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Krajowa bis Krakusen (Bd. 6, Sp. 560 bis 563)
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Artikelverweis Krajowa (Craiowa), Hauptstadt des Kreises Doljiu in Rumänien (Walachei), unweit des Schyl, ehemaliger Hauptort der Kleinen Walachei, an der Staatsbahnlinie Verciorova-Chitila-Bukarest, von großer Ausdehnung, aber nur in den beiden Hauptstraßen (Strada Lipscani und Strada Unirii) belebt, hat 27 griechisch-katholische, eine römisch-katholische, eine prot. Kirche, 3 Synagogen, ein unvollendetes Theater, ein prächtiges Bad, einen schönen öffentlichen Park (Bibesco) und (1899) 45,438 Einw. (darunter 3000 Römisch-Katholische und 1800 Juden), die lebhaften Handel treiben. K. hat ein Lyzeum, eine Handelsschule, eine Kadettenschule, eine evangelische und eine kath. Schule (erstere vom deutschen, letztere vom österreichischen Kaiser unterstützt), mehrere Mädchenpensionate und ist Sitz eines Appellations- und eines Handelsgerichts, des Generalkommandos des 1. Armeekorps sowie eines deutschen Konsularagenten. In der Nähe befinden sich ansehnliche Salzwerke. Als die walachischen Fürsten um 1300 das Banat Severin bekamen, gründeten sie zum Ersatz für die ihnen nicht gehörige Burg im Gebirge ein Neu-Severin; nach dem Teich, an dessen Ufer der neue Ort lag, hieß er auch Rîmnic. Hierher wurde später der Sitz des Bischofs von Severin verlegt; als;Anfang des 16. Jahrh. die Burg Severin in türkische Hände geraten war, residierte auch der walachische Bau in K. Im 17. Jahrh. durfte es als Haupt des Oltgebiets gelten; doch ist von einer städtischen Verfassung nirgends die Rede. In der Nähe siegte 1400 der walachische Woiwode Mircea über einen Teil des türkischen Heeres Bajesids. Am 31. Okt. 1853 focht hier die russische Avantgarde, welche die Stadt besetzt hatte, mit den Türken. Vgl. Hasdeŭ, Originile Craioveĭ (Bukar. 1878; nur mit Vorsicht zu benutzen).
 
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Krajurn (Carajuru), s. Meyers Chicarot.

[Bd. 6, Sp. 561]



 
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Krakatau (Krakatoa), Insel in der Sundastraße mitten zwischen Java und Sumatra, jetzt nur 5,5 km lang, 2 km breit und 15,8 qkm groß, maß aber vor 1883 in der Länge 9, in der Breite 5 km und hatte ein Areal von 33,5 qkm. Die Insel hatte ihre höchste Erhebung in dem vulkanischen Kegel Perbuatan, der sich am Nordwestende 822 m ü. M. erhob. Rings um dieselbe lagerten sich Korallenbänke, und ihr ganz nahe liegen die kleinen Inseln Verlaten im NW. und Long im NO. Eine dichte Waldvegetation bedeckte K. von der Basis bis zur Spitze; im nördlichen Teil entsprangen mehrere heiße Quellen. Eine ständige Bevölkerung gab es nicht; nur zeitweilig kamen Javaner von der gegenüberliegenden Küste hierher, um Holz zu holen. Die Insel liegt in der Linie der Vulkane von Java und ist vulkanisch. Der letzte Ausbruch 1680 lieferte nur Aschenmassen. Am 20. Mai 1883 erfolgte plötzlich eine Eruption von Asche, dichte Rauchsäulen stiegen empor, und in der Nacht vom 26. zum 27. Aug. erfolgte eine gewaltige Explosion, bei welcher der größere Teil der Insel mit dem Pik Perbuatan ins Meer sank. Nur der südliche Teil mit dem 832 m hohen Pik Rakata blieb unversehrt und erhielt durch das Aufsteigen des Meeresbodens an der Westseite noch einen Zuwachs. Auch zwei kleine Inseln, welche die Namen Calmeyer und Neers empfingen, entstiegen der See, sanken aber bald wieder hinab, so daß im Mai 1884 über ihnen eine Tiefe von 4 m gemessen wurde. Verlaten und Long sind beide an Umfang gewachsen; ihre schöne Vegetation aber wurde ebenso wie die von K. unter einer dichten Aschendecke begraben. Die gewaltige Explosion und der plötzliche Einsturz des Inselvulkans machten sich weithin fühlbar durch eine mächtige Meereswelle, die den ganzen Indischen wie den Pacifischen Ozean bis zur Küste Südamerikas durchzog und besonders an den Ufern von Sumatra und Java, wo Andscher und Merak fast gänzlich zerstört wurden, großen Schaden anrichtete, ferner durch starke barometrische Schwankungen, die auf der ganzen Erde wahrgenommen wurden, und durch ungeheure Massen von Dämpfen und vulkanischem Staub, die allenthalben auf der Erde eigentümliche atmosphärische Störungen, zumal in einer starken Rötung des Himmels sich äußernde Dämmerungserscheinungen hervorriefen. K. beginnt sich jetzt wieder mit einer zunächst noch spärlichen Vegetation zu überziehen; die Samen der Pflanzen sind teils durch den Wind und Vögel, teils durch die Meeresströmungen herbeigeführt. Vgl. Verbeek, Krakatau (Batavia und Haag 188485, 2 Bde., mit Atlas; franz. Ausg. 1886); Symons, The eruptions of Krakatoa and subsequent phenomena (Lond. 1888).
 
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Krakau (poln. Kraków), Stadt und Festung in Galizien, liegt in weiter Ebene, 215 m ü. M, am linken Ufer der Weichsel, die hier die Rudawa aufnimmt, an den Linien Wien-K. und K.-Podgórze der Nordbahn, K.-Lemberg, K.-Wieliczka und K.-Kocmyrzów der Staatsbahnen. K. besteht aus der innern Stadt, die von Promenaden (an Stelle der ehemaligen Stadtmauer) umgeben ist, dem südlich angrenzenden Schloßbezirk Wawel und sechs Vorstädten: Neue Welt (Nowy Šwiat) im W., Piasek und Kleparz im N., Wesola im O., Stradom und Kazimierz im S. Mit dem jenseit der Weichsel liegenden Meyers Podgórze (s. d.) ist K. durch die Franz Josephs-Brücke (von 1850) verbunden. Ein Rest der alten Befestigungswerke ist das Florianstor (im N. der innern Stadt). In neuester Zeit ist übrigens K. durch Außenforts zu einem befestigten Waffenplatz erhoben worden. Der größte öffentliche Platz ist der Ringplatz in der Mitte der Stadt, mit dem Denkmal von Mickiewicz, die belebteste Straße die vom Ringplatz südlich führende Grodzka Ulica. Öffentliche Anlagen sind außer den erwähnten Promenaden der Jordanpark in der Vorstadt Neue Welt, der botanische Garten in Wesola und der Krakauer Park in Piasek.
   Von den 41 Kirchen ist die bemerkenswerteste die gotische Schloß- oder Domkirche auf dem die Stadt überragenden, steil zur Weichsel abfallenden Felsplateau Wawel, 132059 unter Kasimir d. Gr. erbaut, die Grabkirche polnischer Könige und Feldherren. Die Krypte enthält unter anderm die Grabmäler Johann Sobieskis, Joseph Poniatowskis und Thaddäus Kosciuszkos. In den 19 Kapellen befinden sich die Grabdenkmäler Kasimirs d. Gr. und Kasimirs IV. (von Veit Stoß), des Kardinals Friedrich Jagiello (von Peter Vischer), Stephan Báthoris, ein Denkmal Johann Sobieskis, der silberne Sarg des von König Boleslaw 1079 am Altar erschlagenen heil. Stanislaw, Bischofs von K., Denkmäler des Bischofs Soltyk, des 1812 vor Moskau gebliebenen Grafen Wladimir Potocki (von Thorwaldsen), die Büste des Grafen Artur Potocki und seiner Mutter sowie ein segnender Christus (von demselben), Denkmäler des Königs Ladislaw Jagiello und seiner Gemahlin Hedwig, des Dichters Mickiewicz etc. Bemerkenswert ist auch die reiche Schatzkammer. Die gotische Marienkirche am Ringplatz (aus dem 13. und 14. Jahrh., neuestens polychrom restauriert), mit 2 Türmen (der höhere 73 m hoch), enthält einen riesigen Hochaltar sowie ein Kruzifix von Veit Stoß und mehrere Denkmäler, die Dominikanerkirche die Bronzegrabplatte des Humanisten Buonaccorsi (Callimachus), die Franziskanerkirche (aus dem 13. Jahrh.) das Grabmal des Königs Wladislaw Jagiello, die Florianskirche in der Vorstadt Kleparz (aus dem 12. Jahrh.) Bilder von Hans von Kulmbach und den Johannesaltar von Veit Stoß (von 1524), die Annakirche Denkmäler von Kopernikus und Johann Cantius. Hervorragende weltliche Gebäude sind das Schloß auf dem Berge Wawel, im 14. Jahrh. unter Kasimir d. Gr. gegründet und später mehrfach erweitert, bis 1610 Residenz der Könige von Polen, seit 1846 Kaserne und Spital, neuestens geräumt und restauriert, ferner die große, im 13. Jahrh. gegründete, im 16. Jahrh. umgebaute Tuchhalle (Sukiennice) am Ringplatz, 1879 restauriert, mit dem Nationalmuseum (Bilder von Matejko, Siemiradzki u. a.) und einer permanenten Gemäldeausstellung, der daneben stehende Rathausturm (Rest des 1820 abgebrochenen alten Rathauses), das neue Universitätsgebäude, ein gotischer Bau, 188187 nach Ksieżarskis Plänen ausgeführt, mit stattlichem Vestibül und schöner Aula, und der fürstbischöfliche Palast (von 1850). K. zählt (1900) 91,323 Einw., darunter 6049 Mann Militär, meist Polen (6576 Deutsche) und Katholiken (25,670 Juden). An industriellen Unternehmungen enthält die Stadt mehrere Fabriken für Maschinen und Ackerbaugeräte, Chinasilberwaren, Tischlerwaren, chemische Produkte, Tabak, Würste, Bier, Seife und Öl sowie Dampfmühlen und Buchdruckereien. Der Handel hat insbes. Getreide, Holz, Spiritus, Schweine, geräucherte Fleischwaren und Eier zum Gegenstand; auch werden in K.

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stark besuchte Pferde- und Viehmärkte abgehalten. Die Stadt besitzt ein Lagerhaus, eine Filiale der Österreichisch-Ungarischen Bank, die Galizische Bank für Handel und Industrie, 2 Sparkassen und andre Kreditinstitute; an Bildungsanstalten besitzt K. vor allem die 1364 von Kasimir d. Gr. gestiftete Jagellonische Universität mit polnischer Unterrichtssprache. Dieselbe zählte 1902: 177 Lehrer und 1711 Studierende. Zur Universität gehören eine Bibliothek (350,000 Bände, 4400 Handschriften, 7000 Kupferstiche und 9500 Münzen), ein archäologisches Museum, eine kunsthistorische Sammlung, ein Naturalienkabinett, eine Sternwarte und ein botanischer Garten. Außerdem befinden sich in der Stadt eine kaiserliche Akademie der Wissenschaften (seit 1872), 4 Obergymnasien, 2 Oberrealschulen, eine Kunstakademie, eine Lehrer- und eine Lehrerinnenbildungsanstalt, ein Mädchengymnasium, eine Staatsgewerbeschule, eine höhere Handelsschule, eine Schule des Musikvereins, ferner das Nationalmuseum (s. oben), ein technisch-gewerbliches Museum, das Museum Czartoryski (Gemälde und andre Kunstgegenstände), das Hutten-Czapskische Museum sowie ein Nationaltheater. An Wohltätigkeitsanstalten besitzt K. insbes. die Hospitäler in St. Lazarus und St. Ludwig. K. ist Stadt mit eignem Statut und Sitz einer Bezirkshauptmannschaft (K.-Umgebung), einer Polizeidirektion, des Oberlandesgerichts für Westgalizien, eines Landesgerichts, einer Finanzbezirksdirektion, einer Berghauptmannschaft, einer Staatsbahndirektion, eines römisch-katholischen Fürstbischofs, des 1. Korpskommandos und einer Handels- und Gewerbekammer. Die Stadt hat elektrische Beleuchtung und eine Straßenbahn. Beliebte Punkte der Umgebung sind: der 2 km nordwestlich von der Stadt entfernte Kosciuszkohügel (333 m), der 182023 zu Ehren Kosciuszkos auf dem seit 1855 in ein Fort umgewandelten Bronislawaberg errichtet wurde, mit schöner Aussicht, dann der südlich gelegene, zum Andenken an den sagenhaften Gründer von K. (s. unten) künstlich ausgerichtete Krakusberg (276 m).
   [Geschichte.] Die heimische Sage bringt die Geschichte Krakaus mit der mythischen Gestalt des Fürsten Krok in Zusammenhang und verlegt die Gründung der dortigen Burg um 700. Über diese Periode herrscht jedoch Dunkel, auch die Beziehungen Krakaus zum großmährischen Reich sind unklar. In der zweiten Hälfte des 10. Jahrh. gehörte K. zum böhmischen Fürstentum, doch eroberte es Boleslaw Chrobry zurück und gründete ein Bistum daselbst. Unter den polnischen Teilfürstentümern, wie sie seit dem 12. Jahrh. bestanden, hatte das von K. eine übergeordnete Stellung. Schwer litt K. zur Zeit des ersten Tatareneinfalls (1241), doch folgte unmittelbar der Aufschwung durch die deutsche Kolonisation. 1257 erhielt K. Magdeburger Recht, hatte aber in der Folge durch neue Tatarenstürme schwer zu leiden. Von 1290 bis 1305 war K. im Besitz des Böhmenkönigs Wenzel II., dessen Sohne Wenzel III. entriß es aber der König von Polen, Wladislaw Lokietek, wieder, erhob K. zur Residenz und ließ sich 1320 daselbst krönen. Von dieser Zeit an blieb es die Krönungs- und Begräbnisstadt der Könige von Polen (bis 1764). Dagegen verlegte Siegmund III. (15871632) die Residenz von K. nach Warschau, wo sie seitdem verblieb. 1525 belehnte König Siegmund I. in K. Albrecht von Brandenburg mit dem Herzogtum Preußen. Nach der Zeit der Reformation entstanden bürgerliche Unruhen zwischen Katholiken und Protestanten (seit 1591), und 1606 stürmten die erstern die protestantische Kirche. 1655 wurde die Stadt von den Schweden erobert. Bei einer zweiten Eroberung durch die Schweden (1702) ging das königliche Schloß in Flammen auf. Nachdem hier 1768 die bekannte

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Krakauer Konföderation abgeschlossen worden war, wurden die Konföderierten daselbst von den Russen belagert und die Stadt mit Sturm genommen. Die Krakauer Akte vom 27. März 1794 wurde für Polen das Signal zur allgemeinen Erhebung. Von K. aus rückte Kosciuszko zu seinen ersten glücklichen Schlachten aus; mit ihm unterlag auch die Stadt und wurde bei der dritten Teilung des Reiches von 1795 an Österreich gegeben, dem schon früher die Vorstadt Kasimierz zugefallen war. Von 1809 bis zum Sturz Napoleons I. bildete K. einen Teil des Herzogtums Warschau. Auf dem Wiener Kongreß (1815) wurde K. unter dem Schutz von Österreich, Rußland und Preußen als Freistaat erklärt, der letzte Rest des selbständigen Polen; doch war der Umfang der Republik (1100 qkm oder 22 QM.) zu beschränkt, als daß die ihm zugestandene Souveränität mehr als eine bloß nominelle hätte sein können. Nach dem polnischen Aufstand von 183031, dem sich ein Teil der Bevölkerung von K. anschloß, erhielt im März 1833 K. eine neue Verfassung, durch die es seine Selbständigkeit zum größten Teil einbüßte. Gleichwohl fand noch immer eine Menge polnischer Flüchtlinge in K. eine Freistätte. Als nun der Aufforderung der Schutzmächte an den Senat, dieselben auszuweisen, nicht Folge geleistet wurde, rückten im Februar 1836 österreichische, russische und preußische Truppen in K. ein. Darauf wurde die Verfassung einer abermaligen Durchsicht unterworfen und die Gewalt der Schutzmächte und ihrer Bevollmächtigten noch bedeutend vergrößert. 1846 machte die Insurrektion K. zu ihrem Hauptwaffenplatz und setzte hier eine revolutionäre Nationalregierung ein. Aber der polnische Aufstand in Galizien wurde niedergeschlagen, und als russische und österreichische Truppen gegen K. heranrückten, riß hier die größte Mutlosigkeit ein. In der Nacht vom 2. zum 3. März räumten die bewaffneten Insurgenten die Stadt, und diese ward am folgenden Tage von österreichischen und russischen Truppen besetzt. Auf Grund der Berliner Konferenzen der drei Schutzmächte wurde 6. Nov. 1846 trotz der Proteste von seiten Englands und Frankreichs der Freistaat K. aufgehoben und die Stadt nebst ihrem Gebiet, wie sie es 1809 besessen, 16. Nov. 1846 als Teil der österreichischen Monarchie dem Königreich Galizien einverleibt. Im Frühjahr 1848 kam es auch in K. zu Unruhen, die durch Waffengewalt unterdrückt wurden. Auch unter österreichischer Herrschaft blieb K., wo die Nationalhelden Sobieski, Poniatowski und Kosciuszko begraben liegen, Mittelpunkt des Polentums. 1889 wurde das Bistum K. zum Fürstbistum erhoben. Vgl. Rostafinski, Führer durch K. (poln., Krakau 1891); Essenwein, Die mittelalterlichen Kunstdenkmale der Stadt K. (Leipz. 1869); Bucher, Die alten Zunft- und Verkehrsordnungen der Stadt K. (Wien 1889); Szujski, Stary Kraków (Krakau 1901).
 
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Krakau, Dorf im preuß. Regbez. Magdeburg, Kreis Jerichow I, an der Elbe, nahe der Friedrichstadt von Magdeburg, hat eine evang. Kirche, eine Siechen- und Krüppelanstalt, Palmkern- und Kokosnußölfabrikation, Ziegelbrennerei, Bierbrauerei, Eiswerke der Stadt Magdeburg, Gärtnerei und (1900) 3912 Einw. S. den »Stadtplan von Magdeburg«.
 
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Krakeel (niederländ.), Hader, Zank, Streit.
 
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Kraken, sagenhafte, riesige Seetiere, die nach den Berichten des nordischen Bischofs Pontoppidan die Größe einer Insel erreichen und Schiffen zum Ankerplatz dienen sollten. Den Kern der Fabel bilden die außergewöhnlich großen Meyers Tintenschnecken (s. d.) der Tiefsee, die zuweilen an die Oberfläche des Meeres kommen oder auch stranden, so bei Schweden, Irland, Island, Japan, am meisten jedoch bei Neufundland, von wo bisher etwa 20 Exemplare, allerdings nur wenige gut erhalten, stammen. Diese gehören alle der dem Meyers Kalmar (s. d.) ähnlichen Gattung Architeuthis an; das größte unter ihnen ist etwa 5 m lang, hat Arme von 12 m Länge und wiegt etwa 1000 kg. Der Durchmesser der Saugnäpfe an den Armen geht bis zu 15 cm. Ein solches Tier mag in der Tat ein gefährlicher Gegner werden, und 1873 sollen zwei Fischer in ihrem Boot angegriffen worden sein und sich durch Abhauen der Arme der K. gerettet haben. Auch auf der Südseeinsel St. Paul ist neuerdings ein Kalmar von über 7 m Länge gestrandet, und aus dem Großen Ozean wird von Alaska das Vorkommen eines riesigen Onychoteuthis mit einer Körperlänge von 2,6 m berichtet. Große Pulpen (Octopus) sind in Sitka nicht selten, doch liegt bei ihnen die Länge hauptsächlich in den Armen, während der Körper klein bleibt.
 
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Krakow, Stadt im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, Herzogtum Güstrow, am fischreichen Krakower See und an der Staatsbahnlinie Meyenburg-Güstrow, hat eine evang. Kirche, Synagoge, Sanatorium, Amtsgericht, Spritfabrik, Dampfsägemühle, Molkerei und (1900) 2005 Einw. K. wurde zu Ende des 13. Jahrh. gegründet.
 
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Kraków, poln. Name von Meyers Krakau (s. d.).
 
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Krakowĭak, Nationaltanz des polnischen Landvolkes um Krakau. Die Musik, zwei oder mehrere achttaktige Reprisen im Zweivierteltakt, mit synkopischen Bildungen, wird auch (wie die meisten ältern Tänze) gesungen, während die Tänzer durch starkes Zusammenschlagen ihrer mit Metall beschlagenen Absätze den Takt markieren. Verfeinert ist der K. als Cracovienne auf die Bühne gebracht worden und gehört zu den beliebten Gesellschaftstänzen.
 
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Krakusen, poln. leichte Reiter, 1812 vom General Uminski in Krakau errichtet und nach dem mythischen Polenfürsten Krakus benannt; 1830 wurde der Name auf alle neuerrichteten Reiterscharen der aufständischen Polen übertragen. S. auch Meyers Kriegssense.

 

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Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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