinske-Toplice), berühmter Badeort im kroatisch-slawon. Komitat Warasdin, 152 m ü. M., in einem Kessel gelegen, unweit der Station Zabok der Zagorianer Bahn (Agram-Csakathurn), mit schon den Römern bekannten, bei Gicht und Rheuma besonders heilkräftigen Akratothermen (Aquae Jasae) von 43,1°. Vgl. Rak, Das Mineralbad K. (Wien 1876); Weingerl, Der Kurort K. (das. 1889). Der Markt K., Hauptort Zagoriens und Endstation der Nebenbahn Zabok-K., hat eine römisch-kath. Kirche im gotischen Stil aus dem 15. Jahrh., ein Franziskanerkloster, Ruinen der Burg K., ein Schwefelbergwerk, Bezirksgericht und (1901) als Gemeinde 6757 kroatische und römisch-kath. Einwohner.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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