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Kralovina bis Kramer, Gustav (Bd. 6, Sp. 564)
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Artikelverweis Kralovina, s. Meyers Weinstock.
 
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Kralowa-Hola (Königsalm, magyar. Királyhegy, spr. kirālj-hedj), 1943 m hoher Gipfel der Niedern Tátra in Ungarn, von kegelförmiger Gestalt, mit den Quellen der Waag, Gran und Göllnitz und einer Kunststraße.
 
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Kralowitz (tschech. Královice), Stadt in Böhmen, an der Staatsbahnlinie Rakonitz-Mlatz, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat eine Kirche aus dem 16. Jahrh., eine Bierbrauerei und (1900) 2066 tschech. Einwohner.
 
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Kralup, Stadt in Böhmen, Bezirksh. Schlan, am linken Ufer der Moldau und an den Linien Prag-Bodenbach, K.-Střebichovic und K.-Welwarn der Österreichisch-Ungarischen Staatseisenbahn, K.-Kladno der Buschtěhrader Bahn und K.-Neratovic der Böhmischen Nordbahn, hat eine gotische Kirche, Eisenbahnwerkstätten, Petroleumraffinerie, 2 Zuckerfabriken, 2 chemische Fabriken, eine Dampfmühle, Bierbrauerei, Fabriken für landwirtschaftliche Maschinen und Tonwaren, Handel mit Holz und Getreide und (1900) 4722 tschech. Einwohner. 3 km nördlich das Dorf Mühlhausen mit schönem, auf einem Felsen über der Moldau gelegenem Schloß im italienischen Renaissancestil, aus dem 16. Jahrh., gegenwärtig dem Fürsten Lobkowitz gehörig, einer gotischen Kirche (14. Jahrh.) und (1900) 1282 Einw., Geburtsort des Komponisten Anton Dvořák.
 
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Kralupp, Stadt, s. Meyers Deutsch-Kralupp.
 
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Kramař (spr. krámarsch), Karl, österreich. Politiker, geb. 27. Dez. 1860 zu Hochstadt in Böhmen, studierte in Berlin, Straßburg und Prag die Rechte und erwarb 1884 an der böhmischen Universität den Doktorgrad. Er schloß sich der Realistenpartei an und ward 1891 Herausgeber der Zeitung »Cas«. Im Reichsrat gehört er zu den Führern der Jungtschechen. 1897 wurde er zum zweiten und im Herbst zum ersten Vizepräsidenten des Abgeordnetenhauses gewählt. Er und der Präsident Abrahamowicz suchten vergeblich die deutsche Obstruktion mit Gewaltmitteln zu brechen, und mit dem Rücktritt Badenis (s. d.) 28. Nov. 1897 endete auch Kramařs Vizepräsidentschaft. K. ist nicht nur eines der hervorragendsten Mitglieder des reichsrätlichen Tschechenklubs, sondern auch als Schriftsteller (»Das böhmische Staatsrecht«, Wien 1896) eifrig tätig.
 
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Krambámbuli (slaw.), ursprünglich Danziger Kirschbranntwein; burschikos soviel wie geistiges Getränk überhaupt.
 
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Krambeere, s. Vaccinium.
 
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Kramenzelkalk, soviel wie Flaserkalk, Stufe in der obern Abteilung der Devonischen Meyers Formation (s. d.).
 
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Kramer (Krämer), Kleinhändler, Detaillist, im Gegensatz zum Großhändler, Grossisten, der in frühern Zeiten allein auf das Prädikat »Kaufmann« Anspruch machen konnte. Der K. galt als Minderkaufmann. Früher waren die K. zu einer Innung vereinigt, in die man in ähnlicher Weise wie bei Zünften nur nach Erfüllung bestimmter Bedingungen (Absolvierung einer gewissen Lehr- und Gehilfenzeit) eintreten konnte. Die Kramerinnung oder -Gilde hatte bestimmte Satzungen, das Kramerrecht. Nur wer ihr angehörte, durfte mit den den Kramern vorbehaltenen Waren Handel treiben (vgl. Gilde).
 
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Kramer, Gustav, Schulmann und Philolog, geb. 1. April 1806 in Halberstadt, gest. 1. Aug. 1888 in Halle, studierte seit 1824 in Berlin und Bonn, wurde dann Lehrer am Grauen Kloster in Berlin, bezog als Hofmeister die Universität Genf, 1833 das archäologische Institut in Rom, besuchte 1837 Griechenland, 1838 Paris, ward in demselben Jahr Lehrer am Köllnischen, 1839 am französischen Gymnasium in Berlin und 1842 dessen Direktor. 185378 war er Direktor der Franckeschen Stiftungen in Halle. Von seinen Werken sind hervorzuheben: »Elogium Perizonii« (Berl. 1828); »Über den Stil und die Herkunft der bemalten griechischen Tongefäße« (das. 1837); »Der Fuciner See« (das. 1839); »Beiträge zur Geschichte A. H. Franckes« (Halle 1861) und »Neue Beiträge« (das. 1875); »Karl Ritter, ein Lebensbild« (das. 186470, 2 Bde.; 2. Ausg. 1875); »August Herm. Francke, ein Lebensbild« (das. 188082, 2 Bde.). Auch gab er die Werke Strabons (Berl. 184452, 3 Bde.; kleinere Ausg. 1852, 2 Bde.) und »A. H. Franckes pädagogische Schriften« (2. Ausg., Langensalza 1885) heraus.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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